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Wifo-Bank-Experte Hahn sieht für die Kärntner Hypo eher schwarz.
Wien/Klagenfurt - Franz Hahn, Bankenexperte beim Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo), hat am Donnerstag seine Empfehlung bekräftigt, die Ende 2009 notverstaatlichte Hypo Alpe Adria Bank zu schließen.
Die Bankenkrise sei nicht vorbei. Sie werde erst dann vorüber sein, wenn der Schock, den die Finanzkrise ausgelöst habe, aus den Bankenbilanzen verschwunden sei, sagte Hahn im Hörfunk-Mittagjournal. Das werde noch einige Jahre dauern und noch ganz fundamentale Konsolidierungsanstrengungen erfordern. Immer noch gebe es viele faule Kredite, die die Banken abzuschreiben hätten. Und insgesamt gebe es zu viele Banken in Österreich.
Seit den 1990er Jahren sei die Zahl der Banken im Land von 1.200 auf 800 gesunken. Diese Zahl könnte sich nach Meinung des Experten in den nächsten zehn Jahren noch halbieren. Die Institute müssten Unternehmensgrößen erreichen, die ihnen tatsächlich ein effizientes Geschäftsmodell ermöglichten.
Ein effizientes Geschäftsmodell spricht Hahn der Kärntner Hypo derzeit gänzlich ab. Sinnvoll wäre es, würde man der Öffentlichkeit mitteilen, dass die Strategie nur sein könne, diese Bank aus dem Markt zu nehmen. Es liege in der Verantwortung der Politik, die Bank so zu schließen, dass die Kosten für die Steuerzahler so gering wie möglich ausfallen. Nichtsdestotrotz meint auch Hahn, dass die Milliarden, die schon in die Hypo gesteckt wurden, wohl nicht zurückkommen werden.
Ein Sprecher der Bank äußert an Hahns Ideen heftige Kritik. Die Schließungsforderung sei "für das Unternehmen aus mehreren Gründen weder nachvollziehbar noch entspricht sie dem verantwortungsvollen Umgang eines Wirtschaftswissenschafters mit sensiblen Organisationen wie Banken und dem Bankenplatz Österreich". Es handle sich um eine "fahrlässige Ferndiagnose in Richtung Kreditschädigung". Darüber hinaus ortet man bei der Hypo "mangelnde Informationen". Die Beurteilung des Geschäftsmodells obliege ohnedies zu aller erst den heimischen Aufsichtsbehörden und der EU, so der Bankenvertreter.
Hahn urgierte indes ein Insolvenzrecht für die Banken. Auch müsse die Bankenaufsicht künftig vorbeugend so agieren können, dass es gar nicht so weit kommt, Banken wieder vor dem Zusammenbruch retten zu müssen. Hahn plädiert zudem für Eigenkapitalvorgaben, die über den Konjunkturzyklus variabel sein sollten. (APA, 27.12.2012)
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Allerdings, für andere Banken in Österreich wäre es natürlich angenehm, wenn die Bank (die in Kärnten einen hohen Marktanteil besitzt) zugesperrt würde! ;-)
Das Interesse des Bank-Eigentümers Republik Österreich ist allerdings, dass man möglichst wenig Geld riskiert mit der Stützung der Bank und nicht, dass man einiges Geld in den Sand setzt, damit die Anzahl der Banken (die ohnehin sinkt) rascher verkleinert wird!
und schon wieder eine unprofessionelle Reaktion der Bank.
Mittelmäßigkeit verleitet zu emotionalen Schnellschlüssen.
Also wenn der Sprecher der Bank die Visitenkarte der Bank ist, dann kann es mit dem restlichen Management nicht weit her sein.
Wenn ich der Eigentümer wäre, würde ich dem medialen Treiben ein Ende setzen.
Und: nein, ich stehe der Bank nicht nahe. Und: würde mich freuen, wenn mal was positives aus der Ecke kommt, denn es ist mein Geld, das da verbrannt wird.
hat das Land Kärnten eine Ausfallsbürgschaft gemäß § 1356 ABGB als Haftung für die HYPO übernommen, deren Laufzeit bis zum Jahre 2017 festgesetzt wurde (Beweis Rechungshofabschluss des Landes Kärnten 2005)....also was wäre, wenn es keine Notverstaatlichung gegeben hätte.....??
Frage ist allerdings wenn die Hypo schliesst wer übernimmt dann die Verbindlichkeiten der Bank?
Und was ich einfach nicht verstehen will und kann ist wie kann eine Bank derart schlechte Zahlen schreiben? Das Kerngeschäft der Bank ist doch sehr simpel: man bewahrt Geld ein und zahlt Zinsen dafür aus und verleiht Geld weiter zu einem höheren Zinssatz, von der Differenz lebt man dann. Plus von Servicegeschäften wie Kontoführung, Wertpapierabwicklung etc etc.
Also wo ist das Risiko? Oder haben die wirklich nur in dubiose Tourismuprojekte in Kroatien und Co. investiert? Aber kann es bei solchen Projekten einen Totalverlust geben? Fragen über Fragen...was wurde eigentlich aus der SOKO Hypo die uns der dicke Pröll versprochen hat?
Die hättens schon lange sterben lassen sollen .... aber die Experten waren anderer Meinung.
Wann hören Wir endlich auf auf die Experten zu hören und benutzen wiedeer den ganz normalen Menschenverstand! Denn da hätte man die Bank sofort fallen gelassen und Wir hätten Uns Milliarden erspart die jetzt anderswo fehlen ....
"Experten" verdienen viel (in unserer ausgegliederten Bundesagentur gibt's sogar 3 Kategorien von Experten), halten sich für etwas Besseres und tragen letztlich keine Verantwortung.
Der "Hausverstand" ist meist gratis.
Die Hochfinanz ist ist nach der Teilchenphysik wahrscheinlich das komplizierteste geistige Konstrukt das es gibt.
Habt Ihr überhaupt eine ahnung welche 4 dimensionalen Finanzlabyrinthe hinter einer Bank stecken? (Ja 4 Dimensional! Länge, Breite, Höhe, Zeit)
Wer da emotional entscheidet so wie Ihr, überlässt den Fall oder das bestehen von ganzen Volkswirtschaften schlicht dem Zufall.
1.) die Bank musste aufgefangen werden um sich überhaupt einmal anzusehen was da passiert.
2.) das dauert J A H R E
3.) Jetzt werden Lösungen evaluiert
Das ist der einzige Weg! Wenn wir uns auf die Wutkabeln von Schreihälsen verlassen sind wir alle verloren.
Und nein! da gibt es kein Aber...
Demokratie setzt Bildung voraus.
Lg
Elron
Moment mal! NACHDEM wir Milliarden in die Banken gesteckt haben, sollen wir sie sterben lassen.
Ich kann mich noch erinnern, das die Bevölkerung geschrien hat, die Banken sollen sterben.... das war noch BEVOR wir Milliarden reingesteckt haben!!!
Gibts eigentlich ein emoticon für einen facepalm???
wo kommt immer die naive vorstellung her, eine sofortige insolvenz/schliessung hätte nichts gekostet? stichwort: gewährträgerhaftung. das land kärnten (und somit die republik) hatte im zeitpunkt der übernahme mit über 20 milliarden gehaftet. die wären grösstenteils weg gewesen. jetzt sollen es noch immer um die 17 mia. sein.
und zu Ihrer beruhigung: man macht jetzt die ganze zeit - auch wenn man es aus welchen gründen auch immer nicht offen ausspricht - offenbar eh nichts anderes als die bank langsam zu schliessen: beteiligungen werden verkauft, neugeschäft zurückgefahren, die banken in südosteuropa will man verscherbeln ...
Genau richtig - eine Liquidation dieses Moloches vorallem am Balkan, wäre ein wichtiges Signal in Richtung des abgehobenen Finanzmanagements der großen Institute. Ich habe drei Jahre am Balkan mit dem Management und mit Beratern der Hypo bei einem Projekt zusammenarbeiten müssen. Ich habe fast noch nie mehr abgehobene und realistätsfremde Manager gesehen, als im Umfeld dieser Bank. Geld war sowieso komplett egal, da es ausreichend zur Verfügung stand, ein wirtschaftliches Denken war nicht gefragt. Finanziert wurde alles, nur nicht Projekte, welche wirtschaftlich waren. Kredite wurden vergeben, wo man schon vorher wusste, dass sie nie einbringlich sein werden. Ein kompletter Sauhaufen....
würd ich spontan zustimmen - hab aber keine ahnung warum...
statt dicke sprüche zu klopfen soll mir mal ein experte erklären WIE sowas funktionieren soll...
weniger banken wäre nämlich sicher auch weniger Wettbewerb, dadurch vllt auch weniger Angebote und mehr Kosten für Konten und andere unverzichtbare Finanzleistungen.
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