2013 mehr Aufsichtsrätinnen

Forderung, dass bei Neubesetzungen Frauen nachrücken

Wien - 2013 stehen in den Aufsichtsräten der börsennotierten österreichischen Unternehmen wieder einige Neubesetzungen an. Dabei sollten Frauen stärker berücksichtigt werden als bisher, appelliert Kleinanlegervertreter Wilhelm Rasinger an die Firmen. Er setzt dabei auf Freiwilligkeit, im Gegensatz zu Regina Prehofer, Vizerektorin der Wirtschaftsuniversität, die im ORF-Mittagsjournal eine Quote zur Beschleunigung dieses Prozesses forderte.

Eine Quote, wie sie auch die EU will, sei in Österreich nicht nötig, meint Rasinger zum Standard. Mit etwas gutem Willen könnten innerhalb von drei bis fünf Jahren 25 bis 30 Prozent aller Aufsichtsräte weiblich sein: "Erst wenn das nicht geht, würde ich auf Gesetze oder Vorschriften setzen."

Auf guten Willen pocht er auch in Sachen Kapitalmarktbeauftragten. Der Posten ist seit November verwaist, als Richard Schenz nach zehn Jahren zurücktrat. Rasinger meint, dass Schenz nachbesetzt werden sollte - obwohl im Finanzministerium keine Anstalten gemacht werden. Sowieso mache dies nur Sinn, wenn eine Persönlichkeit ausgesucht wird, "auf die man hört". Rasinger könnte sich eine Frauen vorstellen: Die frühere EZB-Direktorin Gertrude Tumpel-Gugerell, die Ex-Erste-Bank-Managerin Elisabeth Bleyleben-Koren oder Viktoria Kickinger, die eine Aufsichtsräte-Datenbank betreibt. (ruz, DER STANDARD, 29./30.12.2012)

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