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Der Internet-Wettanbieter bet-at-home hat im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein eine weitere Glücksspiellizenz erhalten, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Am 19. Dezember vergab das Kieler SPD-Innenministerium insgesamt 12 Lizenzen zur Veranstaltung und zum Vertrieb von Online-Casinospielen, die bis zum 18. Dezember 2018 gelten.
Erstmals dürfen nun Zockerfreunde in Deutschland offiziell im Internet pokern; Voraussetzung ist ein "gewöhnlicher Aufenthalt" in Schleswig-Holstein. In allen anderen Bundesländern sind Online-Casino-Spiele verboten.
Die Vergabe der Glücksspiellizenzen in Schleswig-Holstein erfolgte auf Basis eines Landesglücksspielgesetzes, das von Schwarz-Gelb beschlossen worden war. Das neue Regierungsbündnis bestehend aus SPD, Grünen und SSW (Südschleswigscher Wählerverband) wollte das Gesetz eigentlich noch dieses Jahr aufheben und dem deutlich strengeren - und EU-rechtlich zweifelhaften - Glücksspielstaatsvertrag der restlichen 15 deutschen Bundesländer beitreten. Da sich das aber nicht mehr ausgegangen ist, hatte SPD-Innenminister Andreas Breitner juristisch keine andere Wahl als das ungeliebte Gesetz der Vorgängerregierung anzuwenden und weitere Lizenzen zu erteilen, wie er klarmachte.
Vor dem Sommer hat Kiel bereits 15 Lizenzen für Online-Sportwetten vergeben, zum Zug kamen unter anderem der österreichisch-britische Konzern bwin.party, bet-at-home sowie die niederösterreichische Automatenfirma Novomatic. Letztere darf auch - über ihre Tochter Admiral - stationär Sportwetten in dem norddeutschen Bundesland anbieten. In Deutschland sind Sportwetten bis dahin unter das Glücksspielmonopol gefallen, in Österreich sind diese schon lange liberalisiert. (APA,27.12.2012)
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