Feuerwerkskörper: Lädierte Finger, kaputte Autos und konfiszierte Knaller

28. Dezember 2012, 19:12

Der Einsatz von pyrotechnischen Gegenständen rund um den Jahreswechsel birgt Risiken

Wien - Wenn es rund um den Jahreswechsel bum! macht, kann das unangenehme bis verheerende Folgen haben. Etwa 1000 schwerere Unfälle gibt es jährlich bei der Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen, rechnen die österreichischen Handchirurgen vor. Besonders häufige Ursachen: zu langes Halten von Knallern in der Hand und der Versuch, nicht explodierte Sprengkörper ein zweites Mal zu zünden.

Günstige Böller nicht immer sicher

Wobei man vor der Zündung schauen sollte, was für ein Produkt man in den Händen hält, warnt das heimische Bundeskriminalamt. Denn besonders günstige Böller aus Tschechien, der Slowakei und Ungarn sind nicht immer sicher. Der Grund: Die Lagerung erfolgt oft nicht sachgemäß. Dadurch können die chemischen Reaktionen im Inneren der Knaller zu unvorhergesehenen Ergebnissen führen.

Bis zu 3600 Euro Strafe für Schweizerkracher

Auch wenn man es nicht merkt - tatsächlich beschlagnahmt die Exekutive jedes Jahr mehrere Tonnen an pyrotechnischen Gegenständen. Und es wird sogar gestraft. Denn in Wien beispielsweise ist das Abfeuern von Schweizerkrachern und Raketen im Ortsgebiet und in der Nähe großer Menschenansammlungen untersagt und kann bis zu 3600 Euro kosten.

Teuer kann es auch werden, wenn das Auto zum Ziel eines Feuerwerkes wird. ÖAMTC und ARBÖ empfehlen daher, den Wagen über den Jahreswechsel in eine Garage zu stellen. Denn der Verursacher eines Schadens ist kaum feststellbar - ist man nicht kaskoversichert, muss man selbst zahlen. (moe, DER STANDARD, 29./30.12.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 98
1 2 3
Wer glaubt, im 21. Jhdt immer noch böse Geister durch Knallkörper austreiben zu müssen, der braucht Hilfe! Aber rasch.

Beeindruckend an der Knallerei war einzig die Smog- und Feinstaubwolke, die sich - heuer besonders gut sichtbar - über Wien legte.

und wer denkt....

dass es bei dem normalen blödsinnigen Rumgeballere um Tradition geht, der braucht eventuell Unterricht in Wirtschaftskunde. Denn um mehr als um Umsatz und Gewinn geht es den Verkäufern nicht, um was es den Käufern geht, läßt sich sachlich indess wohl nicht erforschen.

Also weitere Milliarden, die wohl zum Großteil nach Ostasien wandern.
SB

jetzt soll es neue Böller geben:

Die Rakete geht los(macht Bumm), aber der Dummkopf(Pummperer) bleibt stehen:)

Nicht mehr herstellen dann ist bald ruhe!! Das ganze glump

jedes jahr dasselbe. bei uns im bezirk schießen die jugos schon seit zwei wochen mit ihren piraten herum.

Ich weiß ja nicht,...

...in welchem Bezirk Sie wohnen, dass Sie offenbar mit 100%iger Sicherheit sagen können, dass "...die Jugos.." herumballern. Was ich aus eigenen Beobachtungen auch feststellen kann, ist dass auch in meinem Wohnbezirk (20ster) bereits seit vor Weihnachten Böller gezündet werden. Ich glaube aber nicht, dass es nur "...die Jugos" sind.

sogar hundebesitzer knallen herum.

dabei müssten die doch kapieren, dass Tiere darunter leiden, wenn ihnen schon die menschen egal sind.

wer überhaupt diese schweizer-kracher verwendet, das wird mir immer suspekt bleiben.

wenigstens werden ein paar sich selbst beschädigen. anders kapieren sie es nicht.

Sehr effizient

Von allen guten Geistern verlassene feuern Böller ab um die bösen Geister zu vertreiben - Das Ziel (eine geistlose Gesellschaft) wird so ohne Umweg realisiert und die Realität zeigt jährlich - ES FUNKTIONIERT.

Da kann die Exekutive noch so drakonisch strafen ;o)

[...]in Wien beispielsweise ist das Abfeuern [...] in der Nähe großer Menschenansammlungen untersagt und kann bis zu 3600 Euro kosten.

Die solln zu Silvester mal in der Innenstadt strafen gehen.
Diverse Budgetprobleme für das nächste Jahr wären gelöst...

Tja gehen sie nicht die kaperln

kann mir wer erklären, was an den Krachern so lustig sein soll? Die Raketen versteh ich ja, die sind ja bisweilen ganz schön.

Aber diese dummen Kracher? Was hat man da davon, außer ein unangenehmes Rauschen im Ohr, nachdem man ein paar Dutzend davon unters Volk geschossen hat?

naja das sind vermutlich die gleichen leut, die sich freuen, wenn ihr auto oder motorrad möglichst viel unnötigen lärm macht, anstatt möglichst wenig, wie man es normalerweise haben wollen würde

Offenbart werden die unnötigen Schweizerkracher überhaupt verboten, auch im Verkauf - hab schon ein paar “Decken Sie sich noch rechtzeitig ein!“-Sonderangebote gesehen ;o)
Das wird dann super, wenn die Dinger noch jahrelang irgendwo unsachgemäß gelagert werden ;oP

Ich liebe ja Feuerwerk - aber oben und sichtbar.
Die blöden Kracher, die einem von noch blöderen Leuten aus dem Fenster vor die Füße geworfen werden, braucht echt keiner.

Mir gefällt der Widerspruch:
"besonders günstige Böller aus xy" richtig gut.

Ist jedem seine Sache, nur grundsätzlich ist es doch so dass günstig eben billiger sein soll.
Hierbei suggeriert sich der Käufer von supergünstigen Böllern, ein Schnäppchen gemacht zu haben.
Der Böller ist aber ein Vogerl.
Wo ist denn das Schnäppchen, wenn sich die Ware in Luft auflöst hat?
Warum kauft der "clevere Schnäppchenjäger" nicht Qualitätsware, die klarerweise auch mehr kostet?
Kann er sich das nicht leisten?

auch die teuersten böller sind nach ihrer verwendung weg

Natürlich sind die weg. Der Unterschied ist aber, dass teure=normale Böller leistbar sind.
Günstige=billige Böller sind die Alternative, da teure Böller nicht leistbar sind.
Das heißt, obwohl beide Varianten den gleichen Effekt haben, greift der weniger finanziell Bemittelte zur Spar-Version um sein "bisschen" Geld trotzdem wortwörtlich zu verballern.

Böllerkauf...

...die meisten kaufen übers internet (polen) weil es 01.) oftmals günstig ist
02.) man dort die besseren sachen bekommt welche bei uns verboten sind.

man bekommt dort die besseren batteriegeschosse oder auch raketen mit gewaltigeren (schöneren) effekten.

die böllerkracher....keine ahnung warum manche darauf abfahren. ich mag ebenfalls nur die farbenspiele.

Ja gut, die Sparte der Böller-Freaks gibt es natürlich auch.

"Hier ruht der Pyromane Klaus.
Er zündelte am falschen Haus.
Beim Feuerwerkerwerksverein
schlug’s Zündholz gleich als Bombe ein."
http://www.stupidedia.org/stupi/Pyromane

aber was is daran speziell erwähnenswert?

Der Unsinn, mit Böller zu Schnäppchenpreisen Geld sparen zu wollen, ist erwähnenswert.

Der Schärdinger

Man versprach beim EU Beitritt offene Grenzen, jeder könne dort einkaufen, wo es billig ist und wo er Lust hat.
Jetzt wundert man sich wenn das Volk von diesen eben vorgegebenen Möglichkeiten Gebrauch macht.
Wenn Banken, Wettbüros und Tankstellen überfallen werden, sind das auf einmal Risikobetriebe.
Was jetzt, gibt es ein einheitliches Europa oder machma für die Einen die Grenzen auf, dass sie auf Raubzug gehen können und für die Anderen machma zu, weil sie billiger einkaufen könnten!

wenn man an die armen Ungarn denkt, die im eigenen Land zu den pösen Zahnärzten müssen und sich die guten Österreichischen nicht leisten können...

Pyrotechnik verbietet Zünden im Ortsgebiet

Auch wenn immer wieder mißverständlich darüber berichtet wird, § 38 Pyrotechnikgesetz verbietet das Zünden von Feuerwerkskörpern ab der Kategorie F2 (Schweizerkracher) im Ortsgebiet. Es ist also nicht nur in der Stadt Wien, sondern in allen österreichischen Gemeinden verboten.

Andreas Maislinger

alljährlich angesagte strenge kontrollen und hohe streafen sind nichts weiter als lippenbekenntnisse!

wer es gerne toll krachen hört und dabei in extase gerät, der soll noch schnell einen restplatz nach syrien buchen! dort kracht es noch viel toller, weil dabei auch der nervenkitzel getroffen zu werden dabei ist. vielleicht läßt man sie auch eine - so richtige männlichkeit ausdrückende - maschinengewehrsalve abfeuern oder zumindest ein kleines bomberl legen, dass jeden illegal importierten superkracher alt aussehen läßt...

Das ist grundsätzlich richtig, allerdings muss auch dazugesagt werden, dass die meisten Gemeinden für Silvester Ausnahmegenehmigungen erlassen.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 98
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.