ÖBB-Catering: Kritik an Arbeitsbedingungen

30. Dezember 2012, 15:09
  • Die Gewerkschaft kritisiert die Arbeitsbedingungen der ÖBB-Catering-Mitarbeiter.
    foto: standard/christian fischer

    Die Gewerkschaft kritisiert die Arbeitsbedingungen der ÖBB-Catering-Mitarbeiter.

Mehr als 50 Prozent der Bordservice-Mitarbeiter sollen nach ungarischem Kollektivvertrag angestellt sein, die Gehälter zwischen 450 und 600 Euro liegen

Wien - Die Gewerkschaft vida kritisiert die Arbeitsbedingungen der Catering-Mitarbeiter in ÖBB-Zügen. "Es sind mehr als 50 Prozent der Kolleginnen und Kollegen nach ungarischem Kollektivvertrag angestellt und verdienen zwischen 450 und 600 Euro", so Ida Fleissner, Betriebsrätin im ÖBB Personenverkehr, laut orf.at. Anfang April 2012 hatte die Do&Co-Tochter "Henry am Zug" das Catering in den ÖBB-Zügen übernommen. Von "Henry am Zug" werden sowohl die ÖBB-Bordrestaurants als auch die Snack-Trolleys betrieben.

"Die Arbeitszeiten sind teilweise zehn Stunden durchgehend ohne eine gesetzliche Pause. Sie haben gesagt, es gibt keine Aufenthaltsräume. Sie müssen sich während der Wendezeiten auf den Bahnsteigen oder in Restaurants aufhalten", berichtete Fleissner weiter. Gegenüber ORF Radio Salzburg hat Do&Co zu den Vorwürfen bisher nicht Stellung genommen. Es werde heute, Sonntag, voraussichtlich noch eine Stellungnahme von "Henry am Zug" geben, hieß es.

ÖBB-Chef Christian Kern hatte im Jänner die Entscheidung für Do&Co als "win-win-Situation" für die Kunden und die Bahn bezeichnet. Die "Zuschüsse" der Bahn zum Catering sollen, laut Kern in der Vertragslaufzeit um rund 42 Mio. Euro sinken, hieß es damals. Außerdem soll bei der Qualität als auch beim Preis eine Verbesserung zur Vorgängerfirma e-express bemerkbar sein.

Kritik der Gewerkschaft gibt es auch an den Bekleidungsvorschriften für die Catering-Mitarbeiter: "Ich brauche nicht zu erwähnen, was es heißt, auf Stöckelschuhen durch den Zug gehen zu müssen, weil sich das der Chef einbildet", so Oliver Gruber, Betriebsrat der ÖBB-Zugbegleiter. Das sei "schon arbeitsmedizinisch ein bisschen bedenklich".

Die Fahrgastvereinigung probahn appellierte an das Management der Verkehrsunternehmen, sich auch um die Arbeitsbedingungen und Qualitätsstandards der Zulieferer und Caterer zu kümmern. (APA, 30.12.2012)

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naja, wenn Gebäck im Gang steht, dann braucht man eh keinen Bordservice mehr ;-)))))

2,50 für ne cola

und wo bitte geht die kohle hin?

Was zahlen sie in einem Lokal für "ne cola", hmm!?

zu do&gier - oder was glauben sie???

Laut Orf.at : Do&Co weist Vorwürfe zurück

http://goo.gl/yE3oF
" „Henry am Zug“ zahle den ungarischen Arbeitnehmern „mehr als den doppelten gesetzlichen Lohn“."

Laut WKO.at (http://goo.gl/V6V1s):
Gestzlicher Mindestlohn für Facharbeiter 2013:
"Der amtlich festgesetzte Minimallohn wird auf HUF 98.000 ( ca. EUR 350) , der garantierte Minimallohn für Facharbeiter auf HUF 114.000 (ca. EUR 400) erhöht."

Zynismus? Chuzpe? oder wie nennt man sowas?

Ja, nicht vergessen aber, das ist brutto!!

Es ist dabei zu Berücksichtigen, dass das ungarische Preisniveau an derartige Preise angepasst ist. Der derzeitige Mindestlohn liegt bei 200 €. Angeblich werden österreichische Arbeitnehmer mit 1.400 € brutto bezahlt. Im Gastronomiegewerbe gibt es allgemein keine höheren Löhne.

Außerdem: die 1400 brutto bekommst du 14 mal, die 400 12 mal!

Das ungarische Preisniveau: Tschuldigen schon, da muss ich lachen

Bis auf Milch & Gebäck kostet alles annähernd gleich viel wie in Ö, deutsche Importware sogar mehr!!

sie träumen wohl

fahrns mal nach sopron und vergleichen sie die preise.
warum glauben sie wohl kaufen so viele ungarn in ö ein??
die zeiten, als die wiener bus-weise nach sopron zum shopen fuhren sind lange vorbei.
dienstleistungen (friseur, zahnarzt etc) sind noch unter unserem preisniveau. betonung liegt auf NOCH

Abgesehen davon, dass ich nicht glaube,

dass das ungarische Preisniveau "an die Löhne angepasst wird":

Die Differenz zwischen den angesprochenen € 1400,- im Ö-Gastgewerbe und den ungarischen € 400,- für eine Leistung die vorwiegend nicht in H erbracht wird finden Sie OK?

Ich nicht!
Und nicht nur, weil damit bei uns Lohndumping betrieben wird und Ö-Arbeitnehmer genötigt werden können zu Billigsttarifen zu arbeiten!

Sie haben absolut Recht.

ÖBB sollte von der Deutschen Bahn übernommen werden!!

Defizite schreiben und Mitarbeiter ausbeuten, dafür häufig unpünktlich und teilweise Wagenmaterial zum Davonlaufen. Lt meinem Einkommenssteuerbescheid gehen 4,4% (!!!) der Steuern für die ÖBB drauf und das, obwohl der Staat ohnehin fast nur den Straßenbau fördert (nocheinmal 2% der Einkommenssteuer trotz Vignette und Treibstoffeinnahmen).
Hier sollte gleich aufgeräumt werden wie bei der AUA, aber wie soll das gehen in Wien zwischen Korruption, Bestechung und Freundlwirtschaft??

ähm die db ist aber deutlisch schlechter als die öbb

Schon mal DB gefahren?

Tolle Züge, Schaffner, die der deutschen Sprache mächtig sind und informieren können und Abweichungen vom Fahrplan kommentieren. Bei uns gibts weniger Kommentare, weil Verspätungen normal sind...

die statistik sagt aber das gegenteil

Ich rate jetzt mal, Sie fahren einmal im Jahr 1. Klasse mit dem ICE von München nach Hamburg?

In AT sind die Verpätungen/Zugausfälle seltener und die Schafner sprechen auch sinnvolles Englisch.

Es ist rätselhaft, wie man die Beförderungsqualität der DB über die der ÖBB stellt. Punktlichkeit und Fahrpreis und die Kapazität der Züge sind verbesserungsbedürftig, so etwas kommt aber heraus, wenn man eine öffentliche Dienstleistung auf die Privatisierung vorbereitet.

Die DB hat ein relativ gutes Fernverkehrsnetz, dass es in Österreich außer auf der Westbahn kein vergleichbares angebot gibt liegt an der autozentrierten österreichischen Politik.

... na "Do&Co" halt ...

... wenn nicht gratis dann eben ungarischen Lohn.
Die Personalfluktuation ist immens, aber solange Studenten es als chic finden dort für einen Hungerlohn zu arbeiten wird es keinen Mangel geben.

boikottiert alle do & co betriebe .

aber solange unsere leistungs und würdenträger zum dogudan pilgern und dessen geschäftsmodell huldigen wird der kerl auch nix am verhalten gegenüber seinen angestellten und arbeitern (sklaven) ändern

Früher war die ungarische Firma e-express da in den Zügen - mit auffallend viel ungarischem Personal.

Auf der Kredikartenrechnung stand da auch eine ungarische Firma.

Vielleicht hat das ja eine gewisse Berechtigung bei den railjets, die in Ungarn starten - und auch für den Rückweg des Personals.

Aber sonst?

berechtigung

was hat die herkunft des unternehmens, das das catering in den zügen anbietet, mit der streckenführung zu tun?

ist doch an sich vollkommen irrelevant ob der caterer aus frankreich, italien, tschechien oder ungarn ist.

ich wäre dankbar für eine erläuterung warum es doch relevant sein soll.

weil die dienstleistung auf österreichischem boden bzw. in von einem österreichischen unternehmen betriebenen zügen meiner meinung nach österreichischen gesetzen unterliegen soll. und damit auch österreichischen kollektivverträgen.

wenn der status quo tatsächlich gesetzlich erlaubt ist, gehört das geändert.

schon das finanzministerium sollte aktiv werden, weil ja da offenbar steuerhinterziehung betrieben wird.

Das wäre bei einem Zug von Budapest nach München doch recht kompliziert, wenn auch nicht unmöglich. Von Budapest bis Hegyeshalom ist es ein ungarischer Zug mit ungarischen Vorschriften, von dort bis Salzburg ein ÖBB-Zug und ab dort ein DB-Zug. Nach ihrem Modell würden dann die Mitarbeiter nach 3 verschiedenen Vorschriften arbeiten müssen und keiner hätte mehr den Überblick.

das FA kann leider bei dem oben beschriebenen Sachverhalt nicht wirklich einschreiten...

...Stichwort: Entsenderichtlinien für EU Betriebe....sollte sich dabei an den ausländischen Kollektivvertrag gehalten werden, gibt es so gut wie keine Handhabe.

das mag ja prinzipiell stimmen, aber dazu muss das unternehmen nicht per se ein österreichisches sein.

es gibt ja auch nichtösterreichische baukonzerne die im inland tätig sind.

Das Unternehmen kann auch aus dem Ostkongo kommen

wenn es österreichische Standards einhält.

Natürlich ist es verführerisch, österreichische Preise für die Leistung zu verlangen (von ÖBB und den Kunden) und zu ungarischen Kosten zu produzieren.

In der Dienstleistungsbranche ist Sozialdumping aber besonders problematisch, wenn dann ungarische Gehälter mit österreichischen Lebenshaltungskosten zusammen kommen, für die Angestellten.

Das sollte sich klarerweise die ÖBB zu Herzen nehmen, denn der österreichische Konsument erwartet für seine "premium Preise" mittlerweile immer stärker, dass er dafür nicht nur gute sondern auch sauber hergestellte Leistung bekommt.

Ich persönlich bemühe mich, nichts von für Sozialdumping bekannten Unternehmen zu kaufen. Zumindest so viel kann man beitragen.

das stelle ich an sich nicht in frage.

nur ist die feststellung, dass nicht-österreichische unternehmen per se in österreichischen zügen nichts verloren hätten eben nicht korrekt!

das impliziert eben, dass man prinzipiell keine ausländischen unternehmen als caterer bei den ÖBB haben möchte.
und ob das unternehmen aus- oder inländisch ist, ist prinzipiell ja egal!

Nein. Ist es nicht. Denn öbb wird nicht mit ausländischen Steuergeldern finanziert, sondern mit österreichischen.

A darf man, va. Bei derzeitigem wirtschaftlichen Problembereich, dem österr. Unternehmen im Inland gegenüberstehen schon erwarten, dass staatliche Betriebe der ôsterr. wirtschaft auf die Sprünge helfen und nicht den ausländischen. Ihre Einstellungen werden ja immer krasser.

das was sie schreiben ist im prinzip gleichzusetzen mit subjektiver auftragsvergabe.

das was zahlreiche bürgermeister betreiben: ich gebe den auftrag an das gemeindeeigene unternehmen, auch wenns doppelt so teuer ist.

vor dem hintergrund, dass in österreich oft unternehmen aufträge erhalten, die in irgend einer beziehung zu einem politischen würdenträger stehen, ist gerade das stark verurteilenswürdig!

Guter link:

http://www.heise.de/resale/ar... 12816.html
Warum das Überwiegendprinzip?
Dieser Spruch ist ja noch immer nicht arbeitnehmerfreundlich, obwohl er vorgibt, es zu sein.

jause?

es ist in den letzten jahren etwas uncool geworden, eine jause mitzunehmen, aber eine mehrstündige zugreise ist eine reise wie jede andere.
versteh nicht wirklich, warum man sich nicht bei jedem bahnhofsbilla sein semmerl etc. holt. (ausnahme: zeitmangel).
ein bisschen spielt aber auch das großkotzgehabe ne rolle, es ist ja sooo elegant zu fragen, was es alles gibt und dann ne bestellung mit sonderwünschen zu plazieen *g

ich glaube eher, dass das damit zusammenhängt, dass veile schlichtweg zu faul sind.

denn immerhin muss man ja jetzt nicht mehr ins restaurant vorlatschen, sondern man wartet einfach auf das fresswagerl.

und dass die weckerl dort evtl. etwas teurer sind, nimmt man gern in kauf.

"etwas teurer" ist gut gesagt. ich bin mal auf ne chips-tüte reingefallen ... die waren, glaub ich, abgezählt :-)

liebe rotstrichler

das sollte nicht heißen, das ich das verurteile. ist mir prinzipiell egal.

sollte nur eine erklärung sein.

im übrigen wäre ich dankbar für weitreichende informationen oder argumente, statt simpler negativbewertungen.

damit fange ich herzlich wenig an.

do&co - gelungene migration - wie schnell man sich den heimischen bräuchen und sitten anpassen kann wenn`s ums geld geht

vermisst eigentlich sonstwer santa-fe?

an dieser stelle hätte er.sie wieder wundervoll übergeleitet, warum solche praktiken mit einem
BEDINGUNGSLOSEM GRUNDEINKOMMEN
schlicht nicht möglich wären.

eine gesellschaft, die die schwächeren nicht absichert, züchtet sich radikale, destruktive elemente! wir sind zweifelsohne nicht alle gleich, sondern sehr verschieden in unseren begabungen, fähigkeiten sowie auch tagesverfassungen.

versuchen wirs mal gemeinsam statt mit dem gegeneinander fertigmachen und ausbeuten...in aller differenzierung!

Wenn einen das AMS an so eine Stelle vermittelt

darf man solche Drecksjobs nichtmal ablehnen xD

Netter Gag, inhaltlich aber falsch.

Ein Anruf bei der AK reicht (als Österreicher) und das Unternehmen fliegt auf.

Man kann aber zur AK gehen und einen ortsüblichen Lohn einfordern. ;)

ja soll vielleicht

das catering teurer sein, als die Bahnfahrkarte?!!?
Sicher nicht. Kein Wunder, dass dann am Personal gespart werden muss.
Mir egal
HAuptsache der Lokführer ist gut ausgebildet und verfährt sich nicht

noch nicht mal mitternacht, aber schon besoffen sein :-(((

Jeder Mensch der arbeitet hat das Recht auf anständige Entlohnung und faire Arbeitsbedingungen.

ekelhaft!!

..einfach verbieten,diese sklaverei!!!

das catering is mir wurscht, wenn ich noch nicht einmal anständig meine fahrkarte bekomme. auf beschwerden wird entweder gar nicht oder mit textbausteinen, die gar nichts mit der beschwerde zu tun haben, geantwortet.
also liebe öbb, wie soll ich bei euch im zug was kaufen, wenn ich gar nicht mal rein komme?

"also liebe öbb, wie soll ich bei euch im zug was kaufen, wenn ich gar nicht mal rein komme?"

versuchen sie es doch so wie alle anderen fahrgäste auch: DURCH DIE TÜR!!!
hunderte millionen reisende jedes jahr schaffen das. kopf hoch, sie bekommen das auch noch hin :-))))

Fahrkarten bekommen sie am Schalter, an Automaten und in Fernverkehrszügen im Zug.

ja das sag ich ja. online geht es nämlich nicht.

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