Dirigent Chichon kündigt in Riga

  • Karel Mark Chichon, hier 2009 bei einem 'Christmas in Vienna'-Konzert  im Wiener Konzerthaus.
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    foto: apa/herbert pfarrhofer

    Karel Mark Chichon, hier 2009 bei einem 'Christmas in Vienna'-Konzert  im Wiener Konzerthaus.

Der Brite, zuvor Chefdirigent in Graz, protestiert gegen "miserable Musikerlöhne" bei der Lettischen Nationalsymphonie

Riga  - Der Chefdirigent und künstlerische Leiter der Lettischen Nationalsymphonie (LNSO), Karel Mark Chichon, tritt aus Protest gegen die mangelnde Finanzierung des Orchesters aus dem Kulturbudget der Regierung zurück. Der 1971 in Gibraltar geborene Brite arbeitete neben verschiedenen anderen internationalen Engagements seit 13 Jahren mit dem LNSO zusammen. Er verkündete seinen Abschied per 1. Jänner am Freitag in einer öffentlichen Stellungnahme.

 Chichon wirft dem Kulturministerium in Riga vor, Versprechungen im Hinblick auf eine solide finanzielle Unterstützung der Nationalsymphonie mehrfach gebrochen zu haben. Damit vereitle die Regierung die fortgesetzte positive Entwicklung des Orchesters. Er sehe sich außerstande, "Musiker, denen miserable Löhne gezahlt" würden, weiterhin zu motivieren.

Chichon ist immer wieder auch in Österreich engagiert, darunter an der Wiener Staatsoper und bei den Wiener Symphonikern. Vor seiner Ernennung zum künstlerischen Leiter des LNSO im Jahr 2009 war er drei Jahre lang Chefdirigent des Grazer Symphonieorchesters. Die Lettische Nationalsymphonie hatte seinen Vertrag mit dem LNSO erst im Frühjahr auf drei weitere Jahre verlängert.  (APA, 28.12.2012)

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