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Das Kloster Mehrerau lehnt den vom Gericht empfohlenen Vergleich im Missbrauchsprozess ab.
Bregenz - Das Bregenzer Kloster Mehrerau wird sich bei den gegen die Abtei erhobenen zwei Missbrauchsklagen nicht auf einen Vergleich einlassen. Das teilte Abt Anselm van der Linde am Freitagnachmittag in einer Aussendung mit: Man wolle den "notwendig gewordenen juristischen Weg weiterhin zu beschreiten".
In einem Zivilverfahren eines ehemaligen Missbrauchopfers gegen das Bregenzer Zisterzienserkloster Mehrerau am Landesgericht Feldkirch wird somit voraussichtlich Mitte Jänner ein schriftliches Urteil ergehen. Vor 14 Tagen war dieser Prozess nach drei Vertagungen fortgesetzt worden. Die Richterin hatte den Streitparteien einen Vergleich nahegelegt (DER STANDARD berichtete). Dieser wurde von der Leitung des Zisterzienserklosters nun offensichtlich abgelehnt.
Der Missbrauch in diesem und einem anderen Fall stehen außer Streit.
Abt Anselm wies in seiner Erklärung von Freitag jedoch darauf hin, dass er "im Einklang mit der Österreichischen Bischofskonferenz alle Opfer eingeladen hat, sich an die dafür eingerichtete unabhängige Opferschutzkommission zu wenden, da ihnen dort rasch, professionell und umfassend geholfen wird. Die Taten können niemals mehr wiedergutgemacht werden", so Abt Anselm weiter, "die Kommission sollte allen Opfern auch finanzielle Unterstützung ermöglichen". Hingegen sei "durch weltliche Gerichte keinerlei Entschädigungen" zu erwarten, weil die Taten mehrere Jahrzehnte zurücklägen, so der Abt weiter.
Das Beschreiten des Klagswegs sei aufgrund der Kommission "nicht notwendig" gewesen: "Wenn Opfer jedoch diesen Weg beschreiten, so steht dem Kloster aber auch zu, sich zu verteidigen."
Der Abt betonte abschließend erneut, dass er jegliche Form von Gewalt und sexuellem Missbrauch verurteile und die Täter aus den Reihen der Abtei Mehrerau "von allen priesterlichen Funktionen suspendiert und entsprechende Verfahren in Rom eingeleitet" wurden. (APA, 28.12.2012)
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http://1.bp.blogspot.com/-zEkR8dCQ... Tfirst.jpg
73 Jahre danach läuft alles nach dem gleichen Muster ab. Z.B. wurde ein Angeklagter aus Mehrerau nach Stams versetzt, wo die Zisterzienser ebenfalls eine Niederlassung haben, und während des ganzen Prozesses will niemand von den Stiftsverantwortlichen wissen, wo sich der Pater früher aufhielt........
http://michaeltfirst.blogspot.co.at/2012/12/m... richt.html
MfG
Michael Tfirst
Dazu gebe ich Ihnen von damals etwas österreichischen Zeitgeschichteunterricht: „Am Tage der Volksabstimmung ist es für uns Bischöfe selbstverständliche nationale Pflicht, uns als Deutsche zum Deutschen Reich zu bekennen.“
Und Sie schreiben in einem früheren Posting, wo Sie das Vertuschungsgeflecht der Kirche auch zu relativieren versuchen:..... Das Gewaltsystem, das im Kinderheim der Stadt Wien am Wilhelminenberg geherrscht hat, sprengt jedenfalls bei weitem alles, was es in kirchlichen Einrichtungen je gab. Mittlerweile wird die Berichterstattung als Kampfmittel gegen die Kirche instrumentalisiert......
Warum nur machen Sie solche Spagate, die voll im Sinne Schönborns sind?
MfG
Michael Tfirst
wenn sie ein wenig Gespür hätte oder auch nur die ersten Zeilen der verlinkten Broschüre gelesen hätten, wäre ihnen aufgefallen, dass sie eine Nazi Broschüre zitiert haben.
Ich will ihnen glauben, dass das nicht mit Absicht geschehen ist. Dennoch wäre ich an ihrer Stelle etwas zurück haltender.
dass du mit dem austritt nur die wohndiözese triffst, aber nicht das kloster, die kirche ist keine zentrale struktur, wie viele glauben
klöster wie mehrerau, heiligenkreuz, melk, usw sehen keinen cent aus den kirchenbeiträgen und zahlen umgekehrt keinen cent an die diözesen, die sind es aber, die die grundstruktur der hilfseinrichtungen zur verfügung stellen- ua auch mit geld aus den beiträgen
klöster finanzieren sich meist aus der landwirtschaft, tourismus, o.ä.
"Hingegen sei "durch weltliche Gerichte keinerlei Entschädigungen" zu erwarten, weil die Taten mehrere Jahrzehnte zurücklägen, so der Abt weiter."
Na geh schade aber auch, dass das schon verjährt ist, hätten das so gern ordentlich aufgearbeitet. Ändern wollen wir das aber nicht, denn eine von uns geduldete Opferschutzkommission gibt's ja eh und mit den paar schwarzen Schafen haben wir kurzen Prozess gemacht und sie versetzt!
Geht's scheißn.
Man soll sich an die "unabhängige Opferschutzkommission" wenden, weil von "weltlichen Gerichten" keine Unterstützung zu erwarten sei?
Umkehrschluss, die Opferschutzkommission ist also nicht weltlich, und somit auch nicht unabhängig.
Interessant.
einmal abgesehen davon, dass die Todesstrafe weltweit geächtet werden muss, könnte man die Diskussion um den Aspekt der Verantwortung für jahrzehntelanges Vertuschen von (kirchlichem) Kindesmissbrauch erweitern ...
http://steiermark.orf.at/news/stor... s/2564969/
...dass leute die in den wesentlichen positionen sitzen wie der abt gar nicht mehr anders können als den geschädigten zu zahlen, zu zahlen und nochmals zu zahlen. es geht nicht an dass gerade eine institution wie die katholische kirche, die es sich auf unsäglich freche art anmasst gleichsam hüter der moral zu sein, sich auf die postition zurückzieht die taten seien ohnedies verjährt und man brauche keine entschädigung zu leisten. diese leute kassieren durch verschiedenste privilegien unglaubliche millionensummen jedes jahr und ersparen sich durch steuervorteile riesige summen. jetzt ist es an der zeit die eigene fehlbarkeit einzugestehen und gefälligst entschädigung zu leisten. es geht hier um die leben unzähliger missbrauchter.
Wir wissen bereits, das dieser Verein nicht diese hochmoralische Institution ist, als die sie sich gerne ausgibt.
Also, was erwartest du dann von denen.
Auf wen hingegen tatsächlich Druck auszuüben ist, ist der Gesetzgeber.
Es ist nicht einzusehen, dass a) ein Täter nach ein paar Jahren einfach aus dem Schneider ist, dass Opfer aber ein Leben lang leidet
und dass b) es einer solchen Organisation überlassen bleiben soll, ob sie sich um den Schaden, den sie oder ihre Mitglieder anrichten, kümmern will oder nicht.
Hier gehören Gesetze her, die das eindeutig regeln.
Es sollte in einem demokratischen Land wohl möglich sein, dass der Gerechtigkeit auch ohne öffentlichen Druck genüge getan wird (aber was träum ich schon wieder).
Die mit Abstand meisten Missbrauchsfälle kommen im Familienkreis vor. Wer Steuern zahlt, macht sich wegen Finanzierung der Familienbeihilfe des Missbrauchs mitschuldig.
Hinterziehen Sie Steuern oder legen Sie die Staatsbürgerschaft zurück?
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