Asamer startet in Libyen wieder durch

27. Dezember 2012, 12:08
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Ausfall einer Jahresproduktion in Libyen beschert Umsatzrückgang

Ohlsdorf - Die Baustoff-Gruppe Asamer mit Hauptsitz in Ohlsdorf in Oberösterreich muss heuer voraussichtlich einen Umsatzrückgang um 21 Mio. auf 452 Mio. Euro hinnehmen. Unter anderem ist der Ausfall von mehr als einer Jahresproduktion der drei großen Zementwerke in Libyen zu verkraften. Für 2013 ist das Familienunternehmen optimistisch, wie einer Presseaussendung am Donnerstag zu entnehmen ist. Man rechne mit einer Umsatzsteigerung auf 510 Mio. Euro.

Der Vorstandssprecher der Asamer Holding, Manfred Asamer, berichtet, man habe mittlerweile die Kontrolle über die libyschen Aktivitäten wieder voll zurückgewinnen können. Im ersten Quartal 2013 soll bei der Produktion das Vorkriegsniveau erreicht werden. Derzeit würden vor allem Privatkunden das Baugeschehen vorantreiben. Nach der Bildung der neuen Regierung werde demnächst auch das Anspringen der industriellen Bauaktivitäten und des Transportbetonmarktes erwartet.

Strategische Neuausrichtung

Asamer mit seinen 5.450 Mitarbeitern an über 140 Standorten will sich 2013 strategisch neu ausrichten und dabei auf das Kerngeschäft mineralische Baustoffe konzentrieren, aber auch regionale Schwerpunkte auf Märkten mit nachhaltiger Kaufkraft setzen. Neben einer positiven Entwicklung in Libyen rechnet das Unternehmen im kommenden Jahr auch mit stabilen Marktverhältnissen vor allem in Österreich, Tschechien und Bosnien. Die anderen Mittel- und Osteuropäischen Märkte werden weiterhin schwach bleiben, so die Einschätzung.

Demgegenüber würden sich die arabischen Länder in einer wirtschaftlichen Aufbruchsstimmung befinden. Asamer profitiere von seinen Aktivitäten in Nahost und liefere hochwertigen Qualitätsbeton für zahlreiche Großprojekte im arabischen Raum, vom Flughafen in Riad über Villenprojekte in Abu Dhabi bis hin zu einer Metro in Doha, heißt es in der Presseaussendung. In Katar etwa würden bis 2022 rund 150 Milliarden US-Dollar (115,71 Mrd. Euro) investiert, um die Infrastruktur-Anforderungen für die Fußballweltmeisterschaft zu erfüllen. Die ersten Projekte sollen Mitte 2013 starten, der ganz große Bauboom werde für 2014 erwartet. (APA, 27.12.2012)

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