Leichnam vergewaltigter Inderin eingeäschert

30. Dezember 2012, 14:25

Leichnam kurz zuvor aus Singapur nach Neu-Delhi überführt - Anklage gegen sechs Verdächtige auf Mord ausgedehnt

Neu-Delhi - Die Leiche der von mehreren Männern vergewaltigten Inderin ist in Neu-Delhi eingeäschert worden. Augenzeugen zufolge verließ die Familie der 23-Jährigen am Sonntag ein Krematorium, von dem die Medien ferngehalten wurden. Erst kurz zuvor war die Leiche der Medizinstudenten in der Hauptstadt eingetroffen. Zuletzt war die Frau wegen ihrer schweren Verletzungen in einem Singapurer Krankenhaus behandelt worden, dort jedoch am Samstag verstorben. Sie war vor zwei Wochen in einem Bus von sechs Männern eine Stunde lang vergewaltigt worden. Die Anklage gegen die inhaftierten Verdächtigen wurde auf Mord ausgedehnt, wie die Polizei mitteilte. Die Polizei rüstete sich in der Hauptstadt für neue Proteste gegen Gewaltverbrechen an Frauen.

Auf dem Flughafen in Neu-Delhi beobachteten Augenzeugen die Ankunft von Ministerpräsident Manmohan Singh sowie der Chefin der regierenden Kongress-Partei, Sonia Gandhi. Es wird vermutet, dass die Politiker dort mit Angehörigen der Verstorbenen zusammentrafen.

Die Frau war am 16. Dezember nach einem Kinobesuch mit einem Freund in einen Bus gestiegen, um nach Hause zu fahren. In dem Bus wurde sie vergewaltigt, mit Eisenstangen geschlagen und schließlich mit dem Freund aus dem fahrenden Wagen auf eine belebte Straße in der Hauptstadt geworfen. Die Frau erlitt schwere Verletzungen am Kopf und musste mehrmals im Bauchbereich notoperiert worden. Medienberichten zufolge wurde bei der Vergewaltigung auch eine Eisenstange benutzt, was innere Verletzungen verursachte. Der Freund der Frau überlebte.

Demonstranten verlangen schärfere Strafen

In Neu-Delhi und anderen Städten verlangten Demonstranten, die Strafen für Verbrechen an Frauen zu verschärfen. Der Regierung wird vorgehalten, zu wenig gegen sexuelle Gewalt gegen Frauen zu tun. Frauenrechtlern zufolge werden in Indien Vergewaltigungen nur selten bestraft. Ministerpräsident Singh war heftig dafür kritisiert worden, dass er sich lange nicht zu der Vergewaltigung geäußert hatte. Nach den Protesten hatte er dann aber zur Ruhe gemahnt und die Tat ein "monströses Verbrechen" genannt. In einer TV-Ansprache hatte er zudem versichert, der werde alles tun, um Schutz und Sicherheit für Frauen in Indien sicherzustellen. In der indischen Hauptstadt wird laut Polizeidaten alle 18 Stunden eine Vergewaltigung gemeldet. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen.

Einige Mediziner in Indien hatten den Transport des Opfers nach Singapur als riskant bezeichnet und erklärt, die Frau erhalte bereits die bestmögliche Behandlung im eigenen Land. Andere Ärzte sagten indes, die Behandlungsmöglichkeiten in Singapur seien besser gewesen. Dennoch kamen Gerüchte auf, die Regierung habe die Studentin außer Landes bringen wollen, um möglichen Protesten im Falle ihres Todes etwas Luft zu nehmen. (Reuters, 30.12.2012)

 

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So schlimm es auch klingt,

der Tod der jungen Frau dürfte für den indischen Polit- und Verwaltungsapparat ein "Glücksfall" sein.

Denn mit Tötungsdelikten und deren Ahndung (inkl. Todesstrafe) tut sich die Indische Gesellschaft offensichtlich leichter als mit der alltäglichen und allgegenwärtigen sexuellen Gewalt gegen Frauen.

Es bedarf noch vieler Proteste!

The Times of India berichtet über mehrere aktuelle Vergewaltigungen mit Todesfolgen. Die Angehörigen trauen sich erst jetzt an die Öffentlichkeit, die allgemeine Entrüstung hat sie ermutigt. Da können die Gerichte in Indien jetzt zeigen, ob sie gewillt sind, die Situation der Mädchen und Frauen zu verbessern.

Ich bin für eine Solidaritätsaktion vor der indischen Botschaft. Wo sind die Demonstranten?

Kommt nur mir das so vor, oder gibts hier im Standard in den letzten Wochen exponentiell mehr manuell moderierte Foren als in den Jahren zuvor?

Finde ich persönlich sehr schlecht, auch wenn die manuelle Moderation ausgewogener zu sein scheint als früher ....

Kommt wahrscheinlich auch daher, dass diese Moderation gern bei Vergewaltigungs Beiträgen benützt wird und diese Delikte (oder die Berichterstattung darüber) zahlenmäßig auch sehr zugenommen haben. Beides grauslich, sowohl die zunahme in Bezug auf Vergwaltigung als auch die in Bezug auf Zensur der Usermeinung in dieser Angelegenheit.

Gott sei Dank!

Frauenthemen, MigrantInnenthemen. alles klar?

ich glaube nicht das es heute mehr vergewaltigungen gibt als früher.

ich denke der grund warum heute mehr vergewaltigungen als früher bekannt werden ist unter anderem auch die tatsache das die "frau die minirock und stöckelschuhe trägt ist selbst schuld" zeiten langsam aber sicher endgültig vorbei sind und daher auch mehr vergewaltigungen angezeigt werden als zu den zeiten wo eine frau die haut zeigt als billig und schlimmeres betrachtet wurde.

was nicht heißt das es heute nicht auch noch so is (teilweise), aber die frauen wurden u.a. auch mutiger zur polizei zu gehen denke ICH...

wie gesagt UNTER ANDEREM...

das kommt dir nur so vor, weil einerseits fast jedes forum zu den vergewaltigungen in wien und indien moderiert werden musste und seit 2 monaten auch foren unter todesmeldungen manuell moderiert werden.

bei den berichten zu den vergewaltigungen versteh ich, warum jedes 2te forum dicht gemacht wird. schon beim ersten bericht zum fall in der u6 waren so viele unglaublich schlimme beiträge öffentlich, dass nicht einmal die manuelle moderation was gebracht hätte, weil es 95% der beiträge nicht geschafft hätte.

RIP, möge dir im Jenseits besseres widerfahren als in diesem Leben.

davon können Sie ausgehen

wie auch immer das Jenseits beschaffen sein wird, sowas wird dort nicht möglich sein

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