Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
2012 sind sich Apple, Amazon, Google und Facebook gegenseitig mächtig auf den Pelz gestiegen. Nächstes Jahr wird die große Schlacht im Tech-Sektor weitergehen und wohl an zwei Fronten eskalieren: Hardware und Suche. Das Wall Street Journal gibt einen Ausblick auf 2013.
Softwaregrößen wie Amazon und Google fahren zunehmend neue Geräte auf, um sich die Loyalität ihrer Kunden zu sichern sowie ihre Softwaredienste und den daraus resultierenden Einkommensfluss besser zu kontrollieren. Eine Strategie, die sie auf zunehmenden Kollisionskurs mit Apple bringt, wo man im Gegenzug mehr auf eigene Software setzt, um die eigene Hardware hervor stechen zu lassen.
Google hat mit dem 12,5 Milliarden Dollar-Kauf von Motorola Mobility aufgerüstet und nicht nur ein breites Portfolio an Patenten, sondern auch ein Unternehmen erworben, mit dem sich künftig eigene Android-Geräte herstellen lassen könnten. Amazon, das mit dem Kindle Fire in den "Tablet Wars" gut Fuß gefasst hat, soll wiederum an einem eigenen Smartphone arbeiten.
Alle vier Unternehmen sehen die Websuche als großes, neues Betätigungsfeld. Für viele Jahre die unumstrittene Stammdomäne von Google - erkennbar an der Etablierung des Wortes "googlen" für den Vorgang - ist diese Vorherrschaft besonders im mobilen Bereich nun alles andere als ewig gesichert. Apple ist in diesen Bereich mit der Sprachassistentin "Siri" vorgedrungen und wird deren Kapazitäten weiter ausbauen.
Google hält mit "Google Now" dagegen, bei Facebook hat man die Suche laut Ankündigung ebenfalls als neues Arbeitssegment entdeckt. "Sie machen sich überall gegenseitig den Markt streitig", meint Greg Sterling von Opus Research. Nächstes Jahr steht den "großen Vier" Einiges bevor.
Apple wird sich kommendes Jahr wohl in der Defensive wiederfinden. Rivalen von Amazon bis Samsung sind mittlerweile am Smartphone- und Tabletmarkt tätig, den man zuerst fast nach Belieben dominiert hat. Bei Telefonen hat Android mittlerweile einen Marktanteil von rund 70 Prozent, während jener der iPhones im Verlauf von 2012 laut IDC von 23 auf 15 Prozent zurückgegangen ist.
Das bedeutet freilich nicht, dass nun weniger Apple-Telefone verkauft werden. Viele Nutzer in westlichen Märkten sind gerade im Umstieg auf Smartphones begriffen, gleichzeitig werden andernorts neue Märkte erschlossen.
Auch der starke Stand des iPads ist gefährdet, man verliert auch hier Marktanteile gegenüber Android. Das iPad Mini zeigt, dass Apple gewillt ist, mit neuen Eigenkreationen dagegen zu halten. Gleichzeitig arbeitet man offenbar an einem eigenen TV-Gerät und bespricht mögliche Partnerschaften mit Kabelnetzbetreibern. Wie immer schweigt das Unternehmen zu derartigen Spekulationen, ob 2013 tatsächlich das Jahr des "Apple TV" wird, bleibt abzuwarten.
Im Bereich der Suche ist nun William Stasior für den Konzern tätig, der von Amazon abgeworben wurde. Auch Siri dürften einige Neuerungen bevor stehen.
Bei Google beschäftigt man sich damit, mit seinen zahlreichen Diensten immer mehr Menschen zugänglich zu machen. Wichtig dafür ist einerseits, gefunden zu werden, und andererseits auch Infrastruktur, damit potenzielle User sich bei der Verwendung von YouTube und Co. von niedriger Bandbreite abschrecken lassen.
Das Unternehmen ist im Begriff, auch ein Internet Service Provider zu werden. Großer Beliebtheit erfreut sich das "Google Fiber"-Pilotprojekt in Kansas City, 2013 dürfte der Dienst auf neue Standorte ausgeweitet werden.
Ebenfalls zu erwarten ist neue Hardware, darunter Tablets und Smartphones von Motorola als weitere Alternative, auch zur in Kooperation mit anderen Herstellern betriebenen Nexus-Reihe. Auch mit dem Release von neuen Smart Devices abseits dieser beiden Kategorien ist zu rechnen. Einen Vorgeschmack dazu gab es mit dem Nexus Q, wenngleich dieses Projekt aufgrund von diversen Schwierigkeiten momentan auf Eis liegt.
In Sachen Webdienste ist Google dabei, sein Dienstangebot immer weiter zu vernetzen und befindet sich mit Google+ weiter im Frontalangriff auf Facebook. Außerdem steht 2013 die Entscheidung an, ob man gemeinsam mit einem Autohersteller erstmals die selbstentwickelte "self-driving car"-Technologie in ein neues Produkt integriert. Anfang des Jahres soll zudem die Entwickler-Ausgabe der smarten "Google Glass"-Brille fertig sein.
Bei Facebook wird sich 2013 viel darum drehen, wie man sein Geschäftsmodell auf den mobilen Bereich zentrieren und den denkbar schlecht gelaufenen Börsenstart vergessen machen kann. Schon heuer hat man seine Haupt-App für verschiedene Betriebssysteme einer kompletten Überarbeitung unterzogen, ihr mit dem Messenger und Poke zwei eigenständige Programme an die Seite gestellt und neue Werbeprodukte eingeführt.
Ein kolportierter Einstieg ins Hardwaregeschäft mittels eigenem Telefon wurde von Mark Zuckerberg bislang abgestritten, denn er sähe darin eine "falsche Strategie". Insider jedoch berichten von einer Zusammenarbeit mit HTC.
Die Suchanstrengungen im Mobile-Bereich dürften nächstes Jahr mit einer Möglichkeit erweitert werden, Geschäfte und Dienstleister im Umkreis zu finden, wobei Freunde und andere User für Empfehlungen herangezogen werden.
Ebenfalls stärker betätigen wird man sich im Bereich E-Commerce. Schon vor Weihnachten eröffnete man die Möglichkeit, via Facebook Geschenke wie Starbucks-Gutscheine oder Kekse für Freunde zu kaufen. Je mehr Retailer man als Partner gewinnen kann, desto mehr wird man zu einer Bedrohung für Amazon.
Der weltgrößte Onlinehändler wiederum könnte schon früh im neuen Jahr mit einem eigenen Smartphone überraschen. Dieses soll - hier bezieht sich das Wall Street Journal erneut auf Leute, die mit den Plänen des Konzerns vertraut sein sollen - bereits mit asiatischen Zulieferern getestet werden. Ein solches Gerät wäre wohl die logische Fortsetzung des Android-basierten Kindle Fire HD-Tablets. Amazons eigener Appstore umfasst mittlerweile über 60.000 Programme.
Ähnlich wie Google es bislang mit der Nexus-Reihe gemacht hat (und wie man es bereits mit dem eigenen Tablet praktiziert, das wohl auch 2013 eine Neuauflage bekommen wird), könnte es sich dabei um ein hardwareseitig potentes Gerät handeln, das zum Kampfpreis unters Volk gebracht wird. Denn verdient wird an Werbung und dem Verkauf von digitalen Inhalten.
Mit eigenen Retail-Stores könnte man zudem den Druck auf Konkurrenz und Offline-Handel erhöhen. Hier könnten Kunden interessante Produkte vor dem Kauf ausprobieren und anschließend ihre Bestellung aufgeben, eine Praxis die auch als "Showrooming" bekannt ist.
Nicht zu vergessen sind Research in Motion und Microsoft. Erstere wollen Ende Januar mit BlackBerry 10 ihren Niedergang im Smartphone-Bereich aufhalten und sich wieder als Größe etablieren. Microsoft wiederum will mit Windows 8 und RT im Tablet-Bereich Fuß fassen, wobei auch Nokia behilflich sein könnte. Gleichzeitig will man mit Windows Phone 8 weiter neue Smartphone-Kundschaft gewinnen.
Parallel dazu entsteht neue Dienstleistungs-Infrastruktur. Mit Bing hat man eine eigene Suchmaschine am Start, mit Outlook.com eine große Userbase in Sachen Webmail und last but not least mit Skype auch den wohl populärsten VoIP-Messenger im Portfolio. (red, derStandard.at, 27.12.2012)
derStandard.at/SMS: Nachrichten in Echtzeit auf Ihr Handy!
Google und NASA setzen ab dem dritten Quartal auf einen neuen, schnelleren Quanten-Computer
Aktualisierte iOS-App bietet zudem neue Geofencing-Funktionen und Zeitsteuerung
Google setzt bewusst Zeichen - Einheitliche Services über Betriebssystemgrenzen hinweg, Android-Updates durch die Hintertür
Opportunity legte 35,760 Kilometer auf dem Mars zurück – absoluter Rekord wird von ehemaligem Sowjet-Gefährt gehalten
Technologie könnte Einheiten im Feldeinsatz unabhängiger von traditionellen Versorgungsketten machen
Ein US-Restaurant blamiert sich zuerst im TV und dann mit beleidigenden Postings gegen Facebook-User
Intelligente Systeme sollen zukünftige Probleme der Ballungszentren lösen
Facebook, Twitter und Tumblr-Apps veröffentlicht - Neues, natives Glass Development Kit angekündigt
Gespaltene Meinung bei Entwicklern
Wartet mit substanziellen Verbesserungen auf - 3D-Ansicht und aufgeräumte Kartendarstellung als Highlights
Die 5-Megapixel-Kamera wird über die CSI-Schnittstelle verbunden
Auch andere große Medien springen ins Datenbrillen-Boot und veröffentlichen Apps
Der Suchgigant wirft Microsoft Verletzung der Nutzungsbedingungen vor
Ab 29. Mai online und im Fachhandel erhältlich - Ab 879 Euro
Erste Eindrücke zur "Explorer Edition" - Potential erkennbar, aber auch noch viele offene Fragen
Maschinelles Lernen und zentrale Rechenprobleme im Fokus des Projekts
Neue Version unterstützt Dateien im EPUB und PDF-Format - Maximal 1.000 Werke
Russisches Roulette mit Facebook-Profilen löschte Nutzerdaten in einem von sechs Versuchen
Buccaneer und MakiBox - Preis bringt Massenmarktchance, Qualität aber fraglich
...wo man offensiv und mit aller Macht versucht, sich in immer mehr Wirtschaftsbereichen zu etablieren...
"Kerngeschäft" ist denen ein Fremdwort…
...und nach Möglichkeit überall mit dem Wunschziel des achtzig-Prozent-fast-Monopolisten...
Da wird allen anderen vehement auf die Zehen gestiegen und in deren Geschäftsfelder eingedrungen...
Und umgekehrt der Einstieg diverser Newcomer bei der Suche...?
...bezieht sich immer bloß auf ausgewählte Spezialbereiche...
Googles eigentliche Suchmaschinen-Dominanz bleibt davon völlig unberührt und ist nicht im Geringsten gefährdet...
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.