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Islamabad - Der Sohn der vor fünf Jahren ermordeten früheren pakistanischen Regierungschefin Benazir Bhutto, Bilawal, hat die Justiz des Landes in einer öffentlichen Rede scharf kritisiert. "Könnt ihr das Blut von Benazir Bhutto auf den Straßen von Rawalpindi nicht sehen?", sagte der 24-Jährige am Donnerstag vor mehr als 200.000 Menschen anlässlich des fünften Jahrestags des Anschlags auf seine Mutter an die Adresse der Justiz gerichtet. Er frage sich, weshalb die Mörder noch immer nicht gefasst seien und sich der Oberste Gerichtshof stattdessen mit Problemen wie den Gaspreisen beschäftige.
Die Menschenmenge kam nahe des Familienmausoleums in Garhi Khuda Bakhsh in der südlichen Provinz Sindh zusammen, um der 2007 ermordeten Politikerin zu gedenken. "Lang lebe Bhutto" und "Die Mörder müssen bestraft werden", rief die Menge. Bilawal dürfte es unterdessen selbst in die Politik ziehen. Zwar kann er bei den Wahlen im Frühjahr nicht antreten, weil er das Mindestalter von 25 Jahren noch nicht erreicht hat, Experten rechnen aber damit, dass er als Aushängeschild fungiert. In seiner Rede versprach er, seinen Kampf für die Armen und gegen "antidemokratische Kräfte" fortzusetzen.
Bhutto war am 27. Dezember 2007 während einer Wahlkampfveranstaltung in Rawalpindi ermordet worden. Bis heute wurde niemand für den Angriff verurteilt. Bei dem Selbstmordattentat wurden 16 weitere Menschen getötet. (APA, 27.12.2012)
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