Haselsteiner: Stronach wird mit Polit-Engagement sein Image ruinieren

29. Dezember 2012, 13:52
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"Stronach falsch beraten"

Wien/Salzburg - Der Vorstandsvorsitzende des börsennotierten Baukonzerns Strabag, Hans Peter Haselsteiner, hat am Samstag - im Lichte des Finanzskandals im Bundesland Salzburg - gemeint, dass ihm "die Galle hochkommt, wenn es von Landeshauptleuten heißt, die Budgethochheit der Länder darf nicht gefährdet werden, die Strukturen aber schlicht überfordert sind". Er wandte sich zudem gegen eine Vermögenssteuer; den Themen Vermögensertrags-, Erbschafts- und Schenkungssteuer müsse man sich aber stellen. Am Polit-Engagement Frank Stronachs ließ Haselsteiner im Ö1-Mittagsjournal auch kein gutes Haar.

Stronach werde sich mit seinem Ausflug in die Politik sein Image ruinieren, was Haselsteiner als "bedrückend" bezeichnete. "Stronach ist hier falsch beraten" und werde nach einer Legislaturperiode als politische Eintagsfliege enden. Ein Einzug des Team Stronachs nach den Nationalratswahlen ins Parlament werde am maroden Gesamtzustand der Politik zudem "nichts ändern". "Ohne ein fundiertes Programm gibt es auch keine Berechtigung, in die Politik zu gehen", teilte Haselsteiner, ehemaliger Politiker des Liberalen Forums, aus.

Die Politik erzürnt Haselsteiner derzeit offenbar besonders, denn zum Superwahljahr 2013 äußerte er keine Hoffnungen, sondern die Befürchtung, dass es Enttäuschung und Entmutigung bringen werde - "wenn die Parteien nix dazulernen". (APA, 29.12.2012)

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