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Graz - Der Betrieb der vier steirischen Landespflegeheime ist von der Landeskrankenanstalten Gesellschaft KAGes übernommen worden. Wie die KAGes am Freitag mitteilte, könne man so eine "durchgehend Versorgungskette im Gesundheits- und Pflegebereich" anbieten. 420 Mitarbeiter bzw. 363 Vollzeitdienstverhältnisse wurden übernommen, die Mittel für Sanierung und Neubauten werden durch einen Investor bereitgestellt.
Bisher wurden die Landespflegeheime Bad Radkersburg, Kindberg-Mürzzuschlag, Knittelfeld und Mautern mit derzeit rund 460 Bewohnern vom Sozialressort verwaltet. Nunmehr werden sie organisatorisch an die an die regionalen Landeskrankenhäuser angeschlossen. Dadurch sollen Synergien, etwa im Finanzwesen, beim Einkauf oder in der Administration, erzielt werden. Um die Häuser auf modernen Standard zu bringen, wären an die 60 Millionen Euro nötig gewesen, die das Land nicht aufbringen konnte bzw. wollte. Nach dem "Operating Leasing"-Modell werden die Objekte über eine Baurechtsvertrag saniert bzw. neu gebaut und über zunächst 15 Jahre durch die KAGes von der Landesimmobiliengesellschaft zurückgemietet.
Das nunmehr zuständige Landesregierungsmitglied Kristina Edlinger-Ploder (ÖVP) meinte in einer Aussendung, die Steiermark sei das erste Bundesland, in dem eine landeseigene Krankenanstalten-Gesellschaft auch zum Träger von Pflegeheimen werde. Mit dem Herauslösen der Pflege aus dem Sozialressort und die Implementierung ins Gesundheitsressort sei man "Vorreiter einer zukunftsorientierten Pflegepolitik", die der Demografie eher entspreche: "Wir alle werden alt und immer älter, deshalb sind wir noch lange keine Sozialfälle." (APA, 29.12.2012)
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Ja das ist die ÖVP: statt dass alte Leute "sozialfälle" sind, sind sie als krank zu betrachten und daher im gesundheitsresort viel besser aufgehoben. Weil alt ist krank und sozialfälle sind böse. Apropos: was wurde eigentlich aus der kages / edlinger-ploder inseratengeschichte? War wohl nicht so eine Empörung Wert, weil die ÖVP Hauszeitung profitiert hat...
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