Saudische Polizei stürmte Weihnachtsfeier

Sicherheitskräfte drangen in Haus ein und nahmen 41 Gäste fest - Gastgeber war ein asiatischer Diplomat

Das heurige Weihnachtsfest endete für 41 in Saudi-Arabien lebende Christen im Gefängnis. Polizisten stürmten am Mittwochabend ein Haus in der Provinz Al-Jouf und nahmen die anwesenden Christen fest, weil sie, laut Aussendung der Polizei, ein Weihnachtsfest geplant hatten.

Medien berichten, der Gastgeber sei ein asiatischer Diplomat, der 41 Christen, aber auch saudische und ägyptische Muslime zu sich eingeladen hatte. Der Polizeiaussendung zufolge sollen der Gastgeber und zwei Muslime "schwer betrunken" gewesen sein. Ob die Festgenommenen mittlerweile wieder freigelassen wurden, ist nicht bekannt.

Die Ausübung des Christentums, sogar der Besitz einer Bibel oder eines Kreuzes, ist in Saudi-Arabien streng verboten, obwohl das Land nicht wenige christliche Gastarbeiter etwa von den Philippinen oder aus Indien beherbergt. In dem Staat, auf dessen Gebiet die für den Islam heiligsten Städte Mekka und Medina liegen, dürfen keine Gottesdienste gefeiert werden; christlichen Geistlichen ist die Einreise untersagt. Beim Abfall vom islamischen Glauben droht die Todesstrafe.

Öffentliche Weihnachtsfeiern wurden in Saudi-Arabien immer wieder verboten, dass allerdings auch bei privaten Feierlichkeiten eingeschritten wird, ist neu. (red, derStandard.at, 28.12.2012)

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welche religion war damals in Ö verboten?

er schrieb "rund 80 jahre"

wie wärs mit judentum?

und vor den nazis gabs hierzulande eine klerikale diktatur

na ja, als atheist habens doch einen etwas schweren stand gehabt

Sie meinen, im 30-Jährigen Krieg oder anderen religiös begleiteten Ereignissen wäre es anders gewesen? Schon vergessen das Prinzip: Die Religion des Herrschers hat auch das Volk zu haben?

Zugegeben, das ist lange her. Aber wir Europäer haben keinen Grund, deswegen auf andere zu zeigen. Wir können höchstens helfen und versuchen dass die Abkehr von der Religion in diesen Ländern weniger blutig verläuft als hier.

Das sind übrigens diselben Saudis, die ein angeblich interreligiöses Zentrum in Wien gegründet haben

http://derstandard.at/135026114... d-Weltbank

Was für eine unglaubliche Heuchelei.
Wie kann sich unsere Politik nur für ein derart verlogenes Projekt hergeben? Schande über sie!

Interreligiöses Zentrum ja, aber bitte in Riad!

Was sagt eigentlich die Bandion-Ortner, die Chefin vom Abdullah-Fan-Club (oder wie dieser Verein schon heißt), dazu?

Nix. Gibt bestimmt genug Parteispenden damit alle brav ruhig sind.

Hätten Diktatoren wie Assad, Mubarak oder Gaddafi fleissig Geld an europäische Parteien und Medien überwiesen, wären diese Diktaturen auch nie gestürzt worden. Die Saudis machen vor, wie man Diktatur und Beliebtheit im Westen (trotz Verfolgung von Minderheiten) vereint.
Es dreht sich alles nur ums Geld...

wichtig ist es auch darzustellen, dass die aktuelle Regierung viel besser ist als alles, was nachkommen könnte - das vermag die saudische Regierung auf sehr plastische Weise

wenn man Oel (oder Gas) hat,

kann man sich ALLES UMGESTRAFT erlauben ! :-(

Nur wenn man nach der Pfeife der Amis tanzt.

Hauptsache wir sind tolerant, zuvorkommend und erlauben

einfach alles, was von uns verlangt wird. Ein wirtschaftlich uninteressanterer Staat wäre längst schon auf der Embargoliste. Aber wer das Öl hat, gibt den Ton an und wir bewegen uns auf der Schleimspur dorthin.

Mir geht der Aufschrei der Entrüstung ab, vor allem jener, die auch sonst immer bei den ersten dabei sind.

ich bin ja auch empört, dass die Saudische Polizei so schamlos den Artikel 30 des Wiener Übereinkommens über diplomatische Beziehungen verletzt;

oder noch präziser: I gangat haß, tatat I des Gschichtl glaum.

http://www.datenbanken.justiz.nrw.de/ir_htm/fr... 4-1961.htm

Aber wer das Öl hat, gibt den Ton an und wir bewegen uns auf der Schleimspur dorthin.

Stimmt: "Wer das Gold hat, macht die Regeln."
Damit hat man hier zu Lande ganz offensichtlich eine gewisse Anhängerschaft.

Nur weil andere es sind, sollten wir auch intolerant sein?

Sind wir hier im Kindergarten?

Saudiareabien ist der wesentliche Verbündete des Freien Westens -

wir können also erahnen, was der Freie Westen unter Freiheit versteht. Wobei hierzulande ja eher der Neoliberalismus Staatsreligion ist - davon abzufallen ist wirtschaftlicher Serlbstmord.

Christenverfolgung. Again.

Saudi Arabien steht dabei mit an der Spitze.
Nicht gerade weit hinten steht zb auch Indonesien.

das Schweigen der Medienkritiker ist brüllend, wenn eine Meldung nicht aus dem Westen kommt.

Da schreibt eine bekannt saudifeindliche Zeitung eine nicht überprüfbare obskure Geschichte aus einer abgelegenen Provinz, die alleine für ihre Grenzziehung zum Nachbarstaat bekannt ist ("Winstons Schnackerl") und in der sich weit und breit keine Botschaft befindet;

und dort soll ein "asiatischer" Diplomat wohnen, dessen Herkunft nicht genannt wird? Und gerade die Saudis, die selbst die diplomatische Immunität schamlos ausnutzen, dringen in dessen Wohnungen ein? Ohne weltweiten Aufschrei?

Dass Ria Novosti so was ernst nimmt war ja zu erwarten. Aber der kritische Standard. Und seine noch kritischeren Leser?

Wenn die Geschichte wider Erwarten tatsächlich wahr sein sollte, so hat sie wohl einen ganz anderen Hintergrund.

selbst wenn die Geschichte nur konstruiert wäre,

das erschreckende ist, das sie aufgrund der dortigen Gesetzeslage wirklich so sein könnte.
Bibelverbot, Todesstrafe beim Abfall vom Islam, Weihnachstfeierverbot etc., das ist alles Fakt und damit absolut kritikwürdig.
Die selben Leute gründen dann hier ein interreligiöses Zentrum, was für ein Hohn.

falsch -

auch nach saudischer Gesetzeslage hat die Polizei nicht das Recht die Wohnung eines ausländischen Diplomaten zu vertreten;

und das aus gutem Grund: wenn die diplomatische Immunität einmal fällt, dann werden die saudischen Botschafter am meisten darunter zu leiden haben.

http://www.dailymail.co.uk/news/arti... tache.html

selbst wenn die Geschichte nur konstruiert wäre,

das erschreckende ist, das sie aufgrund der dortigen Gesetzeslage (mit Ausnahme des Betretens einer Diplomatenwohnung) wirklich so sein könnte.
Bibelverbot, Todesstrafe beim Abfall vom Islam, Weihnachstfeierverbot etc., das ist alles Fakt und damit absolut kritikwürdig.
Die selben Leute gründen dann hier ein interreligiöses Zentrum, was für ein Hohn.

eine gut konstruierte Geschichte und eine wahre Geschichte sind für Sie also so gut gleichwertig?

und alleine die Saudis sind Heuchler? Ja natürlich!

Man kann den Saudis sehr viel gut belegtes vorwerfen - ist es da nicht ziemlich dumm, dafür eine erfundene Geschichte zu verwenden?

Da wir ja jetzt unser Zentrum haben, könn ma ja drüber reden...wenn's ned z'viel Aufwand is natürlich.

Und wieder muss man sich als österr Staatsbürger fragen, warum unsere Politik das interreligiöse Islam Zentrum der Saudis in Wien unterstützt hat.
Während König Abdullah in Wien auf "Interreligiös" macht, wird in der Heimat jeder Christ verfolgt.

Es ist eine Schande, was unsere Politiker für Geld alles machen.

http://diepresse.com/home/pano... udiarabien

Die ex-ministrable Brillenschlange, kann das sicher plausibel erklären!

Die dürfen es machen. Es ist ja saudi-arabien

ein verbündeter! und spendabler mäzen für toleranz-zentren...

toll

Tja, Saudi Arabien, der tolle Verbündete des Westen der dafür sorgt dass die Segnungen die sein Volk erfährt jetzt auch in Ländern wie Libyen, Syrien,.. verbreitet werden.
Wobei die dortigen Regime um nichts besser sind bzw. waren!

na i was ned...

in d luft gsprengt ist durt ned jeden tag was worn...

Da waren die Muslime unter Saladin vor 850 Jahren

oder im Emirat Cordoba etc. im frühen Mittelalter schon erheblich toleranter und weltoffener.

Man muss leider sagen, dass sich der islamische Wertekatalog seit dem Mittelalter zurückentwickelt hat: wo früher Humanismus, Bildung, Wissenschaft und Toleranz dominierten, sind heute Barbarei, Unmenschlichkeit, Totalitarismus und vollkommene Fortschrittsverweigerung die bestimmenden Elemente des praktizierten Islamismus.

Fazit: der Islam gibt sich dort tolerant, wo er keine Macht besitzt. Sehen wir also besser zu, dass der Islam zumindest in unseren Breiten machtlos bleibt.

Saudi Arabien steht sicher nicht für "die Muslime".

"wo früher Humanismus, Bildung, Wissenschaft und Toleranz dominierten, ..."

Das sind die bekannten Märchen. Es war nie anders, die historische Wirklichkeit sah ganz anders aus.
Nennen Sie mir bitte einen einzigen mittelalterlichen muslimischen Humanisten oder Wissenschaftler?

Die Toleranz in Cordoba? Die einzig großen Köpfe die al-Andalus hatte wurden verfolgt, verbannt und bekamen Lehrverbot:
Maimonides kam knapp mit dem Leben davon und starb in Ägypten.
Ibn Rushd wurde aus Cordoba verbannt, erhielt nicht nicht nur Lehrverbot, sondern es wurde die Philosophie in al-Andalus insgesamt verboten. Er starb geächtet in der Verbannung.

"Saladin", ein Söldnerführer namens Josef aus Tikrit/Irak war ein simpler Schlächter. Auch er wurde posthum verklärt.

Doch, doch: Sie müssen das bitte im Kontext der jeweiligen Epoche

und der jeweils allgemein gültigen zivilisatorischen Paradigmen sehen.

Aber die islamischen Humanisten und Wissenschaftler würden mich trotzdem interessieren

Zumindest im Kino kommen die alten Muslime gut weg. Zum Beispiel in "Königreich der Himmel", den ich für einen besonders gut gemachten Film halte.

WENIGER tolerant sein als die Saudis ist auch technisch wohl kaum mehr machbar.

Ja, wir sollten uns alle ein Vorbild nehmen an der Weltoffenheit und Toleranz

von Teaparty und Neokons - nur der wahre, christliche Gott erlöst uns von aller Schuld!

Auch der Synkretismus

zwischen Judentum, griechischer und islamischer Philosphie eines Maimonides (1135-1204) wäre heute unvorstellbar bei all dem Hass, der sich zwischen den Fundamentalisten der "Weltreligionen" aufgestaut hat.

Oh ja - vielen Dank für diesen wunderbaren Hinweis!

In den intellektuellen (und wirtschaftlichen) Zirkeln Toledos, Sevillas und dem Cordoba des Maimonides war eine Art suprakonfessionelles Utopia beinahe realisiert. In einem vorher und nachher wahrscheinlich nie gekanntem Klima von interkulturellem (interkonfessionellem) Austausch waren Muslime und Juden gemeinsam die treibende Kraft bei diesem Goldenen Zeitalter.

Die Barbaren waren damals die Katholiken im Norden Iberiens, welche - militärisch überlegen - unter dem Titel der Reconquista aus den Tiefen ihres fanatisierten Unverstands jenes Utopia bigottisch blindwütig zerstörten.

Heute wollen umgekehrt die Islamisten aus Unverstand die westlichen Werte vernichten; mögen sie ihrerseits nie die militärische Macht dazu erringen.

"eine Art suprakonfessionelles Utopia "

Stammt das aus 1000 und 1 Nacht oder woher beziehen Sie die Informationen?

Sie müssen sich mal mit Fakten befassen.

Dazu gehört zum Beispiel dass Toledo nie muslimisch war und es in den "intellektuellen Zirkeln" als einzigem Ort Spaniens zu einer Art gemeinsamen Kultur und Architektur kam.
Nach Toledo waren nämlich sowohl Juden wie Muslime vor der Herrschaft der fundamentalistischen Almohaden im Süden geflohen.

Und nochmals: In Ihrem "nie gekanntem Klima von interkulturellem (interkonfessionellem) Austausch im Cordoba des Maimonides" wurden Juden (Maimonides) und Intellektuelle (Ibn Rushd) verfolgt, verjagt und ihre Bücher verbrannt. Beide starben im Exil.
So sah es aus im toleranten al-Andalus.

"bei diesem Goldenen Zeitalter"

.
mit sehr frühem ablaufdatum:

http://de.wikipedia.org/wiki/Mass... on_Granada

Interessantes Detail am Rande Ihres Links:

Der erwähnte Ibn Negrella war Erbauer der ersten "Alhambra". Auch der im antiken Stil ausgeführte weltberühmte Löwenbrunnen dürfte von Negrella stammen.

Wenn man genau hinsieht,schaut alles oft ganz anders aus, nicht nur in al-Andalus.

Sie übertreiben maßlos. Wenn das nachher bis heute nirgendwo erreicht wäre, dann möge sich Gott unser erbarmen.
Sie sollten nachlesen, wie es wirklich zuging; besser als anderswo damals durchaus, aber von Utopia (wobei das Utopia von Morus ja auch keine unbedingt angenehme Gesllchaft gewesen wäre, sondern imho eher ein autoritärer Horrorstaat) weit entfernt.
Da ist selbst die King Abdullah University of Science and Technology wahrscheinlich schon angenehmer und mehr Utopia.

Heute sind die Barbaren weniger katholisch,

mehr evangelikal oder anglikanisch.

Zweierlei Maß

"Die Ausübung des Christentums, sogar der Besitz einer Bibel oder eines Kreuzes, ist in Saudi-Arabien streng verboten"

Und wenn dann irgendwo, irgendwer ein schlechtes Video - in welchem Mohammed vorkommt - dreht, dann regen sich sehr viele auf.

dann regen sich sehr viele auf...

der Strohblonden Hausmeisterin
is des ja eh Wurscht!!

Mein Gott!

Wenn das die Bandion-Ortner und die anderen im König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog wüssten!

...der war gut!

Aber im Ernst: Es geht König Abdullah doch auch hier - wie stets, bzw. immer - nur um Dialog. Er war nur persönlich verhindert, deswegen hat er ein paar spokespersons gesandt, die an seiner Statt in einen intensiven interkulturellen Dialog mit den besoffenen Christen getreten sind.

THIS IS A MESSAGE TO KING ABDULLAH:

In western countries, I can still say it:

YOU SUCK.
YOUR WHOLE FAMILY SUCKS.
SAUDI ARABIA SUCKS.
YOUR POLICE SUCKS.
YOU ARE NOTHING BUT A LITTLE DICTATOR.
YOU DRESS LIKE WOMEN.

Das war mein Beitrag zum interkulturellen Dialog.

Get lost!

"YOU DRESS LIKE WOMEN."

aha intolerant gegenüber transen ;)

ich glaub', das wird denen niemand verraten ;o)

Oder vielleicht wird es gar einer der ersten Erfolge für das Zentrum, wenn Frau Bandion-Ortner verlautbart, dass die Leute für "Weihnachten-feiern" nur ordentlich ausgepeitscht wurden und ihnen gar nichts abgehackt worden ist!

Da wird auch der Ban Ki-moon bestätigt und er kann das Zentrum wieder loben.

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