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Da schaut Mark Wahlberg: Mit einem Angriff der Pflanzenwelt hat niemand gerechnet.
Vielleicht sollte der Redaktion von "TV Movie" mal jemand sagen, dass "Outbreak" kein "erschreckend realistischer" Seuchen-Thriller ist, wie es in den Kurzrezensionen hartnäckig zu lesen ist, sondern totaler Pofel. Immerhin macht Dustin Hoffman darin nicht nur in der Wildnis den Affen ausfindig, der als einziger gegen eine neue Variante des Ebola-Virus immun ist. Nein, er gewinnt aus dessen Blut auch noch ein Serum, das bei Menschen 1:1 wirksam ist - und das alles innerhalb so kurzer Zeit, dass Hoffmans bereits infiziertes Love Interest noch gerettet werden kann. Kein erschreckender Realismus, sondern ein Paradebeispiel für schlechte Wissenschaft in einem Film.
Oder wie wäre es mit M. Night Shyamalans "The Happening"? Vielen mag Mark Wahlbergs peinlicher Kontaktversuch zu einer Zimmerpflanze am deutlichsten in Erinnerung geblieben sein. Das sollte aber nicht die skurrile Prämisse des Films vergessen lassen: Pflanzen - noch dazu anscheinend ganz unterschiedliche Spezies - holen weltweit zu einem kollektiven Schlag gegen die Menschheit aus, indem sie eine Chemikalie freisetzen, die uns gezielt in den Selbstmord treibt.
Der echte Weltuntergang ist auch im Dezember 2012 wieder ausgeblieben - im Filmgeschäft wird die Apokalypse aber wohl nie aus der Mode kommen. Eine Auswahl der skurrilsten Weltuntergangsfilme hat der Blog io9.com getroffen: Vom stehengebliebenen Erdkern, der mittels Atombomben wieder in Rotation versetzt wird ("The Core") bis zu einem abstürzenden Raumschiff, das eine "winzige Nova" auslöst ("The Apocalypse"). Und ja, Roland Emmerich ist in der "Worst of"-Aufzählung gleich mehrfach vertreten.
--> io9.com: "The Dumbest Apocalypses That Hollywood Has Dreamed Up"
(red, derStandard.at, 29. 12. 2012)
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Viele Blockbuster zeigen real wirkende Personen in real wirkenden Umgebungen und erheben dadurch einen Realitätsanspruch. Das heißt, sie geben vor, Ereignisse zu zeigen, wie sie prinzipiell vorkommen könnten (das ist etwas anderes als Wissenschaft, die konkret analysieren und prognostizieren muss).
Häufig werden derartige Filme aber mit unrealistischen/unmöglichen Handlungen und Ereignissen verwoben. Genau dieses Konzept - unrealistische Handlungen für realistisch zu verkaufen - halte ich für erbärmlich.
Natürlich gibt es auch Filme, die diesen Realitätsanspruch nicht erheben (z.B. Herr der Ringe). Da trifft meine Kritik natürlich nicht zu.
denn diese filme funktionieren ja hauptsächlich als folie für den weltexport der amerikanischen kerntugenden und einen ethisch moralischen hegemonieanspruch:
unerschrockener mut, kompromisslose unerordnung in die zusammenarbeit (mit kleineren rangordnungshackeleien), unbedingter wille zum ziel, die bereitschaft, sein leben für die anderen zu opfern.
und selbstverständlich sind es immer NUR die amerikaner, die die initative ergreifen und an das unmöglich glauben, während europa und die übrige welt nur dumpf ihrem untergang entgegenstaunen...
Ein bisschen Realismus darf es schon sein. Einige Zuschauer haben nämlich nicht vergessen, was sie einst in der Schule gelernt haben. Die fühlen sich dann schon veräppelt, wenn sie so einen Schmarrn wie '2012' sehen. Man muss und sollte sich wirklich nicht darüber streiten, welche Form und Beschaffenheit ein 'Planetenkiller' mit einem Durchmesser von 1200 Km hat, aber man muss auch nicht alles einem bescheuerten Drehbuch und Special Effects unterordnen.
Topic und Settung waren interessant und die Bilder waren toll. Die Figuren waren leider ein wenig blass und hinten heraus ... ich sagte es bereits. Leider musste der Film dann wohl doch dem Massengeschmack genügen.
Ähnliches kann man vielleicht auch über "Mission to Mars" sagen. Eine netter Zukunftsvision, die auf angenehme Weise den Flair the späten 60er- und frühen 70er-Jahre mit Science Fiction verbindet und eine Welt zeigt, die in naher Zukunft vielleicht sein könnte, aber auch dieser Film wird von Minute zu Minute flacher.
weniger absurd:
the age of stupid
http://www.youtube.com/watch?v=DZjsJdokC0s
nicht das szenario (alieninvasion), sondern die umsetzung, das geht nicht mal mehr als trash durch (dem könnt ich durchaus was abgewinnen)
der film ist doch tatsächlich so dreist mir das, was an sich der "final battle" sein soll, in standbildern beim abspann zu zeigen
wobei es (genau) eine hammer szene gibt:
stadt liegt in trümmern, überall lauern aliens, schrecken allgegenwärtig
frau 1 zündet sich mit zitternden händen eine zigarette an
frau 2: "bitte nicht hier, ich bin schwanger"
ich bin fast gestorben vor lauter lachen...
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