Vielleicht ist unser Universum nur eine Simulation

Silas R. Beane hält es statistisch gesehen für wahrscheinlich, dass wir in einer Simulation leben

Eine Karte des Universums aus dem Jahr 2003 - vielleicht gibt es ja auch einen äußeren Betrachter.

Von Plato bis zu den Machern von "Matrix" habe sich große und nicht ganz so große Denker mit der Vorstellung befasst, dass das von uns wahrgenommene Universum nicht "real", sondern nur ein Abbild, eine Illusion bzw. - moderner ausgedrückt - eine Simulation ist. Auch in der Physik wird diesem Gedanken nachgegangen.

Einige Forscher an der Universität Bonn legten heuer einen Aufsatz vor, in dem eine Methode vorgeschlagen wurde, wie man herausfinden könnte, ob unser Universum tatsächlich nur eine Simulation ist. Die Bonner Physiker beschäftigen sich selbst mit der Erstellung von Simulationen, wenn auch vorerst nur auf einer sehr viel niedrigeren Ebene. Mit dem Fortschreiten der Technologie könnten sich die Dimensionen dieser Simulationen aber rasant vergrößern, wie der an dem Aufsatz beteiligte Physiker Silas R. Beane in einem Interview mit dem "New Scientist" sagt. Eine Simulation in der Größe unseres Universums könnte ihmzufolge schon in 500 Jahren möglich sein. Warum er es statistisch gesehen für wahrscheinlich hält, dass wir in einer Simulation leben, erklärt er hier:

--> New Scientist: "The idea we live in a simulation isn't science fiction"

--> Das Abstract des Forschungspapiers: "Constraints on the Universe as a Numerical Simulation"

(red, derStandard.at, 01. 01. 2013)

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Die Realität ist nur die Fiktion von unverbesserlichen Realisten.
The Matrix has you ...
Das absolut Geniale an dem Film ist die absolute Unwiderlegbarkeit 8-)

Bei dem was es alles (nicht) gibt

ist auch das Möglich:
1) Es gibt keine Zeit - nur Zerfall.
2) Es gibt keine Schwerkraft - die dunkle Materie hält alles zusammen.
3) Es gibt nichts -wir sind nur der Traum eines höheren Wesens.
1 und 2 halte ich für sehr möglich.
3 ist Thema in einem uralten Science-Fiktion Roman

es ist gut vorstellbar

Stellen wir uns mal rein hypothetisch vor dass wir wirklich unsterbliche Wesen sind (sog. Seele, feinstofflicher Körper, etc.). In dem Fall wurden wir nie geboren und existieren seit immer. Stellt euch mal vor dass man irgendwann alles gesehen hat und es wird mit der Zeit immer mehr und mehr langweilig.

Was müsste man werden um das ewige Leben wieder genießen zu können, ja richtig, Sterblichkeit hinzufügen, damit wir das Leben wieder leidenschaftlich genießen können, und deshalb wissen wir auch nicht dass wir in der Matrix sind, weil das wissen die Illusion zerstören würde.

Nur so ein kleiner Denkanstoß :)

Um die letzten Rätsel der Realität zu erforschen bräuchte man nicht unbedingt das grosse Universum zur Rate ziehen.

Die ganz einfache, aber äußerst rätselhafte Frage zu klären, würde uns auch zum Stein der Weisen näherbringen:

Wie können sich objektive biologische/physikalische/biochemische usw. Prozesse
in uns Menschen in subjektiven Gefühlen (Freude, Scherz usw.) niederschlagen?
Wie funktioniert diese geheimnisvolle Transformation?
Ja, die Ausschüttung gewisse Substanzen... würde ein
Biochemiker sagen. Aber wie wird daraus Schmerz oder Eurphorie usw. usw., was man echt spührt?

Wie das Erkennen funktioniert? Grundsätzlich braucht man die Daten über das zu Erkennende, eine potentielle Repräsentation dessen (bzw. viele Kandidaten zur Auswahl), und dazu noch eine Bewertungsfunktion für die Repräsentationsqualität.

Wie das dann konkret im Gehirn abläuft wird wohl erst herauszufinden sein wenn die Gehirnsimulationen bzw. die Methoden zu deren experimenteller Überprüfung gut genug dafür sind.

Mit der Astronomie hat das eher weniger zu tun, abgesehen davon dass man eines Tages selbstlernende Simulationen haben wird welche sich an die aktuellen Beobachtungsdaten anpassen bzw. aucch solche anfordern, und somit eine universale Erkenntnismaschine sind, dem Gehirn nachgebildet.

Auch wenn man alle biochemische/biophysische Prozesse hier 100%-ig versteht,

(das kann ich mir vorstellen, dass es einmal gelingt), kann man die sublektive Komponente trotzdem nicht verstehen und erklären. Das ist eine Grenze, wo zu sagen "ich weiss es nicht" zu wenig ist.

dazu kann ich das neue Buch von Thomas Nagel empfehlen...

Diese Frage ist jedenfalls eine der grössten Fragen

in "Augenhöhe" mit der Frage der Entstehung des Universums. Mein Eindruck ist allerdings, dass bei der Frage des Universums "braucht" man nicht so sehr dringend einen "Gott", wie bei dieser Frage der Transformation Objektive <--> Subjektive Welt.
Hier scheint die Annahme eines Gottes fast unabdingbar zu sein.
(ich bin zwar Atheist, der zu sein ist aber nicht leicht)

Das Buch kenne ich, das bestätigt eigentlich mein Problem.

Diese Interaktion/ÜbergangTransformation.. vom Objektiven zum Subjektiven und zurück ist meiner Meinung nach genau so grosse Frage, wie die Entstehung des Universums.

Als eine umfassende philosophische Annäherung an diese grosse Simulation,...

.
könnte sich der Inhalt dieser Schrift erweisen,... ;)
[PDF/6.1 MB]: http://tinyurl.com/aoo7xwz

Quellen: http://tinyurl.com/bkfm3xc od. http://tinyurl.com/bgoao9l

man könnte es einfach Gottes-Schöpfung nennen. Aber das ist natürlich nicht so cool...

Stimme nicht zu...

... Gott würfelt zwar schon, aber er simuliert nicht auf einem diskreten Grid.

Ja, man möchte in der Wissenschaft vom Gott loswerden.

"Das ist nicht cool.." finde ich grossartig.
Nun, man landet aber früher oder später bei einer Grenze, wo man nur sagen kann, da muss eine höhere Macht ins Spiel kommen.
Das wirkliche Problem ist eigentlich, wie soll die Wissenschaft diese höhere Macht benennen,
wenn die Bezeichnung "Gott" ausgeschlossen werden muss.

Nein, muß sie nicht. An solchen Grenzen kann man auch ganz lapidar mit "weiß ich nicht" antworten.

aber durch diese Antwort geht die Frage auch nicht weg...

Was hilft ein Gott bei der Beantwortung?

Es gibt sinnlose weil prinzipiell unbeantwortbare Fragen. Nehmen's einen nassen Fetzen, wenn die Frage nicht freiwillig weg geht.

Aber durch "Gott wars" geht sie schon weg, ja?

Da muss ich aber zustimmen :)

Meinen Sie damit, dass nur solche Grenzen geben können, die wir NOCH NICHT überschreiten können?

Meiner meinung nach gibt es aner Grenzen, die wir NIE überschreiten werden können.
Ich bin auch ein optimistischer Fan von wissenschaftlicher Fortschritt, aber sage ich das trotzdem..

Ich habe die Einteilung der Grenzen - bzw. Unmöglichkeiten

in folgendem Buch überzeugend gefunden:
http://en.wikipedia.org/wiki/Phys... Impossible

Wenn so eine Grenze nie überschritten werden kann wird man das auch nie mit Sicherheit wissen können. Es stellt sich ja auch sonst immer erst im Nachhinein heraus, daß sie eben doch überschritten werden konnte.

Und all das ändert nichts daran, daß "weiß ich nicht" eine vollkommen akzeptable Antwort ist und man nicht auf das billige "Gott war es" ausweichen muß.

Ich bestehe überhaupt nicht auf Gott.

Die Realität ist autonom. Es geht darum ob sie völlig enträtselt werden kann oder nicht.
Ein "Ja" würde unsere Fähigkeiten maßlos übertreiben.

Es geht also um eine Frage die schon prinzipiell nicht beantwortet werden kann.

Man möge sich fragen, wie sinnvoll es dann ist, diese Frage überhaupt zu stellen.

Naja

weiß man das vor der Idee der Frage überhaupt - ich will jetzt nicht worktklauben - aber es gibt ja doch Grenzen, die wir eventuell erst mit fortschreitender Technik offen stehen. Ich hab's weiter oben schon gepostet, die Einteilung im Buch "Physics of the Impossible" finde ich diesbezüglich ganz gut.

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