Rekrutierung für österreichische "Profi-Miliz" läuft schleppend

29. Dezember 2012, 09:47
  • Bisher haben sich nur 177 Personen für das Pilotprojekt gemeldet.
    foto: apa/hochmuth

    Bisher haben sich nur 177 Personen für das Pilotprojekt gemeldet.

Bisher nur 177 Soldaten gefunden - Im Ministerium wird ab 1. Jänner auf Rekruten-Kraftfahrer verzichtet - Offiziere sollen mehr mit den Öffis fahren

Wien - Für das von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) initiierte Pilotprojekt "Profi-Miliz" haben sich bisher nicht ausreichend geeignete Kandidaten gefunden. Das Versuchsprojekt sieht die Aufstellung zweier Pionierkompanien mit jeweils 115 Milizsoldaten und zwölf Soldaten als Personalreserve vor. Gefunden haben sich bisher nur 177 Soldaten. Ziel des Ministers war es, bis Jahresende beide Kompanien zumindest zu 90 Prozent zu befüllen. Das wurde nicht erreicht, wie aktuelle Zahlen aus dem Ressort, die der APA vorliegen, zeigen.

Ministerium: Strenge Auswahlkriterien

Für die Pionierkompanie in Niederösterreich wurden bis jetzt erst 81 Soldaten gefunden, das sind 70 Prozent Befüllungsgrad. Die Pionierkompanie in Salzburg hat bisher 96 Soldaten, das sind 83 Prozent Befüllungsgrad. Im Berufsheer-Modell von Darabos sind insgesamt neun solche Pionierkompanien vorgesehen. Das sind mehr als 1.000 Pioniersoldaten. Die gesamte Miliz von Darabos soll 9.300 Soldaten umfassen und bei Katastropheneinsätzen mobilisiert werden. Dass sich bisher nicht ausreichend Soldaten gefunden haben, begründet man im Ministerium u.a. mit den strengen Auswahlkriterien.

"Mit Salzburg sind wir zufrieden, in Niederösterreich gibt es noch Luft nach oben", sagte der Sprecher des Ministers auf APA-Anfrage. Man habe "sehr strenge Auswahlkriterien angewandt, weil ausschließlich ausgebildete Pioniere aufgenommen wurden". Pilotprojekte seien zudem dazu da, um aus den Erfahrungen zu lernen. Man sehe im bisher erreichten Befüllungsgrad aber "überhaupt kein Problem". Denn es gebe weiterhin laufend Eignungsüberprüfungen.

Systemererhalter-Tätigkeiten ohne Rekruten

Mit 1. Jänner 2013 wird zudem das zweite von insgesamt drei Pilotprojekten zur Erprobung eines Berufsheeres ausgeweitet. An vier Standorten werden keine Rekruten mehr für die Systemerhaltung eingesetzt: Das sind das Ministerium selbst, die Führungsunterstützungsschule in der Starhemberg-Kaserne und das Kommandogebäude General Körner in Wien sowie die Khevenhüller-Kaserne in Klagenfurt. An zwei anderen Standorten - im Amtsgebäude Franz-Josefs-Kai in Wien und am Truppenübungsplatz Seetaler Alpe in der Steiermark - werden bereits seit Dezember 2012 Systemerhalter-Tätigkeiten wie Wache, Koch, Kellner und Chauffeure nicht mehr von Rekruten ausgeübt. Ersetzt werden die Wehrdiener laut Ministerium durch Auslagerung der Aufgaben, durch technische Maßnahmen und Übertragung der Tätigkeiten auf Zivilbedienstete, Überstand-Personal, Leiharbeiter oder Lehrlinge.

Im Ministerium in der Rossauer Kaserne werde ab 1. Jänner auf die Hilfsdienste von 22 Rekruten (im gesamten Jahr sind es im Zuge der Rotation 66 Personen) verzichtet. Dabei handle es sich um Köche, Küchengehilfen, Kellner, Kraftfahrer und Webdesigner. Die Köche und Küchengehilfen würden durch Personal des Ressorts nach interner Umschichtung und die Kellner durch Lehrlinge ersetzt. Längerfristig sei angestrebt, die Cafeteria an einen zivilen Betreiber zu übergeben.

Gestrichen werden laut Kabinett weiters acht Rekruten-Kraftfahrer. Diese würden aber nicht "wie vom Generalstab vorgesehen" durch Berufsfahrer ersetzt. "Stattdessen wird vermehrt auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgegriffen bzw. durch den Berufskader selbst gefahren", hieß es aus dem Kabinett. (APA, 29.12.2012)

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Strenge Kriterien?

Ein SP Parteibuch? Ein Politologiestudium?

Beim Fitnesstest durchgefallen?

und die auslagerung der tätigkeiten

kostet nix?

oder müssen da private firmen bezahlt werden?
was kostet dies?
und wer sind diese firmen?
extra gegründet von freunden?

Leute wie sie "vergessen" absichtlich, dass es HOHE Kosten sind, wenn einem jungen Mann 6 Monate Freiheit genommen werden, er 6 Monate lang kein Erwerbseinkommen hat und für jeden Präsenzdiener 6 Monate lang auf dessen Beitrag zum Staatshaushalt (sprich seine Steuern) verzichtet werden muss!

1) Ihre These setzt Vollbeschäftigung voraus, die wir bei weitem nicht haben.
2) Das Bundesheer in der "Spanocci" Gliederung war, speziell in wirtschaftlich schwächeren Regionen ein nicht zu unterschätzender lokaler Wirtschaftsfaktor. Es lebte der lokale Bäcker, Fleischer etc.
3) Besser Personen von der Straße zu holen, diese in eine sozialversicherte Position beim Heer stecken, als auf der Straße randalieren zu lassen => es wird eine Aufgabe geschaffen, vielleicht kann sich wer mit dem Beruf Soldat sogar identifizieren, macht Matura (im übrigen bezahlt) und wird Offizier.
Man muss jede Änderung langfristig sehen und nicht nur von Wahl zur Wahl, ebenso ist Europa alles andere als ein sicheres Pflaster, speziell im Osten.

"Längerfristig sei angestrebt, die Cafeteria an einen zivilen Betreiber zu übergeben."

Dieser neue Betreiber zahlt dann Pachtzins ans Ministerium, was soll da etwas kosten??

Eventuell kostet für Unteroffiziere das Wiener mit Pommes und Salat künftig etwas mehr als 2,20 Euro und das Krügel Bier mehr als 70 Cent -- was mir als normalem Bürger aber relativ egal ist.

Bei den Auslagerungen ist die von Ihnen genannte Cafeteria nur ein Teil. Was ist mit den restlichen?

laut Darabosa soll die russische Armee die Wartung der österr. Panzer übernehmen ...

das soll wieder viel Geld sparen!!!

Es gibt diverse Probleme mit den ausgelagerten Küchen und dem Essen für die Kompanien, dort wo man es krampfhaft versucht.

Aber das erfährt man nur von Soldaten selber, die Presse traut sich wohl nicht drüber.
Z. B. bauliche Geniestreiche in Salzburg (Einfahrten mit Ruhestörungscharakter), organisatorischen Schmafu, Qualität auf Grund des "Vorkochens" teilweise zum Vergessen, usw...

Hahaha, wenn sich schon für die erste zwei Einheiten keine Soldaten finden, dann kann man ja erahnen wozu das führen wird! So wie in Deutschland wird dann auch hier jeder schiesswütige Debile aufgenommen, weil ja vernünftige Menschen niemals dafür zu gewinnen sein werden.

Und im Wehrpflichtsystem wird ausnahmslos jedem eine Waffe in die Hand gedrückt. Ist das besser?

Hier obliegen sie einem Irrtum.

Im zuge der Stellung wird unteranderem auch ein psychologischer Test durchgeführt (eine erweiterter Test basierend auf den Psychotest für Waffenpassbeantragende), bei dem Personen ausgemustert werden, die zum Tragen von Waffen nicht geeignet sind.

Wie zuverlässig sind solche Tests?

Mindestens so zuverlässig wie der Test, denn sie

machen müssen um einen Waffenpass zu bekommen.
Da man auch einen Waffenpass beantragen kann, wenn man bei der Stellung als nicht für den Dienst mit einer Waffe geeignet eingestuft wird, müsste das Heer bei seiner Beurteilung strenger sein als die zivilen Stellen.

Danke, ich war selbst bei der Stellung und der Test war ein Witz. Niemand war länger als ein paar Minuten beim Psychologen und da wollen Sie mir erzählen, dass er erkennen kann, in welchem psychischen Zustand ein junger Mann ist.

Naja, dieselbe Art schießwütiger Irrer halt, die jetzt schon Berufssoldaten sind. Sollte man die Ihrer Ansicht nach erst mal alle der Unterbringung zuführen?

darabos wollte die 2 kompanien schnell aufstellen. daher hat er nur ausgebildete pioniere genommen. sein fehler.
und der 2. fehler war, keine kompanie in villach aufzustellen. dort hätte er, selbst bei einschränkung auf ausgebildete pioniere, viel eher genug freiwillige gefunden. in kärnten hat das bh bei weitem den höchsten stellenwert.

Die Einschränkung nur ausgebildete Pioniere aufzunehmen

ist rasch gefallen. Am Ende mussten sogar Milizsoldaten (z.B. mein Bruder) zu dieser Formierungsübung als SWÜ einrücken um die Zahlen aufzufetten, und weil man hoffte dass sich bei der SWÜ doch noch ein paar melden würden. (in Wahrheit sind es nähmlich noch weniger als die vom Minister präsentierten Zahlen)
Auch in Kärnten würde er nie eine ganze Kp zusammen bekommen, weil die Bedingungen kaum mit einem Job vereinbar sind.
Wie alle Pilotprojekte darabos ist auch das eine Totgeburt, die ediglich zeigt wie undurchführbar die Idee einer Berufsarmee ist.

VIelen Dank für die Information! Bei meiner letzten BWÜ wurden auch die Milizkompanien präsentiert, und ich habe nirgendwo etwas von ausgebildeten Pionieren gehört oder gelesen. Ich dachte schon, ich hätte gravierend etwas übersehen.

Bei mir war es übrigens so, dass ich mir vor der Präsentation durchaus vorstellen konnte zu einer der Milizkompanien zu gehen.

Als ich die Rahmenbedingungen hörte schwand meine Begeisterung aber. Ich bin gern in der Miliz, habe aber auch gerne einen Arbeitsplatz.

Da geht es ihnen wir den meisten Milizlern. Überlegt haben es sich viele, aber so wie das konzipiert ist, kann es nicht funktionieren. Da macht kein Arbeitgeber länger mit, womit vorwiegend Arbeitslose übrig bleiben werden.

Interessanter ist ja, was sich so alles gemeldet hat. Mein alter MobUO ist (bzw. war) einer der zugeteilten VerwaltungsUOs, die die Meldungen zu bearbeiten hatten. Da hat sich das HowisHow der oberösterreichischen Neonaziszene gemeldet! Vom Wehrdienst ausgeschlossen, haben die gehofft sich so rein schummeln zu können und um ihre Chancen zu verdoppeln haben sich die meisten davon gleich für beide Kps gemeldet. Aber der größte Witz an der ganzen Sache; um höhere Zahlen an die Medien weiter geben zu können, wurden die auch doppelt gezählt.
Wenigstens wurden sie nicht genommen. NOCH! Wenn man sich die Erfahrungen aller anderen Berufsarmeen ansieht, ist das leider nur eine Frage der Zeit.

Darabos hat seine Chance gehabt. Er hat sie nicht genützt. Nach dem 20. Jänner wird es einen Ministerwechsel geben!

und darabosa wird Gemeinderat von Ungarisch-Minihof!!

Der Verteidigungsminister als Kanonenfutter

bevor er die Partei noch tiefer in den Abgrund reißt.

Das würde ich mir zwar wünschen...

... Nur glaube ich nie, dass Darabos auf das Ministergehalt verzichten wird. Werte, Ansehen, ... sind ihm ja nachweislich wurscht - es geht ihm ja nur ums abcachen - und darum, seiner Familie Einnahmen zu sichern (vgl. den ASSE zur Herstellung eines subjektiven Sicherheitsgefühls und damit seine Family an Unterkunftgeben ordentlichst verdient).

Ich tippe daher darauf, dass er bleibt und mit mehr Elan als bisher das Heer gegen die Wand fährt.

Darabos ist nicht so schlecht, wie ihm angedichtet wird,

er muss als guter VM auch nicht Soldat gewesen sein,
oder ist der gute Manager eines Bauunternehmens Maurer gewesen ?

Und eines ist auch klar: Bei einem sochen Mamuntprojekt, das seinesgleichen sucht, fallen Späne und man hat gehörige Shitstorms zu meistern.

Ernst Strasser, der die Polizeireform durchgedrückt hat, war bei den Betroffenen auch äußerst unbeliebt!

@harti01

Also dieser Vergleich hinkt gewaltig. Der Strasser und der Darabosa sind zwei völlig verschiedene Gestalten! Der Darabosa ist wirklich nur ein harmloser Parteisoldat ohne
den Funken einer Machtbasis in seinem eigenen Ministerium, sodass er auch nix durchsetzt! Der Strasser ist zwar kriminell, aber Durchsetzungsvermögen hatte der immer, auch weil er ungemein skrupellos ist!!!

er muss als guter VM auch nicht Soldat gewesen sein

niemand sagt, dass er soldat gewesen sein muss.
ich habe es sogar begrüßt, dass KEIN soldat VM wurde, da er sicher einen anderen blick auf das ganze hat und somit objektiver an verschiedene themen angehen kann (z.b. sieht man ja im fußball, das funktionäre, welche vorher im eigenen verein sich nicht an alle themen hintrauen!).

das er aber TROTZDEM mehr als rückstrittreif und inkompetent ist, trifft meines erachtens trotzdem zu.

Hmm...

Ich teile ihren Punkt "Ein guter VM muss nicht Soldat gewesen sein" grundsätzlich schon.

Aaber bei Darabos sieht es doch etwas anders aus: Er war zu Zeiten der Gewissensprüfung beim Wehrersatzdienst. Kurzum: Selbst wenn eine Waffe zur Hand gewesen wäre und jemand vor seinen Augen seine Frau und seine Kinder vergewaltigt und tötet, hätte ihm sein Gewissen verboten, eine Waffe anzurühren um ihnen zu helfen.

Nach ein paar Jahren SPÖ hat er nun kein Problem, zigtausende unter Waffen zu befehlen? Sorry, da passt was nicht. Sollte man bei der SPÖ derart sein Gewissen verlieren? Auch dann ist er als VM ungeeignet.

"Bei einem sochen Mamuntprojekt... fallen Späne" - es wäre besser, wenn er es verfassungskonform anginge...

Folgendes....

"Gewissensprüfung" ist so und so lächerlich, alleine die absolut abstruse Fragestellung die sie anführen bzw. die damals vor Jahrzehnten gestellt wurde, da sind wir heute schon wo anders, d.h. Darabos ist auch wo anders !

Ist nicht auch ein Finanzminister denkbar, der in seiner Jugend mal gegen das ausbäuterische Finanzsystem demonstriert hat. Also so herausragend ist der Job eines VM in Österreich nicht, als daß das nicht zusammenginge, das wäre etwas anderes in einen Land in dem der Krieg vor der Türe steht.....

Ich finde nicht, das Darabos unverfassungsm. rangeht, und auch bei verfassungsm. Vorgehen kracht es fürchterlich im Gebälk, denn wie gesagt, er macht sich dort nicht nur Freunde !

Der Vergleich mit Ernst Strasser wird aber Darabos gar nicht gefallen! ;-)

wieso, kann er besser englisch?

Wer nicht?

...ist der gute Manager eines Bauunternehmens Maurer gewesen ?

Na ein Geschichtelehrer wird vermutlich kein guter Manager eines Bauunternehmens, weil er net amal weiß wie Beton riecht, wenn man in anrührt...

das muss ein Manager auch nicht wissen,

sondern: tausend andere Dinge, die mit Management/Führung zu tun haben, wie Beton riecht ist nicht mals secondär.

Ein Chef der von der täglichen Arbeit keine Ahnung hat, kann kein guter Chef sein.

Wie soll er die Bedürfnisse und Probleme bzw. Wünsche der Arbeiter/Angstellten sonst jemals wirklich verstehen?

Der Geschäftsführer eines Bauunternehmens muss nicht zwingend Maurer gewesen sein

aber er sollte zumindest mal einen Ziegelstein in den Händen gehalten haben, damit er auch weiß wovon er spricht.

Was die Befürwörter des Berufsheeres nicht verstehen (wollen):

man geht nur zu einem Berufsheer, wenn es
a) interessant ist oder
b) man sonst keinen Job kriegt.

Ami-Land ist ein gutes Beispiel dafür:

a) deswegen, weil die nicht nur logistische Auslandseinsätze schieben sondern richtig "Krieg" spielen und
b) deswegen, weil in strukturschwachen Gegenden die verzweifelten jungen Männer im BH den einzigen Arbeitgeber finden

Wer so dämlich ist und glaubt, dass das "Profiheer" für Österreich auf Dauer sinnvoll zu befüll ist, ist ein naiver Idealist.

Äh, die US-Streitkräfte sind ein sehr schlechtes Beispiel für eine Armee im Allgemeinen, weil sie seit langem einen der größten Fehler vormachen, den man in einer Armee überhaupt machen kann:
Sie "erziehen" den Großteil ihrer Soldaten zu einer "Sir, Yes,Sir"-Mentalität und legen oft zu wenig Wert darauf, daß ihre Soldaten auch kritisch denken, wenn es notwendig und angebracht wäre.

Da besteht meiner Meinung nach ein deutlicher Unterschied zu anderen Berufsarmeen (als ein Gegenbeispiel fallen mir zB die Streitkräfte Großbritannniens ein).

Ich habe lange und intensive Gespräche mit englischen Studienkollegen geführt die eine Karriere bei der britischen Armee anstrebten. Eigentlich die wenigstens davon waren von der Aussicht, tatsächlich in den "Krieg" ziehen zu müssen, begeistert. Es war auch niemand scharf darauf zu töten, sondern man akzeptiert das als unabwindbaren Teil einer Beschäftigung im Sicherheitsapparat.

Gerade die "langweiligen" logistischen Einsätze, die oftmals ja auch Teil einer humanitären Operation sind, ziehen da mehr Menschen an - gerade auch weil man dabei Skills entwickelt die auch anderweitig einsetzbar sind. Soweit auf jeden Fall auf der Offiziersebene.

Punkt b trifft mit ziemlicher Sicherheit auf die Infanterie zu.

mei liab, sind das jetzt grimms märchen auf 2012 niveau?

humanitäre operationen im namen der britischen armee - selten so gelacht - verry british.

Jo, wird sein, dass die wenigsten Lust auf echten Krieg haben.

Aber, ich glaube dass alleine die österreichischen Friedenseinsätze im Ausland lange nicht genug sind, um ein ganzes Berufsheer bei Laune zu halten.

Derzeit haben viele im MIlitär die Aufgabe, Rekruten auszubilden und einige hundert pro Jahr gehen auf Auslandseinsatz.
Wenn du die Ausbildung der Rekruten abziehst, bleiben gewissermaßen tausende Soldaten übrig, die nichts zu tun haben, denn es wird auch in Zukunft zu wenig Geld für regelmäßige Übungen vorhanden sein und wirkliche Katastropheneinsätze sind selten...

müssen wir ein Berufsheer bei Laune halten???

Heim schicken mit Grundeinkommen ist billiger+effektiver.

Ja, müssen "wir".

Wobei bei Laune halten auch bedeutet, daß ein Soldat stets die Gewißheit hat, daß er den vollen Rückhalt "seines Staates" genießt, solange er seinen Job ordentlich macht.
Dazu gehört zB nicht nur das Befolgen von (legitimen!) Befehlen, sondern auch das Einhalten von Genfer Konvention, Haager Landkriegsordnung etcetera.

Bundesheer und Tugenden

Aber vielleicht denken wir alle zu kompliziert. Vielleicht lernt man beim österr. Bundesheer wirklich genau jene Tugenden, die man später im Leben als österr. Staatsbürger braucht:

- sinnlos besaufen
- schikanieren lassen
- Obrigkeitsgehorsam entwickeln
- nach oben buckeln und nach unten treten
- irgendwie durchlawieren
- sinnlos Zeit totschlagen

So gesehen ist das österr. BH tatsächlich eine Schule des Lebens.

Ich habe in der Kaserne außer ein paar Bier im Soldheim nichts getrunken. Beim Fortgehen niedergesoffen hab ich mich auch nie.

Schikaniert wurde faktisch nicht.

Obrigkeitsgehorsam ist ein blöder Begriff. Wer beim Militär ist, und sich nicht der Tatsache bewusst ist bzw. sich nicht damit abfinden kann, dass Militär ohne Befehlsgehorsam nicht funktioniert, sollte besser Zivildienst gemacht haben.

Nach oben buckeln und nach unten treten - Phrasendrescherei..was soll das groß heißen?

Irgendwie durchschlawieren...Ich glaube, der Wille, die Dinge gewissenhaft zu machen ist da.

Zeit totschlagen: Ebenso ein Umsetzungsproblem! Und: Erklären Sie das mit dem Zeit totschlagen dann den tausenden Berufssoldaten die nichts zu tun haben???

Des sind *ALLES* (und ganz besonders das Saufen!) Dinge, die der Österreicher auch ganz ohne das ÖBH hervorragend beherrscht!

ja eh

ich habs auch irgendwie geschafft. was sollen erst ÖBB oder post bedienstete sagen?

nicht von sich auf andere schließen.

Tschuldigung, aber das ist die Realität. Und seit ich keinen Alk mehr trink, fällt das erst so richtig auf!

Wer an gewissen Dingen und Pflichten immer nur das negative sieht, ist selber schuld.

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