Pakistan: 21 entführte Soldaten von Taliban erschossen

29. Dezember 2012, 22:48
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Leichen wenige Tage nach Angriff auf Ausbildungscamp gefunden

Peshawar - Taliban-Kämpfer haben nach offiziellen Angaben 21 pakistanische Soldaten erschossen, die am Donnerstag im Nordwesten des Landes entführt worden waren. Die 21 von Kugeln durchsiebten Leichen seien in einer unbewohnten Gegend gefunden worden, sagte ein örtlicher Regierungsvertreter, Naveed Akbar, am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Ein weiterer Soldat sei lebend geborgen und in ein Krankenhaus gebracht worden. Einem anderen entführten Soldaten sei unverletzt die Flucht gelungen.

Rund 200 schwer bewaffnete Kämpfer hatten am Donnerstag zwei paramilitärische Trainingslager der Regierung nahe der Stadt Peshawar, unweit der nordwestpakistanischen Stammesgebiete, gestürmt. Sie töteten zwei Sicherheitskräfte unmittelbar und entführten mindestens 23 weitere. Die Angreifer waren mit schweren Waffen wie Mörsern und Raketenwerfern ausgerüstet.

Ein weiterer Regierungsvertreter, Gul Shehzad, sagte, die Behörden hätten einen Hinweis erhalten, dass vier Kilometer außerhalb des Lagers Leichen in der Wildnis lägen. Demnach wurden die Soldaten an den Händen gefesselt, bevor sie erschossen wurden. Die Taliban hätten sich zu der Tat bekannt.

Die Taliban in Pakistan sind zwar mit den gleichnamigen Islamisten in Afghanistan verbündet, stellen jedoch eine eigene Gruppe dar. Unter den Namen Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) haben sie Angriffe auf pakistanische Soldaten und Zivilisten verübt. Zuletzt wurde über einen Machtkampf an der Spitze der TTP spekuliert. (APA, 29.12.2012)

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