Kaum Top-Noten für Backstubenbrot

27. Dezember 2012, 08:55
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"Konsument" testete Weckerl und Brot aus Österreich, Top-Noten wurden an wenige der Produkte vergeben

Wien - Immer mehr Menschen wollen wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen. Doch wenn es um Bio-Produkte aus der Backstube geht, gibt es große Verunsicherung. Die meisten Konsumenten denken bei Bio-Brot automatisch an Vollkornbrot, und verschätzen sich, wie ein Test des Verbraucherschutzmagazins "Konsument" (Jänner-Ausgabe) ergab. Von 23 Bio-Broten werden gerade einmal fünf mit der Bezeichnung Vollkorn ausgelobt.

Verwirrung herrscht häufig aber nicht nur auf der Käufer-, sondern auch der Verkäuferseite. Konsumenten, die im Geschäft nach Vollkornprodukten fragen, bekommen häufig etwas mit Sonnenblumen- oder Kürbiskernen angeboten. "Ist gesund, schmeckt gut, hat aber leider nichts mit Vollkorn zu tun", sagen die Verbraucherschützer. Getestet wurden insgesamt 23 Bio-Brote und elf Stück Bio-Gebäck aus ganz Österreich. Die Produkte wurden verpackt oder offen angeboten.

Wenige Top-Noten

Das Gebäck wurde von den Experten der Versuchsanstalt für Getreideverarbeitung (VFG) begutachtet. Nach intensiven Tests wurden allerdings nur wenige Top-Noten vergeben. Lediglich vier Brote erhielten die volle Punktezahl. Neben dem G'schmackigen Roggenloab und dem Vollkorn Dinkelbrot von Zurück zum Ursprung konnten auch das Dreizinnenbrot, ein Roggenbrot von Fine Food und das Tiroler Roggenbrot von Bio vom Berg überzeugen.

Weniger gut fielen die Noten für Bio-Gebäck aus. Dort schaffte es nur ein Produkt ganz nach oben. Das am besten beurteilte Gebäck ist ein Kürbiskernweckerl, das von der Wiener Bäckereikette Felber kommt.

Wer im Supermarkt Brot und Gebäck einkauft, erfährt nur in den seltensten Fällen, welcher Betrieb die Ware produziert. Anders bei Hofer und seiner Eigenmarke Zurück zum Ursprung. Hier findet sich auf jeder Verpackung der Hersteller. Zurück zum Ursprung wird allerdings nicht nur von einem, sondern von verschiedenen Backbetrieben beliefert. Bio-Brot kann also durchaus auch aus der Fabrik kommen, berichtete der "Konsument". (APA, 27.12.2012)

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    Was genau jetzt unter Vollkorn zu verstehen ist? Bei den Käufern herrscht darüber ebenso Unklarheit wie bei den Verkäufern.

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