Feuerwerkskörper - kleiner Sprengsatz mit großer Wirkung

28. Dezember 2012, 13:48
  • Alle Jahre wieder: Verbrennungen, Frakturen und manchmal sogar der Verlust von Fingern und Gliedmaßen zählen zu den schwerwiegendsten Folgen einer "verknallten" Nacht.
    foto: apa/herbert pfarrhofer

    Alle Jahre wieder: Verbrennungen, Frakturen und manchmal sogar der Verlust von Fingern und Gliedmaßen zählen zu den schwerwiegendsten Folgen einer "verknallten" Nacht.

Jährlich gibt es in Österreich etwa 1.000 Unfälle durch Feuerwerkskörper, die mitunter folgenschwer enden

Zu geringer Sicherheitsabstand, Zündung aus der Hand, zu frühe Explosion des Feuerwerkkörpers oder der Versuch, nicht explodierte Feuerwerkskörper nochmals zu zünden, sind Ursache teilweiser schwerer Handverletzungen. "Oftmals werden Haut, wichtige Gefäße und Nerven zerrissen, manchmal sind die Folgen sogar mit dem Verlust der Hand oder des Armes verbunden.", warnt die Österreichische Gesellschaft für Handchirurgie.

Besonders die unsachgemäße Verwendung von Feuerwerkskörpern oder das Zünden von pyrotechnischen Produkten, deren Herkunft nicht nachvollziehbar ist, führen die Experten als Hauptursachen für derartige Verletzungen an. Zudem kommt es immer wieder zu Augen- beziehungsweise Hornhautverletzungen und Hörschäden.

Neben Jugendlichen und Kindern sind vor allem betrunkene Männer gefährdet, denn "Alkoholgenuss mindert das Reaktionsvermögen", geben die Handchirurgen zu bedenken.  (APA/red, derStandard.at, 28.12.2012)

Tipps für den Umgang mit Feuerwerkskörpern:

  • Beim Kauf von Feuerwerkskörper über deren Handhabung beraten lassen und Hinweise befolgen. Außerdem sollte auf die Herkunft der Produkte geachtet werden
  • Jugendliche müssen über den richtigen Umgang mit Feuerwerk instruiert und beaufsichtigt werden
  • Geeignete Lagerung der pyrotechnischen Produkte an einem kühlen und trockenen Ort
  • Keine Eigenkreationen basteln. Österreichs Handchirurgen warnen vor selbst hergestellten "Piraten" (beispielsweise eigenhändiges Zusammenbinden von Knallkörpern), die immer wieder Ursache schwerster Verletzungen sind
  • Bei Abschuss auf vorgegebene Schutzabstände (mindestens 5 Meter), Neigungswinkel und eventuelle Windgeschwindigkeiten achten.
  • Raketen niemals in Richtung von Menschen schießen. Darauf achten, dass Kinder nicht in die Nähe von frisch gezündeten Raketen laufen
  • Nicht explodierte Feuerwerkskörper niemals aufheben oder neuerlich zünden. Es besteht die Gefahr, dass diese "verzögert" explodieren
  • Nicht im Nahbereich von Feuerwerkskörpern rauchen
  • Feuerwerk nur auf festem, nicht brennbarem und ebenem Untergrund zünden und einen vollen Wassereimer für Blindgänger bereithalten

Zum Thema:

"Explosionsverletzungen sind das Non plus ultra"

99,9 Prozent der Unfälle durch illegale Böller

Trauma für die Ohren

Deutlich weniger Giftstoffe in Feuerwerkskörpern

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 102
1 2 3

Schweizerkracher und böller gehören verboten.

Wiedermal glück kapt, dass es mir net an teil vom kopf weggesprengt hat (angsoffener wirft mir des ding knapp am kopf vorbei, explodiert noch iwo in der luft hinter mir weils zu früh losgegangen is). Noch dazu in der stadt drinnen, wo der mist eig sowieso net erlaubt wäre...

Oh...

...armer kleiner Angsthase. Mußt halt die Kuscheldecke mitnehmen, wennst vor die Tür gehst. :-(

Legalität vs. Toleranz

Wenn etwas schädlich ist, kann es nicht toleriert werden. Wenn etwas nicht toleriert werden kann, muss es verboten werden. Wenn etwas verboten wird, ist das ein Eingeständnis, dass es erwachsene Unmündige gibt. Mit ein wenig "Selbstdenken" wäre einsichtig, dass das Ritual der Sylvesterknallerei ein in vielerlei Hinsicht schädliches ist. Machtpolitik muss jedoch die Unmündigkeit fördern und damit das Bedienen des eignen Verstandes auf ein Minimum zu reduzieren suchen, gerade ausreichend, um die Massen konsumieren zu lassen. Falsch verstandene Toleranz und nur einigen wenigen nützliche Gesetze bilden das Fundament einer insgesamt unmündigen Gesellschaft. Und diese knallt sich lustig die Ohren voll, vergiftet die Felder, während andere leiden.

Sehr schön argumentiert! Danke für das schöne Posting!

also wenn ich mir dieses video anschaue, glaub ich irgendwie nicht, das es nur illegale böller sind

sondern schlicht handhabungsfehler bzw absichtliche falschnutzung.

http://www.youtube.com/watch?v=X... sC_U1TdAw&

und die abfrage vorher ist angebracht, paar spaßaktionen sind schlicht idiotisch und life-darwin-award verdächtig.

Zwischen 31.12. 23h und 1.1. 1h gestatten, außerhalb dieser Zeit wirklich rigoros strafen.
Diese Knallerei ab 28. Dezember nervt.

Und die Dinger die nur Krach machen und kein optisches Erlebnis sind, ganz verbieten - damit schmeißen nur blöde Kids die es nicht besser wissen und besoffene Vollpfosten.

Kein Fehler.
Aber dann werden manche zum Selbstbasteln anfangen, und sich schon dabei was wegsprengen.

es ginge auch anders!

nachdem wir z.B. das Rauchen so streng reglementieren und viele andere Bereiche auch, warum geht man nicht her und sagt Knallen am 31.12. nur zwischen 18:00 Uhr am Abend und 2 Uhr Früh, und sonst gibt es Strafen, rigoros. Und warum nicht eine Luxus-Mehrwertsteuer von z.B. 50% oder 70%, das wären einige Millionen die wir zusätzlich bräuchten z.B. für die Ärmsten, damit sie z.B. heizen können. wenn in Österreich 50 Mio. verpulvert werden, sind das immerhin 12 Mio. Zusatzeinnahmen! Das wäre mal eine vernüftige Entscheidung unserer Politiker, die Menschen (die die Knallerei satt haben), die Tiere un die Umwelt würden sich freuen.

Wenn sich ihre Luxus Steuer durchsetzt...

...werden doch nur noch mehr ungeprüfte China Knaller importiert...

"Neben Jugendlichen und Kindern sind vor allem betrunkene Männer gefährdet, denn "Alkoholgenuss mindert das Reaktionsvermögen", geben die Handchirurgen zu bedenken."

Handchirurgen? Wer zündet um Mitternacht Raketen und Böller noch mit der Hand?

/sarcasm off

die kindliche freude am grossen "bummbumm"

hat schon was von "einfach strukturiert"...

die argumente (haustiere etc) der gegner werden gerne als miesmache oder spassverderberei zur seite geschoben.

und wenn man es am silvesterabend aufgrund des respektes vor den bedüfnissen der anderen notwendigerweise tolerieren muss, die woche vor und nach neujahrt bleibt es purer vandalismus und ruhestörung.

ja...

ja, stimme ihnen 100% zu.

man könnte ebenso sagen:
1. Einmal im Jahr, kann man das Kind im Manne schon rauslassen,(was immer noch viel zu wenig ist)

2. wer bei weltweiten Traditionen nicht mitmacht, ist einfach nur auf Abgrenzung aus und macht einen auf selbsternannte Elite - damit er die anderen runter putzen kann....

3. "einfache Struktur": Sex und Essen fallen wohl auch darunter?

..auch diesen Ansichten kann ich genauso wie ihren etwas abgewinnen. ;-)

ich bin in eine der ruhigsten gegenden niederösterreichs gezogen

der einzige der hier böllert ist mein nachbar. ich kann dann das ganze frühjahr die feuerwerkskörperreste aus meinem gemüsebeet graben.
leider hätten nachbars keine freude am kommenden jahr, wenn sie nicht wie die irren im garten hin und herrennen damit das geknalle auch wirklich im sekundtakt erfolgt. sehen tun sie nichts von ihren schönen feuerwerken. dazu sind sie viel zu beschäftigt die dinger anzuzünden.

Prosit und Mahlzeit!

Kürzlich, alljährlich: Die Kleinkinder plärren, weil sie nicht einschlafen können, der sonst stubenreine Hund kackt die Teppiche voll, die sonst schnurrende Katze ist verschwunden. Sylvester, da knallt es eben, und wer dagegen ist, gilt als doof. Mit den Knallern kommt "Der Nebel", wie in jedem Jahr, wie im Gruselfilm: Sicht- und riechbar legt er sich sanft wie der Tod über die Felder; man sollte ihn nicht einatmen, aber er widersetzt sich dem Rauchverbot, das eh nur im Wirtshaus gilt. Alljährlich wabbert ein diffuser Brodem aus hochgiftigen Schwermetallen übers Land und sickert in die Böden - und im Neuen Jahr ziehen die Bauern daraus ihr BIO-Gemüse. Auch für die Knallköpfe. Prosit und Mahlzeit!

Einfach cool bleiben, dann bleibens Kinder und Hund auch.
Meine Kleinen habens entweder verschlafen oder waren stolz, so spät noch aufbleiben zu duerfen und an nem Biskottenfischerl zu knabbern.
Dem letzten Hund wars einfach wurscht, der jetzige schaut sich das am Balkon an und hin und wieder bellt er kurz.

Dass ich zufaellig 2 schussfeste Hunde erwische is eher unwahrscheinlich. Aber wenn ich wegen jedem Knaller selber rumheule, dann wirds Hunderl halt auch nervoes werden.

und trotzdem ist es...

...halt leider einfach
a) Brauch (für viele Familien)
b) Wirtschaftlich gesehen wertvoll
c) ganz einfach geil

Feuerwerkskörper - die letzte Chance für die Evolution

in unserer Gesellschaft

Feuerwerkskörper - die letzte c

kann passie

Ein Wassereimer für Blindgänger?

Ohja!

Wofür den schönen Eimer mit Wasser verschwenden???

...wenn man zu Silvester einen Eimer hat dann hat man da gefälligst Diesel reinzufüllen und jedes explodierende, krachende, zischende oder leuchtende pyrotechnische PRodukt das man in die Finger kriegt!

Dann eine Zündschnur gelegt (20-30 Meter und irgendeine Barikade sind empfehlenswert)... und schon kann man das abgedrehteste Feuerwerk seines Lebens genießen!

Scheinbar werden diese Dinger immer lauter. Unser Hund verbringt Sylvester nur mehr im Badezimmer da man dort den Abzug einschalten kann der zumindest die Knallerei mildert. Die lauten Dinger gehören verboten bzw so hoch besteuert, dass der Staat, also wir Steuerzahler, zumindest finanziell was davon haben.

die knaller hören sie nur an einem tag im jahr

wenn sie das vergnügen haben einen kläffenden köter in der wohnung unter ihnen zu haben, habens das ganze jahr was davon...

Posting 1 bis 25 von 102
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.