Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Madrid - Den Aktionären der angeschlagenen spanischen Sparkasse Bankia droht der Totalverlust. Der Bankenrettungsfonds FROB hat den aktuellen Unternehmenswert von Bankia am Mittwochabend auf minus 4,2 Milliarden Euro beziffert, ihre Muttergesellschaft BFA ist sogar minus 10,4 Milliarden Euro wert. Bankia darf Anfang des Jahres mit einer Kapitalspritze von 18 Milliarden Euro aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) rechnen. Doch die Anteilseigner profitieren davon nicht - im Gegenteil: Die Aktien werden durch den folgenden Kapitalschnitt praktisch wertlos. "Man kann noch nicht genau sagen, wie viel die Bankia-Aktionäre verlieren, aber der Verwässerungseffekt wird stark sein, sogar sehr stark", sagte eine Person aus dem Umfeld der spanischen Notenbank der Nachrichtenagentur Reuters.
Dabei haben die Bankia-Aktionäre bereits 80 Prozent ihres Einsatzes verloren, wenn sie die Papiere beim Börsengang Mitte 2011 gezeichnet haben. Am Donnerstag rauschten sie um weitere 13,7 Prozent auf rund 59 Cent in die Tiefe. Bankia gehört zu den vier spanischen Banken, die mit Hilfe von 37 Milliarden Euro an EU-Mitteln gerettet werden sollen. Das Geld fließt zunächst an den FROB, der die Finanzspritze noch in diesem Jahr an die BFA weiterreicht.
Bankia war aus dem Zusammenschluss von sieben Sparkassen 2010 entstanden. Im Zuge der Rettung müssen 6000 Beschäftigte allein bei Bankia gehen, mehr als ein Viertel der Belegschaft, Milliardensummen werden in eine Bad Bank ausgelagert.
Technisch begibt Bankia nach der Finanzspritze zunächst Zwangswandelanleihen ("CoCo-Bonds"), die von der BFA gezeichnet werden. Daraufhin folgt eine Kapitalherabsetzung, die zu einer Wandlung der Anleihen in Bankia-Stammaktien führt. Damit werden die bisherigen Aktionäre massiv verwässert. Auch die nachrangigen Anleihegläubiger müssen bluten. Die Anteilseigner von NCG Banco und Catalunya Banc werden de facto ebenfalls enteignet, die Banco de Valencia wird vom FROB direkt an die CaixaBank weitergereicht. (Reuters, 27.12.2012)
ausende fordern angesichts von Rezession und Arbeitslosigkeit einen Kurswechsel der spanischen Regierung
Die Bonität Spaniens bei Standard & Poor's bleibt unter Druck. Dem Land droht die Abstufung in dem Ramschbereich
Die Volksvertretung beugt sich dem Druck in der sogenannten Gin-Tonic-Krise: Alkohol in der Kantine wird nicht mehr subventioniert
Spaniens Marine wartet länger als geplant auf vier neue U-Boote. Der Grund: Sie haben an die 100 Tonnen Übergewicht
Miguel Blesa war vorübergehend in U-Haft genommen worden - Madrider Landesgericht entscheidet über Aufhebung des Haftbefehls
Er soll ohne Genehmigung der Madrider Regionalregierung ein Darlehen über 420.000 Euro bekommen haben
Von der Großbank auf die Anklagebank
Der spanische König begründet die Entscheidung mit dem Sparzwang. Einmal Volltanken kostet 20.000 Euro
Nicht nur die Bankia ist nichts wert, sondern vermutlich sind auch die Verpflichtungen von Griechenland, Zypern usw. nicht das Papier wert auf dem diese stehen.
http://www.wienerzeitung.at/meinungen... -2013.html
1. wer hat sich bitte 2011 getraut in eine spanische bank zu investieren? -> sskm
2. die aktionäre sind ja quasi miteigentümer, sie haben geld in ein unternehmen investiert dass nur verluste macht, natürlich geht ihr geld damit baden, eh klar -> sskm
oder habe ich in der hitze des gefechts was übersehen??
Im Prinzip haben Sie nix übersehen, bei -4,2 mrd sind die Aktien wertlos und dazu noch ein Teil der Vorzüge / Hybriden / diverse Tiere auch, oder haben jedenfalls einen Quotenverlust zu tragen.
Im realen Leben würde ich aber jetzt als (Groß)aktionär den Vorstand anweisen, die Bank zu schließen, Forderungen rücksichtslos einzutreiben (besonders solche an die öffentliche Hand!), und sonst noch ein paar Gemeinheiten - einfach um den Staat ein bisserl weich zu klopfen.
ESM->FROB->BFA->BANKIA
hat nicht die grüne eva behauptet, dass der esm bestimmt niemalsnicht an banken auszahlt?
damit war wahrscheinlich "nicht direkt" gemeint. Denn durch die schaffung von FROB und BFA, wurden ja eh wieder weitere konstrukte geschaffen, wo sich ein paar eu-beamte fröhlich weiter bereichern können,...
banken sind halt heut mal schnell nur noch minusbeträge wert. aber der germeine hackerl wird schon brav buckeln, damit die schäden der anleger gering gehalten werden können.
na, ein paar nachrangige Gläubiger wirds schon geben, die man recht flott rasieren kann. Notfalls auch ein kleiner Haircut bei senior debt.
Blöderweise schreien immer ein paar deutsch sprechende Nord- und Mitteleuropäer, dass sie zahlen und retten wollen .....
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.