Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

15. Mai 2010: Ein Mann probiert im Rahmen der 139. Jahresversammlung der National Rifle Association die Zielvorrichtung eines Gewehrs aus.
Nach dem Amoklauf an einer Volksschule in Newtown, USA, hielt sich die National Rifle Association (NRA), lange bedeckt. Nicht zuletzt mied man das Rampenlicht wohl, weil die neuerliche Tragödie die lockeren Waffengesetze des Landes zum Kippen bringen könnte. Nun dürfte sich die Waffenlobby allerdings eine Verteidigungsstrategie zurechtgelegt haben, um von der Waffendebatte abzulenken: Nicht der leichte Zugang zu Waffen sei an den Massakern schuld, sondern so genannte "Killerspiele" und gewaltverherrlichende Medien.
"Hier ist eine weitere schmutzige Wahrheit, die die Medien zu vertuschen versuchen. In diesem Land existiert eine herzlose und korrumpierende Schattenindustrie, die Gewalt gegen die eigenen Landsleute verkauft und sät", sagt NRA-Geschäftsführer Wayne LaPierre in einer aktuellen Stellungnahme. "Mit bösartigen, gewalttätigen Videospielen, mit Namen wie 'Bulletstorm', 'Grand Theft Auto', 'Mortal Kombat' und 'Splatterhouse'."
Um seinen Standpunkt zu untermauern, gräbt LaPierre sogar ein bislang weitgehend unbekanntes, besonders morbide klingendes Browserspiel hervor, in dem Spieler gegen bewaffnete Kindergartenkinder antreten. "Und hier ist eines: Es heißt 'Kindergarten Killers'. Es ist bereits zehn Jahre online. Wie können meine Forschungsmitarbeiter das finden, und keiner von euch, oder wolltet Ihr, dass niemand weiß, dass Ihr es gefunden habt?"
"Schmutzigste Form der Pornografie"
"Und dann gibt es die blutrünstigen Splatterfilme wie 'American Psycho' und 'Natural Born Killers' (...) und tausende Musikvideos die das Leben als Witz und Morden als Lebensweise porträtieren. Und sie haben die Unverschämtheit, es Unterhaltung zu nennen", weitet der NRA-Chef seine Medienkritik aus. "Aber ist es wirklich Unterhaltung? Ist das Fantasieren vom Töten von Menschen in Wirklichkeit nicht die schmutzigste Form der Pornografie?"
Die Rede wird unterdessen in politischen Kreisen bereits stark kritisiert, berichtet Gameindustry. Der kalifornische Senator Leland Yee bezeichnete LaPierres Stellungnahme als "armselig und völlig inakzeptabel". Nicht zuletzt hätte die NRA im Jahr 2011 die Gesetzesvorlage gegen Gewalt in Videospielen in keinster Weise unterstützt.
Anstatt nun ernsthafte Lösungsvorschläge für die zunehmenden Gewaltprobleme in den USA zu erarbeiten, sei man lediglich damit beschäftigt, einen Sündenbock zu finden. (zw, derStandard.at, 27.12.2012)
Update: Server wieder online - CCP erwägt Entschädigung für Spieler
Konzern weicht User-Kritik aus, anstelle reinen Tisch zu machen
Kampagne auf Twitter schlägt nach massiver Kritik an Xbox One-Kopierschutz hohe Wellen
Spiele mit Region-Lock - Sony sieht nach Kundenaufschrei von ähnlichem System ab
Patent deutet auf System zur Beschränkung der Nutzungsrechte für Medienanbieter hin
Internationale Handelskommission: Software-Riese verletzt kein Patent von Motorola Mobility
Hersteller beansprucht Werbeeinnahmen durch User-Videos von Nintendo-Games für sich
EA-Gebrauchtspiele lassen sich künftig auch im Mehrspielermodus gebührenfrei zocken
Von THQ heimgekehrter Kreativdirektor wurde nicht mit offenen Armen empfangen
Künftig keine Zahlungen und Werbedeals für Waffenlizenzen mehr
Gearbox will sich gegen Sammelklage wegen irreführender Werbung wehren
Sammelklage wegen täuschender Werbung gegen die Hersteller des Videospiels eingereicht
Designer von "Game Dev Tycoon" hält Spielepiraten auf geniale Weise den Spiegel vor
Manager Hines: Dennoch werde der "The Elder Scrolls"-Schöpfer nicht von Single-Player-Games absehen
Angel Hamilton entlarvt sich selbst, als er vor laufender Kamera von seinem Rollstuhl aufspringt
Initiative will neben männlichen Stars auch weibliche Ballkünstler am virtuellen Rasen sehen
Britische Behörde untersucht vor allem Geschäftspraktiken, die Kinder zum Zahlen bewegen
Kommentar zum kolportierten Online-Zwang der neuen Xbox kostete Adam Orth den Job
Spielhersteller setzt sich gegen Banken und Ölkonzerne durch - EA: "Das können wir besser"
Gleichzeitig wird die Games-Industrie nach wie vor von Männern dominiert
CD Projekt: "Wir versuchen DRM loszuwerden. Wenn es jemand kopieren will, wird er es schlussendlich doch tun"
dass er mit "American Psycho" und "Natural Born Killers" zwar durchaus brutale, aber auch unglaublich Medien- und Gesellschaftkritische Filme nennt.
Gerade erst vor ein paar Wochen habe ich mir "Amercian Psycho" wieder einmal angesehen und muss sagen, der Inhalt ist wohl aktueller den je. Dass die Message der beiden erwähnten Filme Wayne LaPierre nicht gerade gefallen dürfte glaub ich ihm natürlich schon.
Bei aller Abneigung gegen die NRA, ganz Unrecht hat der Hoschie nicht. Ich spiele aber selbst gern Egoshooter (FarCry3 derzeit). Aber was im TV am helllichten Tag geboten wird ist schon abartig. Kaum eine Sendung in der nicht jemand umgebracht wird. Gewalt ist leider tatsächlich allgegenwärtig in unseren Medienlandschaft.
Ja, es ist abartig, was im TV geboten wird und so manch Computerspiele sind auch krank.
Dennoch muss man sehen, dass die Anzahl der Schusswaffenmorde in den USA jene in Großbritannien um das 130-fache übersteigen, obwohl man nur die 6-fache Bevölkerung hat.
Japan hat praktisch überhaupt keine Schusswaffenmorde.
In Japan und UK werden Schusswaffen sehr restriktiv gehandhabt. Bei den Videospielen und bei der TV-Unterhaltung gibt es keinen Unterschied zu den USA.
Wobei man hier aufpassen muss, nicht Korrelation und Kausalität zu verwechseln. Auch in Österreich sind Waffen relativ leicht verfügbar, jedenfalls leichter als in DE, UK oder JP. Trotzdem halten sich Verbrechen mit Feuerwaffen in Grenzen. Das Problem der extrem hohen Gewaltverbrechensrate sitzt in den USA viel tiefer in der Seele des Volkes, und restriktivere Waffengesetze - wenn auch ein begrüßenswerter Anfang - würden das Problem noch lange nicht lösen.
Sie haben schon recht, dass man Korrelation und Kausalität auseinanderhalten muss. Im Fall der Waffen sind die Kausalitäten aber schwer zu negieren.
Faustfeuerwaffen sind in Österreich ziemlich schwer zu bekommen. Gewehre, wie jenes, das der Attentäter von Newtown verwendet hat, bekommt man bei uns überhaupt nicht.
Bei uns gibt es auch keine allein erziehenden Waffennärrinnen. Dementsprechend wäre so eine Szenario, wie in Newtown, bei uns fast unmöglich.
Eines der letzten Massaker in DE wurde vom Sohn eines Sportschützen verübt. Auch der hatte einen leichten Zugang zu Waffen.
Pornografie ist die direkte Darstellung der menschlichen Sexualität oder des Sexualakts mit dem Ziel, den Betrachter sexuell zu erregen, wobei die Geschlechtsorgane in ihrer sexuellen Aktivität bewusst betont werden - ich versteh nicht was das mit Gewalt in Computerspielen zu tun hat - kann mir bitte jemand auf die Sprünge helfen?
dann haben wir das einfach falschverstanden! bei der NRA sind ausschließlich echte pazifisten, denn die lehnen den einsatz, egal welchen, ja strikt ab. die wollen ihre waffen nur weil sie so hübsch sind (man beachte die kunstvollen ornamente auf der glock 18) und um sie eventuell vor einer kamera friedlich glockenhell lachend in die höhe zu halten. na, die kleinen spätzchen tun ja eh nix, das sind immer nur die bösen leute die gerne die-hard schauen und räuber und gendarm spielen.
Blöd nur das es keine "Killerspiele" gibt.
Dabei handelt es sich um einen, von ahnungslosen Politikern, geschaffenen Begriff, der sich leider in den Hirnen der breiten Masse verankert hat und VIDEOSPIELE in den Dreck zieht :'(
Am schlimmsten finde ich dabei aber, dass der Großteil jener Leute, die mit diesem Begriff um sich werfen ihn weder definieren können, noch auch nur eines der vermeintlichen Spiele gesehen, geschweige denn gespielt haben!
Diese Frage rund um die Definition von "Killerspielen" ist ganz schön öde. Alle Spiele, in denen explizit oder implizit getötet wird, sind auf gewisse Art Killerspiele.
Wohin soll die Fragerei um eine Definitionen denn eigentlich führen?
"Am schlimmsten finde ich dabei aber, dass der Großteil jener Leute, die mit diesem Begriff um sich werfen ihn weder definieren können, noch auch nur eines der vermeintlichen Spiele gesehen, geschweige denn gespielt haben!"
Was ist daran so schlimm? Um Gewaltverherrlichung zu erkennen, muss man das dumme Spiel nicht auch noch spielen.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.