ORF verliert 2012 wieder etwas Quote: 36 Prozent

28. Dezember 2012, 16:09

Wrabetz: "Das ist in Zeiten weiter zunehmender Konkurrenz ein ganz besonderer Erfolg"

Wien - Quotenbringer wie Fußballeuropameisterschaft, Olympische Spiele, Felix Baumgartners Stratosphärenfall sowie Innovationen der neuen TV-Direktorin konnten den Jahresmarktanteil von ORF 1 und 2 2012 nicht stabilisieren. Stand bis Donnerstag: 36 Prozent nach 36,4 anno 2011 (als der ORF gegenüber 2010 1,4 Prozentpunkte verlor).

Zusammen mit dem erst im Oktober 2011 gestarteten ORF 3, mit Sport Plus, dem ARD-ZDF-SF-ORF-Gemeinschaftssender 3sat und ORF 2 Europe gerechnet blieb die Quote der ORF-Sender gegenüber 2011 konstant bei 38,9 Prozent.

Die meistgesehenen ORF-Sendungen 2012

  • Stratos am 14. Oktober: 2,3 Millionen ZuschauerInnen, 59 Prozent
  • EM-Finale ESP-ITA (2. Halbzeit) am 1. Juli: 1.727 Millionen, 59 Prozent
  • Opernball-Eröffnung am 16. Februar, 1.617 Millionen, 59 Prozent
  • Slalom der Herren in Schladming (2. DG) am 24. Jänner, 1.603 Millionen, 48 Prozent
  • Bundesland Heute am 1. Jänner1., 1.480 Millionen, 57 Prozent

Wrabetz: "Ganz besonderer Erfolg"

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz zeigte sich in einem Jahresbilanz-Mail an die Belegschaft zuletzt zufrieden mit den Entwicklungen. "Wir konnten erstmals seit vielen Jahren einen ganz stabilen Marktanteil erzielen. Das ist in Zeiten weiter zunehmender Konkurrenz ein ganz besonderer Erfolg", so Wrabetz, der allen ORF-Bereichen dankte. Als großer Herausforderungen für 2013 sieht der ORF-Chef die Ski-WM in Schladming und das Thema ORF-Gebühren. "Wir müssen dafür sorgen, dass wir im Jahr 2013 eine Fortsetzung der Refundierungsregelung über 2013 hinaus erwirken - diesmal nach Möglichkeit ohne 'MIZ'." Hinter dem Kürzel "MIZ" verbirgt sich das von der Politik im ORF-Gesetz festgehalten "Maßnahmen-, Indikatoren-, Zielwerte-Programm", das eine kontinuierliche Senkung der Personalkosten des öffentlich-rechtlichen Senders vorsieht. (red, DER STANDARD, 28.12.2012, Update/APA)

Zum Thema
Bulle und Sport bremsen Fall des ORF nur
- Selbst Großevents wie Red Bulls Flugshow aus der Stratosphäre, Fußball-EM oder Olympische Spiele ließen den ORF seine Quoten 2012 nur beinahe halten. Puls 4 und Servus TV konnten dieses Jahr zulegen.

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16 Postings

Wie kann Red Bull Stratos am meisten Zuseher haben? Das schaut man sich doch auf Servus TV an oder nicht?
Ich glaub es gibt in österreichischen Haushalten noch soviele senile alte Menschen, die sich noch nie auf ATV, Puls 4 oder Servus TV verirrt haben oder diese Sender gar nicht einstellen können. (Automatischer Sendersuchlauf ist für die leider schon zu kompliziert) und wie in ihrer Jugend nur ORF 1 und 2 kennen. Möchte die Quote in 10 Jahren sehen, wenn die weggestorben sind. Kaum ein Junger schaut in Zeiten des Internets und online Mediatheken noch fern

Und ORF III hat den besten Marktanteil gestern, Sontag nachgewiesen. Ich denke man muss die programmdirektionen auf bessere Arbeit eintstimen, wenn ein zwanzig Mann Unternehmen solche Sachen vorhupft!

Ahahaha dass nenn ich Ironie das Red Bull-Servus TV Projekt mit den höchsten qouten...

Bleibt zu hoffen für den orf dass auch in zukunft viele servus tv nicht finden auf ihrer Programmliste.

Die VÖZ will den ORF fertig machen. Damit hätten private Konzerne noch mehr Marktanteil und somit auch mehr politischen Einfluss.

Ein starker unabhängiger ORF wäre wichtig für die Demokratie!

was würde ein starker unabhängiger orf besser machen?

Er würde Sie z. B. darüber informieren, dass Sie und jeder Österreicher zum Jahreswechsel 612 Euro erhalten hätten, wenn der Staat die Staatsschulden kreditfinanziert auf die Bürger umgeschuldet hätte.

http://niveus.at/buerger-bailout

Damit könnten Sie sehr lange GIS Gebühren zahlen.

Ebenso könnten sie länger schlafen, weil die besten Sendungen im Hauptabendprogramm und nicht nach 22 h gespielt werden würden.

Ein starker ORF würde sich auch nichts von der VÖZ aufschwatzen lassen ...

Ich würde mir natürlich auch wünschen, dass die "besten" Sendungen im Hauptabendprogramm laufen - leider sind wir da aber in der Minderheit. Wie soll der ORF seine Gebühren vor der Mehrheit sonst rechtfertigen, wenn sie plötzlich nicht mehr das gewohnte/gewünschte Programm bekommt (Millionenshow, Was gibt´s neues, US-Sendungen zum Abwinken, und hie und da ein Runder Tisch mit immer den gleichen altbekannten Gesichtern inkl. überforderten unkreativen ModeratorInnen). Die Mehrheit (~ 35%) wünscht sich dieses Programm und der ORF will das Vertrauen dieser 35% nicht auch noch verspielen.

Das wird nix. Leider.

36% Quote für 100% Gebühren. Gutes Geschäftsmodell.

der vergleich hinkt. 36% quote heißt ja nicht, dass nur 36% den orf nutzen. es heißt, dass 36% der gesamten tv-nutzung auf den orf entfällt. eigentlich immer noch ein hammerwert!

ein grund mehr für w.

die zwangsgebühren zu erhöhen.

für was ist eigentlich diese (nicht gerade unerhebliche) GIS Gebühr? da muss jetzt endlich schluss sein damit.

durch den immer stärker werdenden

qualitätsverlust von ö1 und den permanenten missbrauch des gesamten apparats als propagandamaschine, revidiere ich meinen vorschlag, alles bis auf ö1 und orf 3 zu privatisieren, und plädiere für einen totalverkauf.

das überrascht mich jetzt etwas.

Während

die Quoten des ORF sinken, steigen die Gebühren für ihn diametral entgegengesetzt an :)

"diametral entgegengesetzt"

Je doofer das Posting, um so mehr grüne Stricherl ...

...und die Gehälter der Führungsebene....

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