Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Print stirbt, heißt es. Aber es geht nicht ums Papier, ums Drucken, sondern um mehr: Es geht um die freie Presse. Zu der gehören mehr denn je Internetangebote, Tablet-Zeitungen und Mobilportale. "Zeitung", das sind längst alle Kanäle und Produkte einer ursprünglichen Print-Marke. Die Gedruckt-gegen-Online-Debatte nervt deshalb, ebenso wie die Krokodilstränen nach jeder Pleite, die Besserwisserei, die Häme und die Selbstgerechtigkeit in der Branche, von der einige Blender sogar leben können. So schlecht kann's uns ja nicht gehen, wenn für Scharmützel noch Zeit ist. Die Krise hat auch so genügend Dimensionen.
Es wird manchmal vergessen, und deshalb dies zuerst: In den Verlagen arbeiten Tausende leidenschaftliche, engagierte, talentierte Menschen, egal ob Print oder Online, ob Redaktion oder Vermarktung. Sie liefern Produkte ab, die ihr Geld wert sind.
Dennoch, ja: Es gibt Journalisten und Manager, die mit der dramatischen Veränderung nichts anfangen können, Angst davor haben, darauf warten, irgendwer könne die Zahnpasta in die Tube zurückdrücken. Es gibt Zeitungen, denen man auf jeder Seite ansieht, wie wenig Mühe, Sorgfalt und Leidenschaft dahinter stecken. Es gibt Vertreter unserer Zunft, die das Wort "Qualitätsjournalismus" immer noch über tendenziöses, schlecht geschriebenes, irrelevantes und mies recherchiertes Mittelmaß tünchen. Wenn das alles wäre, was es zu sagen gibt über die Medienhäuser, dann sollen sie untergehen. Aber das ist nicht alles!
Manche Kritik ist nur noch absurd. Das beginnt bei Lesern, die sich beschweren, dass ihre gedruckte Zeitung noch keine aktuelle Nachricht über die US-Wahl enthält, obwohl deren Ergebnis erst um 5 Uhr morgens, also eine Stunde vor der Zustellung, feststand. Es zeigt sich in Ignoranz gegenüber dem Aufwand, der hinter journalistischen Produkten steckt. Im November 2010 hatten wir eine der ersten deutschsprachigen, echt multimedialen iPad-Zeitungen auf den Markt gebracht. Auf einem Spezialportal für Apple-Fans stand kurz darauf eine hymnische Besprechung. Nur einen Haken erwähnten die Autoren gleich dreimal: den gewaltigen Preis von 79 Cent pro Ausgabe. 79 Cent!
Außerdem sind angeblich alle Journalisten viel zu links. Außer denen, die viel zu rechts sind. Je nachdem, wen Sie fragen, gilt beides gleichermaßen sogar für dieselbe Zeitung.
Zum Beispiel in Stuttgart. Wenn der Kommentator zum Bau eines Bahnhofs eine andere Haltung vertritt, wird vom andersdenkenden Wutbürger sofort das Abo gekündigt. Vielleicht ist die Krise der Zeitungen ja auch eine Krise des Pluralismus? Dass man in einer Metropole eine Zeitung mit sechsstelliger Auflage nur machen kann, wenn man verschiedene Meinungen zu Wort kommen lässt und sowohl Redakteure als auch Leser aushalten müssen, sich nicht immer darin wiederzufinden, ist doch nachvollziehbar. Oder?
Das Internet ist an allem schuld! Die digitale Demenz, die Jugend von heute, die nicht weiß, wie man guten Journalismus macht. Vom Bundestagspräsidenten bis zum (Ex-)Zeitungsmacher sehnen sich viele nach früher. Richtig daran ist: Die Zeiten waren geschäftlich rosiger, als die Anzeigenabteilung morgens nur entscheiden musste, für welche der Buchungen, die aus dem Fax quollen, kein Platz mehr ist im Blatt. Heute ist der Spardruck groß, die Teams sind kleiner.
Aber das bedeutet nicht, dass sie schlechter geworden wären. Moderne Redaktionen machen Print, Webseiten, Videos, Apps, sie entwickeln Produkte. Wir gehören doch längst selbst zu den Menschen, die Smartphones in die Bahn mitnehmen statt Zeitungen. Und wer glaubt, früher seien Zeitungen interessanter, kreativer, besser geschrieben oder gehaltvoller gewesen: Ein Blick ins Archiv reicht, um das zu widerlegen.
Im Umbruch und gegen den unlauteren Wettbewerb gebührenfinanzierter Konkurrenz teilen alle in den Pressehäusern das große Problem: Nicht der Journalismus wankt, sondern das Geschäftsmodell, das ihn sichert. Nur Ignoranten kann das egal sein. Wenn das Modell freie Presse stirbt, dann stirbt es Print und Digital. Rechercheure, die in wochenlanger Kleinarbeit von den Behörden verheimlichte Kosten von Großprojekten ausrechnen, werden fehlen. Korrespondenten, die in Afghanistan ihr Leben riskieren; Reporter, die im tosenden Stadion mit dem Schlusspfiff den Spielbericht fertig haben; Redakteure, die aus dem unerschöpflichen Informationsfluss nach möglichst objektiven Kriterien das auswählen, das sich zu wissen, zu erklären, zu kommentieren lohnt.
Das Internet hat neue Formen des unabhängigen Journalismus ermöglicht, darunter extrem spannende Blogs, die wahrzunehmen die klassischen Medien zu oft versäumen. Aber diese Modelle stehen selbst da, wo sie nicht ohnehin ein Hobby sind oder auf Selbstausbeutung beruhen, auf wackeligen Beinen. Ohne das Geld, das die Macher vieler guter Blogs als Freie bei klassischen Medien verdienen, sähe es für sie düster aus. Beim zweiten teuren Rechtsstreit sowieso.
Ohne Infrastruktur, ohne Profis, die Geld hereinholen, ohne Anwälte, ohne Verlage, um das böse V-Wort mal zu nennen, ist unabhängiger Journalismus zumindest im Großen nicht denkbar. Es gibt das Ei nicht ohne Henne und keine Henne ohne Ei.
So wie die Nichtwähler erst in der Diktatur merken, dass sie lieber wählen würden, werden viele Konsumenten einen Journalismus, auf dem nicht der Stempel einer Partei, einer NGO, eines Konzerns oder des Staates prangt, vielleicht erst vermissen, wenn er nicht mehr finanzierbar ist.
Gejammer ist nicht sexy. Niemand abonniert aus Mitleid. Umso verstörender ist, dass jene, die sich anstrengen, aus der eigenen Zunft oder von bloggenden Besserwissern am meisten vor den Koffer bekommen. Wenn Verlage Zeitungsseiten per PDF aufs Tablet bringen, werden sie von Beratern und Medienprofis ausgelacht, weil sie den digitalen Wandel nicht verstanden haben. Wenn sie stattdessen eine multimediale Zeitung erfinden, höhnen dieselben Berater und Medienprofis über die hohen Kosten.
Alle können herunterbeten, wie dämlich es war, Journalismus kostenlos ins Netz zu stellen. Nehmen Verlage jedoch Geld, dann erklären dieselben Leute, warum Bezahlschranken ein Irrweg sind. Und Ideen wie ein Leistungsschutzrecht beweisen nur, dass Verlage Abzocker sind. So werden Debatten geführt, mit Schaum vorm Mund, oft zur Selbstbefriedigung und zu oft ohne Hinweis auf eine Lösung.
Es gibt im Journalismus so eine seltsame Haltung, die das meiste, was wir tun, selbst geringschätzt. Vielleicht sollten wir mal wieder runterkommen von den Fiktionen, die Recherche-Netzwerker predigen. Nicht jeder kann und soll ein Bob Woodward sein und wertvoller Journalismus ist nicht nur die große Enthüllungsstory. Wir Journalisten sind nicht dazu da, das Klima zu retten oder den Reichtum umzuverteilen.
Wer das will, soll zu Greenpeace gehen, nicht in eine Redaktion. Und wer das Lokale, das Kleine und die Unterhaltung geringschätzt, nimmt am Ende die entscheidenden Menschen nicht ernst, die uns bezahlen sollen: User, Leser, Kunden. Davon gibt es immer noch Millionen. Und es gibt Millionen, die wir gewinnen müssen.
Überwinden wir die Krise? Entsteht aus ihr etwas Neues, Gutes? Keiner weiß das so genau. Aber wenn es einen Weg aus der Finsternis gibt, dann besteht er nicht aus Jammern oder Anklagen, sondern aus Fortschritt, aus Fleiß, aus Kreativität.
Egal auf welchem Medium. Unter dem Zeitdruck, der dazu gehört, dem Kostendruck, der nicht mehr nachlässt - in der Hoffnung, dass auch gute Zeiten noch vor uns liegen. (Tobias Kaufmann, DER STANDARD, 29./30.12.2012)
Tobias Kaufmann, geboren 1976, ist Chef vom Dienst beim "Kölner
Stadt-Anzeiger" und in dieser Funktion vorrangig für die Kooperation
zwischen Print- und Online-Redaktion verantwortlich
.
Grazer Grünen-Chefin: Regierungsbeteiligung birgt mehr Chancen als Risiken
Meissner-Blau warnt vor Regierungsbeteiligung in Salzburg
Warum der Streit um Sinn oder Unsinn der Sparpolitik irrelevant ist, solange man die Differenz zwischen Auslands- und Inlandsverschuldung ausblendet
Soll man wirklich "Nietenhosen" statt Jeans sagen? Anmerkungen zur Anglizismenangst
Zur Erinnerung an die Rolle des PEN-Clubs im NS-Regime - und daran, dass dieses dunkle Kapitel in den eigenen Reihen immer noch nicht aufgearbeitet ist
Die Länder Afrikas benötigen Hilfe. Die Grundlagen, auf denen über die passende Unterstützung entschieden wird, sind womöglich fragwürdig. Ein Plädoyer für nachhaltig wirkende Programme
Salzburg vor der Wahl: Wie geht's uns nach vier Jahren rot-schwarzer Regierungspolitik? Checkliste für Stimmbürger, die auch andere Sorgen haben als die Umtriebigkeit ihres ehemaligen Finanzlandesreferenten
Selbsterforschung eines angeblichen Rassismus-Sympathisanten
Eine Erwiderung auf die Vorbehalte des Bundespräsidenten gegen einen Ausbau der direkten Demokratie
Reizwort "Rassismus": Der Fall Ceipek als Prüfstein für den Zustand der heimischen Diskussionskultur
Großkonzerne wie Coca-Cola und Crédit Suisse starten eigene Internetmagazine, die mit journalistischen Inhalten aufwarten - Doch mit den aufwändig gestalteten Informationsdiensten sind auch kommerzielle Interessen verbunden
Die von Armin Wolf losgetretene Debatte um ein per Los ermitteltes Bürgergremium als treibende Reformkraft für den ORF aus Sicht eines ehemaligen Mitglieds der SOS-ORF-"Rentnergang" (©Peter Huemer)*
Warum die Naturschutzkampagnen gegen die Chemie auf dem Acker die Bienen nicht retten werden: Ein Imker sieht Ursachen primär in Versäumnissen der eigenen Zunft
Die offizielle Erinnerungskultur wird immer mehr von Standortfragen für Gedenksteine dominiert. Plädoyer für einen Paradigmenwechsel anlässlich der Errichtung eines temporären Mahnmals für die homosexuellen Opfer des NS-Regimes am 14. Mai in Wien
Die angekündigten Neuerungen im Staatsbürgerschaftstest erweisen sich als schlichte Korrektur alter Fehler - eine Erweiterung des Prüfungsstoffes ohne großartige Neuausrichtung
Wäre es nicht besser, stolzer auf die Mehrsprachgkeit als drei Autos und zwei Eigentumswohnungen zu sein?
Kleiner Einwurf zur Umtriebigkeit der Fremdwort-Jäger
Die jüngste Umbenennung des Dr.-Karl-Lueger-Rings macht deutlich, wie absurd viele Straßennamen in Österreich sind. Der kommende Bericht der Stadt Wien zum Thema sollte Anlass für eine völlige Neukonzeption der traditionellen Praxis sein.
Kommt das Leopold-Museum seinen moralischen Verpflichtungen gegenüber den Erben tatsächlich nach?
Das grüne Streben nach einer Frauenquote bei Straßennamen am Beispiel Berlin: Aus einem wütenden Kommentar des Historikers Götz Aly in der "Berliner Zeitung"
Was darf man, was geht gerade noch und wo fängt Pfui an? Vom "Neger" bis zum "Po-Grapschen", vom "bedenklichen" Kinderbuch bis zum "bösen" Kochrezept: Wie sinnvoll ist es, alles zu verbieten, was sich eigentlich von selbst verbietet?
Nach dem "Paukenschlag" dreier Staaten zur Preisgabe von Geheimdaten aus Steueroasen just am Vortag des G-7-Treffens: Das Online-Portal Carta erzählt die Geschichte etwas anders - vor allem mit Blick auf die Frage, warum nicht schon 2010 getrommelt wurde
Zu Thomas Petersens "statistischen Taschenspielertricks": Die Frauenquote ist verfassungskonform und nicht männerfeindlich
Partizipative Reformansätze rund ums Demokratiepaket wie jener von Armin Wolf werden zur behaupteten Abkehr vom Parlamentarismus. Eine Replik.
Ich denke, man sollte zuerst die Probleme lokalisieren:
Einerseits gibt es die Entwicklung, dass sich Print aufgrund der hohen Fixkosten durch Migration der Leser ins Internet nicht rechnet. Das ist vor allem ein soziales Problem, da dadurch Print-Arbeitsplätze gefährdet sind.
Auf der anderen Seite sind Zeitungs-Leser im Internet schwerer dazu zu bringen, für Zeitungs-Inhalte zu bezahlen. Das ist eher ein Qualitätsproblem da die ausschließliche Ausrichtung auf Werbeeinnahmen unabhängige Berichterstattung gefährden könnte!
Deswegen folgende Empfehlungen:
Wert des selbst recherchierten und kommentierten Journalismus durch ein Bezahl-Element einfordern
Dabei gefühlvoll vorgehen und den Charakter des Standard erhalten:-)
Tendenziös, schlecht geschrieben, mies recherchiert..und als Qualitätsjournalismus verkauft:
das hat er vom Kurier und vom Print-Standard!
Zugegeben, bei beiden Zeitungen arbeiten auch einige wenige gute Journalisten, die außerdem auch deutsch können.
von Urban Priol. Die Stelle in der die Medienvernetzung
erklärt wird. Auch eine Antwort warum Zeitungen und
TV neuen Herausforderungen entgegensehen und
ohne mehr Unabhängigkeit, wie auch zurück zu
ehrlicher Berichterstattung, der Absturz unaufhaltsam
weiter voran schreitet.
http://www.3sat.de/mediathek... &obj=34084
Ich würde für den Online Standard auch zahlen. Ich finde diese Plattform als die mit Abstand beste in Österreich.
Wenn ich überlege, dass ich für den bescheidenen ORF zahlen muss, wird mir schlecht. Lieber zahle ich 20 Euro im Monat an den Standard. Diese Wahlfreiheit sollte doch dem so oft beschworenen mündigen Bürger doch gegeben werden. Ich lebe auch gerne ohne die ORF Programme, wenn ich wählen könnte. Dieser Pflichtbeitrag verzerrt zu einem grossen Teil den Markt der Online Informationsdienste.
Leider stehen die Anzeichen dafür, dass es mit dem staatlich verordneten Pflichtbeitrag in eine andere Richtung geht (siehe .de).
Also, ich hab den Standard abonniert, lese ihn aber nicht - schließlich gibts ihn ja online. Einzig, um nicht das schlechte Gefühl einer Leistung ohne Gegenleistung zu erzeugen.
Nun stellt sich die Frage, ob ich dem Standard damit was Gutes tue. Schließlich ist die Print-Edition ja defizitär, oder nicht? Ich häufe also durch den Zwang, die Zeitung zu drucken, zu liefern, zu verrechnen, weitere Kosten an, die erst die online-Edition dann bereinigt. So wie ich das verstehe, wäre der Gewinn höher, wenn ich nur den online-Standard konsumiere??? Anders gefragt, wäre die Einstellung der Print-Edition nicht vorteilhafter für den Standard?
vorgekautes mögen die menschen halt nicht so gerne. solange zeitungen nur berichten, was politiker und co befehlen, oder auch "bittend ansagen" und "heikle" themen einfach ignoriert werden oder nur flau berichtet wird - solange werden die käufe und abonnements rückläufig sein.
und das ist gut so!
das internet bewirkt im journalismus, was die globalisierung in der produktion verändert hat.
journalisten stehen nun in globaler konkurrenz, statt krone/kurier/+x kann jeder mit dem gleichen aufwand direkt zur APA oder nytimes - also zu den quellen, wo die meisten artikel der provinzkaiser eh herkommen.
wieviele afghanistankorrespondenten brauchts denn? und wieviele gibt es wirklich?
die künstliche verknappung durch lokale verfügbarkeit ist weggebrochen, willkommen im globalen zeitalter.
Es gibt jemanden-mit dem ich übereinstimme
und welcher es auf den Punkt bringt...:
http://www.youtube.com/watch?v=IWODMla3IWk
...examine life...
Habe daher noch 2 videos in der Description beigefügt. Gore Vidal und ein video über Geschichte
http://www.youtube.com/watch?v=H1HIwF6IIp0
Es ist natürlich eine Illusion-das Kleine schätzen zu wollen-wenn das Kleine im späteren Verlauf mitindoktriniert wird/wurde... Da aber die Alzheimerrate steigt:-)-ist es natürlich ein leichtes den Profanen - welcher in Konstrukete lebt -den Glauben über die Kontrolle des "Kleinen" zu überlassen.("Bildung", Kultur, Wert der Familie, "Eigentum"... LOL-das private anbauen von Gemüse in den USA) HAHAHA
Trotzdem - viel Spass noch
Adios
Ich bin nicht mehr zu haben für Fragen. Habe aber den
link richtiggestellt und olympic noch verlinkt... 7:50
das Logo steht nicht ohne Grund unter Zi..
Das video ist nicht 100prozent korrekt - aber Doc wird die olympics in seiner neuen DVD komplett beleuchten.
Ende
Es ist ein Glaube..Ich habe euch etwas erzählt über scharfe Augen..Ob es Dämonen gibt- ich weiss nicht:-)oder doch..?Egal-auch der "Bewusstseinspool" kann einiges fabrizieren
http://www.youtube.com/watch?v=v... &index=100
Da mit Jonathan so gespielt wird-hab ich ihm heute erklärt was los ist..Bei 5:07zu 5:09 seht ihr den kleinen demon.Vielleicht auch Microwave...Naja-falls man Microwave sehen kann.Jedenfalls erkennt ihr die Reaktion von Jonathan und dass ICH der erste bin - welcher ihm das nach einem Jahr(was sein video anbelangt)aufzeigt...Mal kucken wie er reagiert:-) Somit schliesse ich doch noch-pünktlich mit Ende des Jahres.Machts gut und träumt schön weiter
deutscher print hat auch eine schwere zeit vor sich. aber auch einen im vergleich mit uns riesigen markt. das wird scon weitergehen.
in ö werden wohl 2 bis 3 überregionale boulevardblätter. und ein paar zu 80% aus werbung bestehende gratiszeitungen (a la bezirkszeitung).
der rest geht auf in lokalbeilagen überregionaler deutscher zeitungen a la sz.
mein wunschtraum jedenfalls.
denn mir geht diese mal untertänige, mal weinerliche, mal aufmüpfige ösi-nabelbeschau mächtig auf die eier!
es wird dauernd davon gelabert, was nicht alles wichtig für unsere zukunft sei. doch auf das wichtigste wird jedes mal 'vergessen': das abstreifen unseres an längst vergangenen zeiten orientierten provinzialismus. raus aus märchenland und rein in die realität
Wiederholungen von Klischees aus der Mottenkiste. Wo ist denn Ihr 'Märchenland' in Österreich? Ö ist wirtschaftlich erfolgreicher als Deutschland, hat geringere Arbeitslosigkeit. Und wenn Sie von 'provinziell' faseln, dann schauen Sie sich mal den deutschen Föderalismus an bevor Sie den österr. tadeln.
Und wahrlich, wir benötigen keine Medien, die auf Teufel-komm-raus auf Regierungslinie steuern (zB DuMont-Verlag), keine Änderungen wollen und sich und den Bürgern alles schönschreiben. Klar gibts in Ö auch Krawallzeitungen, aber das grosse Vorbild, die 'Bild-Zeitung' erscheint nun mal in Deutschland.
Das mag manchem weh tun, aber es ist so. Und was D in den letzten 20 Jahren vollbracht hat, nämlich ein bankrottes Land mit annähernd doppelt so vielen Einwohnern wie Ö,die Ex-DDR, in den Wirtschaftsverbund zu integrieren, das kann man nicht hoch genug einschätzen.
Im Übrigen ist 1116er absolut recht zu geben.
http://de.wikipedia.org/wiki/List... t_pro_Kopf
Schau Dir das mal an: Das deutsche Bruttoinlandsprodukt, das 80 Mio Deutsche erarbeiten, könnte von 70 Mio Österreichern erarbeitet werden! Dabei haben wir 5 Wochen Urlaub, ein ordentliches Sozialsystem, nix Hartz4, die niedrigste Arbeitslosenquote in Europa.
Was ist da mit Fliegenschiss? Hä?
Ohne Exportabnehmer #1 Deutschland samt Fremdenverkehr vom großen Bruder aus dem Norden würdest du in der Schlange der Suppenküche stehen, wie Millionen unserer Staatsbürgerkolleginnen und -kollegen, also runter mit dem geschwollenen Kamm.
Ein Beispiel, wie man mit sehr viel Geld besonders wenig zusammenbringt, ganze Landkreise entvölkert und wie man per Verscherbelung der paar assets wirklich reich wird. Ein paar wenige halt. Und einen Bundeskanzler, der ein paar Kröten Strafe zahlt, damit er weiterhin unbehelligt bleiben darf. Wahrlich ruhmreich!
Das stimmt und stimmt auch wieder nicht. Dass die österr. Politik sich an die deutschen 'Vorgaben' wie Niedriglohn und totale Exportorientierung angehängt hat, das ist nur die halbe Wahrheit.
Warum zB die BMW ALLE ihre Motoren in Österreich herstellen lassen, kann man damit alleine nicht erklären. Warum Voest-Alpine, die österr. Banken, die OMV, Andritz, Böhler und viele andere Firmen Weltgeltung haben, sich ihre Marktnischen geschaffen haben, das können Sie weder mit dem Kürzel 'Fliegenschiss' noch 'Blinddarm von Deutschland' erklären.
Nebenbei: viele deutsche Konzerne dachten, es wäre ganz einfach, in Ö Fuss zu fassen und mussten mit Verlusten feststellen, dass hier ein weit wettbewerbsorientierterer Markt besteht als in Deutschland.
Du beziehst dich wahrscheinlich auf den Mobilfunksektor, der jetzt - endlich! - vor der Konsolidierung steht und sich vermutlich wieder Investitionen lohnen werden, bei geringfügig höheren Preisen für die Endkunden.
Am Festnetzsektor hast du dafür die alte Schule der österreichischen Protektionswirtschaft, mit der Telekom als Platzhirsch und sonst gar nix, detto Energiemarkt etc.
daher wird es unabhängiger Journalismus noch schwerer haben. Und aufwändige Recherchen gibt es vielleicht noch von Idealisten.
Die Zukunft sind Medienprodukte von Interessensgemeinschaften (wie zB Red Bulletin, Apothekenrundschau usw) oder die ohnehin jetzt schon schwer werbeorientierten "Fachzeitschriften" aus dem HiFi/Heimkino/Foto/PC etc.-Bereich.
Wenn die Huffington Post, ein reines online-Medium, um 315 Mio US$ an AOL verkauft werden konnte, dann gehts da um den gewaltigen inneren Wert eines Mediums, das zu einem grossen Teil aus Inhalten besteht, die kostenlos von Bloggern bereitgestellt werden. Dieses Medium wurde praktisch im Alleingang von einer Frau auf die Füsse gestellt. Diese inzwischen schon seltenen Gründergeschichten, die den 'American Dream' verkörpern, die gibt es doch noch!
Der online-Standard ist ebenfalls ein finanziell gesundes Medium, ebenfalls ein Vorzeige-Medium und sicher viel Geld wert, wenn man es denn bewerten wollte. 50 Mio Euro Gewinn soll es letztes Jahr abgeworfen haben. Hut ab!
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.