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Caracas/Puebla - Die Sorge um Hugo Chávez wächst: Zuletzt war es bei der vierten Krebs-OP innerhalb von 18 Monaten zu Komplikationen gekommen. Mehrmals soll er ins Koma gefallen sein, er fiebere, könne weder sprechen noch gehen, so der oppositionelle Journalist Nelson Bocaranda. Über Weihnachten wurden nur engste Familienangehörige ins Cimeq-Krankenhaus von Havanna vorgelassen. Beim heute 58-jährigen venezolanischen Präsidenten wurde 2011 Krebs diagnostiziert; unbestätigten Berichten zufolge lag seine Lebenserwartung damals bei maximal zwei Jahren.
Nicht zuletzt aus pragmatischen Gründen der Sicherung der Energieversorgung durch Venezuela waren es die Kubaner, die Chávez nach seinem Wahlsieg im Oktober drängten, seinen Außenminister Nicolás Maduro zum Vizepräsidenten zu machen - was dieser dann auch tat, und zwar live im Fernsehen. Die Inszenierung erinnerte ans letzte Abendmahl: Zu seiner Linken saß der Auserwählte, zu seiner Rechten dessen Rivale, Parlamentspräsident Diosdado Cabello.
Die vergangenen Tage haben die internen Spannungen deutlich werden lassen, die von Chávez nach außen hin stets kalmiert, nach innen aber geschürt wurden, um selbst die Zügel der Macht in der Hand zu behalten. Cabello und Maduro hegen nicht nur eine persönliche Antipathie, sie vertreten auch zwei gegensätzliche Lager. Während der ehemalige Busfahrer und Gewerkschafter Maduro den zivilen, prokubanischen Flügel repräsentiert, stehen hinter Cabello die Militärs. Cabello hat bei den Regionalwahlen Mitte Dezember an Einfluss gewonnen: Elf der 22 Gouverneure sind Militärs. Im Zweifelsfall hätte er wohl die reguläre Armee hinter sich; Maduro könnte auf die mit kubanischer Unterstützung geschaffenen Milizen zählen.
Venezuela galt schon bisher als eines der gewalttätigsten Länder der Welt, jetzt kursieren auch noch Bürgerkriegsszenarien. Cabello plane einen Putsch, prangerte der linke deutsche Ökonom und frühere Chávez-Berater Heinz Dieterich an. Für solche Spekulationen sei es zu früh, warnte hingegen Moisés Naim, Venezolaner und ehemaliger Chefredakteur der Zeitschrift Foreign Policy.
Nicht nur wer, sondern auch was das Erbe Chávez' sei, sei unklar, argumentiert der rechte Publizist und Exilkubaner Carlos Alberto Montaner. "Venezuela ist unter Chávez zu einem der korruptesten und gefährlichsten Länder Lateinamerikas avanciert." Der Klientelismus sei nicht auf Dauer haltbar, und wenn die Erdölpreise fielen oder Chávez von der Bildfläche verschwinde, werde das ganze Ausmaß des Desasters erst offenbar werden.
2012 war Chávez nach Berechnungen des Oppositionellen Carlos Berritzbeitia 200 Tage krank oder zur Behandlung in Kuba. Die Souveränität sei damit in den Händen der Kubaner, nur sie wüssten die Wahrheit, kritisiert er. Einige Regierungsgegner halten die Krebsgeschichte gar für eine Show. Die Regierung solle mit der Wahrheit rausrücken, forderte Oppositionssprecher Ramón Guillermo Aveledo.
Die Opposition, die per Wahlboykott, Putsch, Erdölstreik und schließlich auch an der Urne 14 Jahre lang vergeblich versucht hat, Chávez zu entmachten, scheint durch die Option "Krebstod" aus dem Konzept geworfen zu sein. "Auch die Opposition bezog ihre Identität letztlich aus der Gegnerschaft zu Chávez", so der Lateinamerikaexperte Peter Hakim. (Sandra Weiss, DER STANDARD, 29./30.12.2012)
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"Nicht zuletzt aus pragmatischen Gründen der Sicherung der Energieversorgung ..."
na sowas ^^ Dachte bisher, dass sei eine Spezialität des nördlichen Nachbarn.
Was genau ist an diesem Artikel falsch ?
Chavez *ist* todkrank. Das wäre jeder nach dem vierten Rezidiv eines Tumors.
Die Kubaner *nehmen* Einfluß auf die venezolanische Innenpolitik. Es geht um deren Hals und da sind die keinen Deut anders als die pösen USA.
Venezuela *ist* eines der gefährlichsten Länder. Venezuela *ist* eines der korruptesten Länder.
Der machtkampf zwischen Maduro und Cabello tobet bereits. Falls maduro an die Macht kommt hat das Militär extrem viel zu verlieren.
Was sind denn das wieder für WC-Gespräche, die uns die liebe Sandra Weiss hier als Wahrheiten auftischen will.
Die Kubaner würden in Venezuela Minister oder Präsidentschaftsnachfaolger nominieren.
Kriegen Sandra Weiss das Wording von der venezolanischen Opposition oder direkt aus Washington diktiert?
Das grösste Unrechtsregime in Amerika ist das Folterregime USA, das die ganze Welt mit seinen Folterlagern überzieht.
Würde mich mal interessieren, welche "Nebeneinkünfte" die Frau Weiss so bezieht und von wem.
Mittlerweile wurde ja nachgewiesen, dass die USA einen eigenen Topf haben um Journalisten zu "sponsern".
Wann genau wurde das Regime in Kuba demokratisch legitimiert ? NIEMALS. Dazu ungefähr gleich viele Demozidopfer wie Pinochet.
Deine weitere Argumentation ist bezeichnend. Sandra Weiss als von den USA bezahlt. Frau Weiss schreibt nur was in Venezuela die Spatzen von den Dächern pfeifen. Maduro ist Zivilist, ideologisch sehr nach Kuba ausgerichtet und einer der größten Nepotisten die in der Regierung sitzen. Venezuela wird jetzt schon von Militärs beherrscht (11 von 22 Gouverneuren !) die teilweise ordentlich korrupt sind und viel zu verlieren haben. Da *keiner* der Chavisten wirklich Demokrat ist ist da ein putsch und Gegenputsch durchaus realistisch.
so ein overthrow wie ihn die rebellen des 26. juli der batista-diktatur geliefert haben, ist sehr wohl auch ein demokratisches votum. das erfolgte nämlich mit unterlegener bewaffnung, aber mit sehr hoher anteilnahme aus allen schichten der bevölkerung.
wenns nach dir ginge wären batista bzw. seine nachfolger wohl noch heute an der macht.
Koksi, erstens, was sagt Dir dass ich Batista, Castro und Pinochet WIEDERHOLT gleichgesetzt habe ?
Zweitens, Castro hat die kubanische Revolution usurpiert und die demokratischen Kräfte exiliert. Spätestens da ging jede Legitimation flöten.
Koksi, wer anderen Leuten keine Freiheit zugesteht hat seine eigene nicht verdient.
dies soll eine Information sein? Gehört eher auf die Seite "Meinungsblog". Ein Geruecht eines oppositionellen Journalisten, der "sicherlich" Zugang zu den Krankheitsverlaufinformationen hat ist nur noch unter Absurditäten der Arbeitsweise der Propagandistin Sandra Weiss abzulegen.
Innere Spannungen: mag schon sein, nur ein wenig Fakten wären dem geneigten LeserIn zumutbar Die Antipathiebehauptung ist noch lange kein Fakt sondern übler Manipulation.
Aus diesem Gesudere kann man nur den Schluss ziehen, dass sich die unqualifizierte Dame befleissigt durch Halbinformationen, Propaganda und puren Hass die LeserInnen in Europa für Dumm und Blöde zu verkaufen.
FORDERUNG: Endlich Berichterstattung und nicht rechte Propaganda aus Lateinamerika.
Nach vier (!!) Rezidiven sollte eigentlich dem naivsten klar sein daß Chavez nur mehr sehr beschränkte Zeit hat. Daß Cabello ein enormes Eigenleben entwickelt hat ist auch offensichtlich. Schließlich versucht er - trotz des Schadens der damit einhergeht - sehr wahrscheinliche Neuwahlen zu verzögern.
Das Problem aller pro-chavez Poster hier ist, daß sie all die Jahre den Nepotismus, die Korruption und die Ineffizienz verdrängt haben. Wenn Chavez weg ist wird das aber wie eine Eiterbeule aufbrechen und dann weiß niemand genau was passieren wird. Eine Militärdiktatur ist da durchaus drinnen. Warum ? Weil Chavismo niemals demokratisch war.
nepotismus, ineffizienz und korruption gab es in venezuela schon lang vor chávez, und noch viel ärger. einer seiner vorgänger ist sogar mit dem gesamten staatsschatz durchgebrannt. sowas kann man chavez nicht vorwerfen. höchstens dass er die einnahmen aus dem ölgeschäft gerechterweise ein bisschen breiter verteilt hat, was sich unter der opposition sehr schnell wieder ändern würde.
Und natürlich ist Venezuela ein Land in dem die einzelnen Fraktionen auch ziemlich hochgerüstet sind. Aber muß man deswegen gleich einen Bürgerkrieg herbeischreiben? Gerade der langsame Abgang von Chavez wird vermutlich dazu führen, dass der Nachfolger seine Macht schon gefestigt hat, bevor der alte Chef endgültig abtritt.
zunächst einen linken (deutschen ökonomen) zitieren für einen kappen satz ohne direkten bezug auf chávez, dann einen rechten ganz ausführlich zu wort kommen lassen - samt haarsträubender behauptungen.
Das Dilemma der Sandra Weiß, Krokodilstränen weint sie.
Jetzt scheint der Moment, auf den sie so lang hingeschrieben und -propagiert hat endlich zu kommen. Doch ihre Gönner gelähmt und inkompetent.
Gut so.
P.S.: Einzig Dieterichs Gerücht lässt aufhorchen. Warum sollte Cabello gegen Maduro putschen? Maduro ist angeblich "zivil-kubanisch" ausgerichtet, was auch immer das heißen mag. Cabello "einfach militär". Mit der Informationslage gute Nacht...
Mit der Informationslage Gute Nacht ? Für Dich vielleicht. "zivil-kubanisch" heißt, daß Maduro ideologisch stark vom kubanischen Sozialismus geprägt ist und keinen Rückhalt beim Militär hat. Cabello als ex-Offizier hat diesen Rückhalt jedoch. Da die venezolanische regierung sehr stark von Militärs geprägt ist, die viel zu verlieren haben dürfte das interessant werden.
Aber dass diese Begriffe sich keinesfalls ausschließen, sollte doch jedem klar sein...
Maduro ist kein Militär, sondern kuba-freundlicher Sozialist. Cabello kommt aus dem Lager, das Chàvez Sozialismus seit Jahren physisch abgesichert hat. Und das sollten und werden sie wohl auch machen, sollte Maduro oder sonstwer die Macht übernehmen.
ist der Dieterich selber.
Vor einigen Jahren wurde er mal gefragt, wann er das letzte Mal mich Chavez gesprochen hat. Er meinte damals: "vor einigen Jahren am Telefon".
Dieterich ist ein Schwätzer, das hatte man in Venezuela schon lage erkannt. Alleine seine damalige These, in Venezuela müsste man erst eine nationale Bourgeoisie aufbauen (weil momentan wäre sie ja ausländisch) um sie hinterher zu überwinden, sagt schon einiges über die Hirnlage aus.
Ganz einfach, weil die Militärs die ganze Macht haben wollen und weil Dieterich etwas mehr Durchblick über die Machenschaften in Venezuela hat, als die ausländischen Chávez-Jünger hier im Standard-Forum.
Du glaubst doch wohl selbst nicht an die Friede-Freude-Eierkuchen-Eintracht unter den Chavistas?!
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