Stronach vergleicht Niederösterreich mit Diktatur

31. Dezember 2012, 22:47

Wahlkampfauftakt: Milliardär hofft, Landeshauptmann Pröll die absolute Mehrheit abzunehmen

St. Pölten - Im Vorfeld der niederasterreichischen Landtagswahl am 3. März hat Frank Stronach in der Tageszeitung "Österreich" am Sonntag harte Töne angeschlagen und Niederösterreich mit einer Diktatur verglichen. Er hoffe, Erwin Pröll (ÖVP) die absolute Mehrheit zu kosten. Der Landeshauptmann sah das Antreten des kanadischen Milliardärs gelassen, stellte aber fest: "Vertrauen kann man sich nicht erkaufen. Mit Geld kann er seine Kandidaten einsammeln, aber keine Wählerstimmen."

Eine Diktatur sei immer schlecht für ein Land, so Stronach: "Denn derzeit kann man in NÖ nur vorwärtskommen, wenn man ein schwarzes Parteibuch besitzt. Er kritisierte weiters, dass Niederösterreich das Land mit dem größten Schuldenberg sei, was nicht so weitergehen könne. Er sei bereit, mit guten Lösungsvorschlägen mitzuhelfen.

Stronach kündigte in der Zeitung einen intensiven Wahlkampf des Team Stronach an. Da Niederösterreich ein sehr wichtiges Bundesland sei, werde er selbst auf der Liste stehen und sich persönlich engagieren.

"Mitbewerber wie jeder andere"

Für Pröll ist Stronach "ein Mitbewerber wie jeder andere". Einen Verlust der absoluten Mehrheit durch Stronach fürchte er nicht: "Wer mich kennt, der weiß, dass Angst keine Kategorie für mich ist." Bisher sei einzig klar, dass Stronach nicht in den Landtag einziehen wolle. "Fünf Jahre lang hat ihn und seine Söldner-Truppe sowie andere politische Gruppierungen, die jetzt antreten wollen, niemand im Land oder bei der Arbeit für Niederösterreich gesehen. Auch das werden die Wähler zu werten wissen", hielt der Landeshauptmann in "Österreich" fest.

Bei der Heeres-Befragung am 20. Jänner rechnet Pröll mit einer klaren Entscheidung für die Wehrpflicht. Für das Wahljahr 2013 sei er optimistisch: "Die Zeichen für die Bundes-ÖVP stehen gut." Es gebe eine positive Grundstimmung. (APA, 30.12.2012)

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Posting 826 bis 875 von 919
"frische und ehrliche politik"

Hahahaha ich brech ab!

Das meinen Sie aber jetzt nicht im Ernst???

Verwechseln Sie bitte nicht Populismus mit Demokratie!
Mit den Schulden, die Ihr Dr.Dr. zu verantworten hat, könnte man ganz N.Ö, mit Gold überziehen.
Wenn er als doppelter Dr. nicht den Grips hätte, wie man einfache Leute massenweise blendet, hätte er nicht so lange absolut regieren können. Der Rest der Stimmen sind seine Bauern und Raiffeisen, etc.

ihre Postings sind immer wieder sehr schön geschrieben.
Sarkasmus vom feinsten

Hahahahahahahaha sarkasmus oder:)

Propagandaposter vom Erwin-Onkel?

köstlich! danke !

..."jetz hurchens amol zua, herr wolf; ich BIN da woorheid und wos is schlecht an da woorheid?"

ohne weiterem kommentar...

stronach wäre auch nicht besser als neuer diktator,

man könnte alle landeshauptleute in die wüste schicken und den bundesrat dazu. würde enorme kosten einsparen. dafür könnten die gemeinden gestärkt werden.

Schwachsinn!!!

sobald Pröll weg bricht,

wird NÖ wohl zu einem zweiten Kärnten werden! Ich fürchte mich vor dem Tag, an dem sämtliche Korruptionsgschichtln in NÖ aufgedeckt werden!

Er wird nicht wegbrechen, nicht wegen Stronach. Bestenfalls verliert er einen Bruchteil von 1%, aber ich sehe auch seine Absolute nicht gefährdet. Wer ihn wählt, wählt ihn aus Überzeugung, und wenn ich in Klosterneuburg etwa ein Drittel für dasselbe Frühstück zahle, dass mich in Wien mehr als doppelt so viel Geld kostet, würde ich auch nichts an den Verhältnissen ändern wollen. Und so denken die meisten NiederösterreicherInnen.

Und Niederösterreich ist ohnehin schon ein zweites Kärnten, wenn dort auch das Finanzroulette gespielt wurde - was ja in allen Bundesländern mit Ausnahme von Vorarlberg der Fall sein soll. Wir haben nur noch keine offizielle Meldung.

Adam Riese für Arme?

Sie verkaufen Freiheit und Demokratie also für ein Frühstück, mmmh?

In jedem ländlichen Raum zahlen Sie weniger fürs Frühstück, als in einer Stadt.

Wenn Sie Preise in der Wr.Innenstadt mit einem Dorfgasthof in Klosterneuburg vergleichen, kommt es sicher hin. Aber in den Fremdenverkehrszentren von Kl. wird es schon anders aussehen.

ist das ein rätsel oder einfach nur schwachsinn?

"und wenn ich in Klosterneuburg etwa ein Drittel für dasselbe Frühstück zahle, dass mich in Wien mehr als doppelt so viel Geld kostet, würde ich auch nichts an den Verhältnissen ändern wollen."

1. mein tipp: das frühstück kostet in wien zwei drittel.

2. das können sie dem erwin erzählen, dass sie um 3-4 euro ein frühstück in klosterneuburgg bekommen.

3. falls es tatsächlich dasselbe frühstück ist, dass sie in wien bekommen, dürfte die preisdifferenz an den transportkosten nach wien liegen.

4. das frühstück werden sie auch im burgenland oder der steiermark im schnitt billiger als in wien bekommen. das dem erwin zuzuschreiben spricht für ein bissl viel naiivität.

Man beachte ja, mit welchen komischen Gründen hier der Status Quo verteidigt wird.

Haarsträubend und rückständig, als ob es in Österreich kein Fernsehen und keine Zeitschriften, etc. gäbe.
Wie macht der Mann das, aus den Niederöstereichern eine derart unaufgeschlossene Gesellschaft zu machen?

ad 1. Ich habe den Vergleich - ich habe an beiden Örtlichkeiten vergleichbare Frühstücke konsumiert, und ich habe ja schriftlich vorliegen, was die beiden Frühstücke gekostet haben. Und auch sie werden mir zustimmen, wenn ich jetzt sage: 5,80 Euro (NÖ) sind weniger als 50% von 13,20 Euro (Wien) - zugegeben, Wiener Kaffeehäuser sind je nach Lage auch mal teurer.

ad.2. Das ist Unsinn - siehe ad.1.

ad 3. Das ist mir eigentlich egal. Die Preisdifferenz an einem einzigen Faktor aufzuhängen, ist unrealistisch.

ad 4. Sie denken einfach nicht nach - ich habe gesagt, dass viele WählerInnen das dem sen. Pröll zuschreiben und dass er deshalb auf eine stabile Mehrheit zugreifen kann. Dass das so ist, weiß ich aus Gesprächen mit Menschen in NÖ.

Haben Sie auch den Vergleich der Betriebskosten,

sprich Miete, z.B.? Was allein in Wien die Miete für ein Geschäftslokal gleicher Grösse kostet, kann man sich vermutlich in Klosterneuburg 5 Lokale mieten um den Preis.

"etwa ein Drittel für dasselbe Frühstück zahle, dass mich in Wien mehr als doppelt so viel Geld kostet"

Ähm.

Ah, jetzt seh ichs - ja, das war unpräzise, wenngleich nicht falsch ;-)

Ich machs am besten in Zahlen:

NÖ: 5,80 Euro
Wien: 13,20 Euro

In beiden Fällen warens Kaffee, Gebäck (gleiche Anzahl, 2 Stück), Butter, Marmelade und ein bissl Schinken und Käse. Die symbolischen Gemüsestückchen gabs in beiden Fällen, in NÖ war aber mehr Abwechslung auf dem Teller ;-)

Also, ein Auftragsprüfer, sozusagen!

Denn selbst wird Ihnen das ja nicht eingefallen sein.

Nein, es war purer Zufall - ich war etwa zur gleichen Zeit, innerhalb einer Woche, an beiden Orten frühstücken.

Ich verstehs auch nicht, keine Sorge.

Er hat es jetzt noch einmal erklärt.
:-)

Pröll macht es vor,

dass es trotz Wahlen eine Diktatur gibt.

Das ist einen selbstgewählte Diktatur

und die ist das Ergebnis einer völlig irregeleiteten Demokratie.
Für eine wirklcih aufgeklärte Demokratie fehlt das informelle Niveau. Medie sind bei uns in allererster Linie Subventionsempfänger(auch dubiose Inserate gehören für mich zu diesen versteckten Subventionen) und beissen selten die Hand, die sie füttert.
Vor Irren geleitet für nicht weniger Irre, die sogenannten "Bauchgefühlswähler".
Ernszunehmend Politk wird hierzulande äusserst selten betrieben.

Deutsche Demokratische Republik

Hier gab es jahrezehntelang Wahlen, sowie in der UDSSR und im heutigen China.
Parteibücher sind in totalitären Staaten mehr oder minder Pflicht. (Deutschland hat eine Parteibuch durchsetzungrate von ca. 10% gegenüber Österreich, in absoluten Zahlen haben wir etwa gleichviel Partei/Vorfeldorganisationsmitglieder wie Deutschland)

Eine ähnliche Organisationsstruktur gibt es ja bereits seit 1936 in Österreich. Viele waren nicht direkt Mitglied der NSDAP sondern bei Vorfeldorganisationen (hat vielen das Überleben auch leichter gemacht - ohne Vorwürfe)

Ich denke, dass sich die Niederösterreicher

teilweise schon gar nicht mehr trauen, dem "Braten der ÖVP zu misstrauen". Ihr Vergleich aus diesen Vorzeiten der 2. Republik hat mich auf diesen Gedanken gebracht. Man wundert sich ja schon lange, wieso die Niederösterreicher so gar nicht misstrauisch werden all die Jahre. Es wird halt so eine "mir san mir" Mentalität sein. Frohes Aufwachen eines Tages. Die Wiener fangen schon an, es vorzumachen.

Darüber hinaus beachtenswert, daß die Parteien mit ca. 200 Mio Parteiförderung (ohne Mitgliedsbeiträge und Spenden) ja selbst Ihre Wähler pfegen
- Angestellte
- Auftragnehmer für Werbung, Catering, Events etc.
- tlw werden Firmen durch parteinahe oder parteien selbtst geführt
- Föderungen werden ebenso wie Auftragsvergaben in Gemeinden zumindest mit entsprechenen Farbverhalten vergeben bzw. beinflusst
- Pensionisten sidn ein Kapitel für sich, da offensichtlich ziemlich resistent und für die jeweilige Partei das Stammpublikum schlechthin

"Die Zeichen für die Bundes-ÖVP stehen gut." Es gebe eine positive Grundstimmung.

Für diese korrupte Retropartei? Von dieser Stimmung höre ich wenig. Eher, dass sich sogar Stammwähler von den "Groß"parteien abwenden. Wünsche ich übrigens auch dem machtgeilen Pröll, dass er zurück auf den Boden geholt wird.

wenn er nur nicht schon so extrem senil wäre

das einzig gute ist wohl dass er es schafft die absolute mehrheit vom pröll zu brechen.
aber selbst redet er eh nur unsinn, wenn ich mal an das zib interview denke, guter gott gebts ihm seine alstheimer medikamente und stellts ihn ruhig. und solche mitstreiter wie der fussi haben ja wohl auch noch gefehlt.

"aber selbst redet er eh nur unsinn"

... na dann hat er aber den Sprung zum Politiker geschafft.

Sie haben den Vorteil unabhäng vom Grad Ihrer Senilität

nie vergessen zu können wie man Alzheimer schreibt, weil Sie es nie wussten.

aber

genommen wird er die vielen fördermillionen vom lande noe sicher haben der franky für seine betriebe

Wenn dem so sein sollte,

was genau wäre daran zu kritisieren?

Für seine Betriebe sicher nicht.

Aber alle anderen nehmen die Millionen ja auch.
Auch wenn sie keinen Erfolg einfahren (siehe Liberales Forum z.B.,die hab ich sogar gewählt).

ein schöner Satz

Aber höchstens,

weil er sich möglicherweise für eine Vertonung anbietet! ;-)

Eine Diktatur ist nicht nur schlecht für ein Land, sondern vor allem auch füreinander Partei

So viel zu Stronach.

was ist eine "füreinander Partei" ????

Nichts. Ich wollte schreiben" für eine Partei" da ist mir das blöde Korrekturprogramm dazwischen gekommen.
Sorry

Frank hat Recht, NÖ ist eine Diktatur. An dem Statement ist nichts übertrieben. Demokratie ist nur was für Zurgraste und für Verräter.

Ich wollte mich für das Team Stronach in meinem Bezirk engagieren und wurde von meiner Familie bekniet, dies nicht zu tun, weil es sonst Probleme mit der Gemeinde geben werde. Und wenn ich als Zugraster (noch dazu aus dem bösen Wien!) hier Radau mache, dann kann ich mich gleich wieder schleichen.

In NÖ gibt es nicht einmal das geheime freie Wahlrecht!

Bei der letzten Wahl hat der Gemeinderat aus unserem Ort Stimmzettel mit bereits ausgefüllter Vorzugsstimme verteilt. Bei der Wahl dann: Entweder du nimmst einen Zettel vom Stapel (Achtung!) oder du sagst, du hast eh schon den vom Gemeinderat mit. Ich wollte natürlich sofort einen Skandal machen und eine Zeitung holen, aber schon damals wurde ich bekniet, nur ja bitte keinen Krieg im Dorf!

Das ist doch jetzt nicht wirklich wahr, oder?

Wenn doch, dann unfasslich!

siehe link weiter unten. das ist sogar legal in NÖ (allerdings nur hier)

Sehen Sie, hatte ich doch recht mit meinem Post weiter oben.

Das ist eine sogenannte "geschlossene Gesellschaft", wie die DDR.
Ich könnte mir so etwas auch in Tirol vorstellen.

und haben Sie sich nur engagiert für das team stronach oder nicht?

ich war zu einem vorgespräch dort und bekam am ende das angebot eine bezirksgruppe aufzubauen (eherenamtlich). das konnte ich aber aus besagten gründen nicht. dass stronach massenhaft leute einkauft, ist ein märchen. wer sich die lokalpolitik bei einer oppositionspartei antut, muss eine gehörige portion idealismus mitbringen.

AH OK. und in welchem bezirk wären Sie tätig geworden?

das sag ich jetzt nicht, weil dann könnte ich gleich meinen namen hier posten ;-)

sind sie vielleicht vom team stronach?

ps: wie problematisch ein solches engagement werden würde, wurde mir erst nach diesem vorgespräch so richtig bewusst.

Posting 826 bis 875 von 919

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