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  • Auch Wigans Ivan Ramis verschaffte Aston Villa ein Erfolgserlebnis.
    foto: dapd/buckle

    Auch Wigans Ivan Ramis verschaffte Aston Villa ein Erfolgserlebnis.

Allein in der Partie Arsenals gegen Newcastle fallen zehn Tore - Weimann-Team Villa verliert auch gegen Wigan klar - Ferguson hat bereits den Titel in Sicht

Birmingham - Aston Villa muss schwer büßen: Seit die Mannschaft von Andreas Weimann am 15. Dezember mit einem 3:1 Auswärtssieg in Liverpool die Schlagzeilen stürmte, bleibt die Küche kalt. Eiskalt. Einem 0:8 gegen Chelsea und einem 0:4 gegen Tottenham folgte nun ein 0:3 gegen Wigan.

35 Tore in 8 Spielen festigten an diesem Samstag den Ruf der Premier League als aufregendste Liga der Welt. Arsenals Theo Walcott sorgte mit einem Supersolo und insgesamt drei Toren beim 7:3 gegen Newcastle United für den abschließenden Höhepunkt eines der torreichsten Tage in ihrer Geschichte.

Weimann im Abstiegskampf

Weimann, der sich gegen Chelsea an der Wade verletzt hatte, war nach seiner Pause gegen Spurs  wieder von Beginn an dabei. Doch auch das half nichts. Aston Villa präsentierte sich gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf in ernüchterndem Zustand und rutschte hinter die Latics auf Platz 17 ab - nur einen Punkt von den Abstiegsrängen entfernt.

An der Spitze wahrte Manchester United den Sieben-Punkte-Vorsprung auf Titelverteidiger ManCity. Mit dem wiedergenesenen Shinji Kagawa in zentraler Rolle siegten die Red Devils in der 20 Runde gegen das Überaschungsteam aus West Bromwich 2:0 (1:0), City setzte sich in einer spektakulären Partie bei Norwich City vor allem dank dreier Treffer von Edin Dzeko mit 4:3 (2:1) durch.

Kagawa hatte sich am 23. Oktober beim 3:2 in der Champions League gegen Sporting Braga am Knie verletzt. Bei seiner Rückkehr am Samstag war Asiens Fußballer des Jahres bemüht, konnte das Fehlen des verletzen Wayne Rooney sowie des nicht in der Startelf stehenden Robin van Persie aber nicht gänzlich kaschieren. In der 66. Minute wurde Kagawa dennoch unter stehenden Ovationen für van Persie ausgewechselt, der in der Schlussminute für den Endstand sorgte.

Bei den Citizens leitete Dzeko den Sieg mit einem Doppelschlag in den ersten fünf Minuten ein und baute im zweiten Durchgang die Führung mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 4:2 erneut aus (2./5./67.). Damit trug der bosnische Nationalstürmer maßgeblich dazu bei, dass sich der Rückstand im Duell mit dem tapferen Außenseiter auf United nicht weiter vergrößerte. Der Argentinier Sergio Agüero hatte das zwischenzeitliche 3:1 erzielt (50.). 

Ferguson sieht sich schon halb am Ziel

Uniteds Alex Ferguson erwies sich am Samstag wieder einmal als Freund offener Worte. Nach der Kritik von Newcastles Teammanager Alan Pardew an Fergusons Schiedsrichterschelte beim 4:3 gegen dessen Klub am Spieltag zuvor platzte dem Schotten der Kragen. "Das Problem ist, dass ich und Manchester United so viel Aufmerksamkeit bekommen. Ich bin Teammanager des berühmtesten Klubs der Welt", sagte Ferguson: "Ich bin nicht wie Newcastle - ein kleiner Klub aus dem Nordosten."

Seine kleinen Scharmützel kann sich Ferguson, der am Montag seinen 71. Geburtstag feiert, mit Blick auf die Tabelle locker leisten. "Wir sind schon halb da", sagte er über die Titelchancen.

Gunners produzieren sieben Stück

Arsenal und Newcastle sorgten im Abendspiel für ein Torspektakel, das schließlich 7:3 für die Gunners endete. Bis zur 73. Minute stand es in London 3:3, ehe Theo Walcott mit dem 4:3 für Arsenal nachlegte. Der englische Internationale erzielte letztlich einen Triple-Pack (20., 73., 92.). Die Gäste aus Newcastle hatten zuvor durch zwei Tore von Demba Ba sowie einem Treffer von Sylvain Marveaux dreimal einen Rückstand ausgeglichen. Arsenal stieß nach dem neunten Saisonsieg auf Rang fünf vor. 

Was macht Walcott?

"Glorreiche Angriffe, alberne Verteidigung: Das war das Spiel, das die verrückte Attraktivität dieser Saison zusammenfasst", schrieb der Guardian nach dem "Zehn-Tore-Festival" (Sun) in London. Die nicht enden wollenden Spekulation über einen möglichen Abschied Walcotts trübten die Freude beim Arsenal-Anhang jedoch etwas. Der Vertrag des 23-Jährigen, der seit einiger Zeit im Angriffszentrum aufgeboten wird, läuft am Ende der Saison aus.

Teammanager Arsène Wenger sah sich nach der Begegnung sogar gezwungen, ein Machtwort zu sprechen. "Das kann ich ausschließen", sagte Wenger über die Gerüchte, dass der Mann des Spiels den Klub bereits in den nächsten Wochen verlassen könnte: "Ich will mit ihm verlängern. Er gehört hierher." Das denken auch die Fans: "Verlängert mit ihm", sangen die Arsenal-Anhänger. (red/sid/APA - 29.12.2012)

Programm 20. Runde englische Fußball-Premier-League:

Sonntag: Everton - Chelsea (live Sky, 14.30 Uhr), Queens Park Rangers - Liverpool (live Sky, 17.00 Uhr)

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