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Salzburg - Als Folge des Finanz- und Spekulationsskandals dürfte es in Salzburg bald vorgezogene Neuwahlen geben. Voraussichtlicher Termin ist Anfang Mai; rund zehn Monate vor dem regulären Wahltermin 2014.
Treibende Kraft hinter dem Neuwahlbeschluss, der wahrscheinlich in der Landtagssitzung am 6. Februar zustande kommen wird, ist VP-Landesparteiobmann Wilfried Haslauer. Er habe im Zuge des Finanzdesasters jedes Vertrauen in den Koalitionspartner SPÖ verloren, argumentiert er. Das Ziel ist klar: nach acht Jahren Nummer eins im Land werden und das ehemals schwarze Kernland zurück erobern.
Sein Kalkül: Die SPÖ soll für den Skandal als Landeshauptfraupartei und Partei des Finanzreferenten für das Finanzdebakel vom Volk abgestraft werden.
Der Zeitpunkt scheint aus VP-Sicht günstig. Die SPÖ ist nach dem angekündigten Rücktritt von Finanzreferent David Brenner per 23. Jänner und dem gesundheitsbedingten Ausscheiden ihrer Hoffnungsträgerin Cornelia Schmidjell aus der Landesregierung im Herbst personell völlig ausgedünnt. Auch die lange Zeit alles überstrahlende Landeshauptfrau Gabi Burgstaller ist durch den Skandal politisch angeschlagen und wirkt amtsmüde. Wann, wenn nicht jetzt, soll die VP aufs Ganze gehen?
Nach ersten Umfragedaten könnte die Rechnung aufgehen: Die VP liegt bei der Sonntagsfrage bei 36 Prozent (plus/minus null gegenüber den Landtagswahlen 2009), die SP stürzt um sechs Prozent auf 33 Prozent ab, hat eine Befragung im Auftrag der Salzburger Nachrichten ergeben.
Aber es gibt aus Sicht der Schwarzen einige Unsicherheitsfaktoren. Die vorgezogenen Neuwahlen sind auch für die ÖVP ein riskantes Manöver. Da ist einmal die Frage nach den Spitzenkandidaten. Bei einer (fiktiven) Landeshauptmanndirektwahl läge Burgstaller mit 28 Prozent immer noch fünf Prozent vor ihrem Herausforderer Haslauer. Und: Über die Hälfte der Salzburger lehnt vorgezogene Wahlen überhaupt ab.
Dazu kommt, dass aus Sicht vieler Wähler die Finanzmalaise SP und VP zu gleichen Teilen zu verantworten haben: 67 Prozent sind laut SN-Umfrage dieser Meinung. Entsprechend gereizt reagiert der VP-Chef, vom Standard auf eine mögliche Mitverantwortung angesprochen: "Ich lasse mir das nicht ans Bein binden", sagt Haslauer. Er räumt aber ein, dass der oberste Finanzbeamte des Landes, Eduard Paulus, dem VP-Lager zuzurechnen ist.
Das derzeitige "Gemetzel" (Copyright Stadt-Bürgermeister Heinz Schaden, SPÖ) zwischen Rot und Schwarz, die sich wechselseitig der Mitwisserschaft an den vermuteten Malversationen bezichtigen, tut ein Übriges dazu, dass sich die Wähler von den Regierungsparteien abwenden. Beide Salzburger Großparteien sind beschädigt. Davon profitieren die Grünen (elf Prozent, plus vier) und die FPÖ (14 Prozent, plus eins).
Grüne wie Blaue können sich nach den Wahlen Hoffnung auf eine Regierungsbeteiligung machen. So verfeindet, wie sich SPÖ und ÖVP derzeit gegenüber stehen, ist an eine Fortsetzung der Koalition - zumindest aus heutiger Sicht - kaum zu denken, egal unter welcher Führung. (Thomas Neuhold, DER STANDARD, 27.12.2012)
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Im Jahr 2001 gibt ein ÖVP-Finanzchef (W. Eisl) 3 Beamten eine so umfassende Vollmacht, dass sie damit das gesamte Landesvermögen verspekulieren könnten. Seine SPÖ Nachfolger Raus setzt ihnen eine Finanzbeirat vor und Brenner ordnet an, daß der Landesrechnungshof jeden Rechnungsabschluß prüfen muß. Außerdem entzieht er der Referatsleiterin M. Ruprechter die Vollmacht und beantrag bei LR Eisl A(ÖVP)die Zangsbeurlaubung.
Außerdem sind in jedem Beschluß über das Landesbudget die Vollmachten erneuert worden und die Erträge aus den Spekulationen (jährl. zwischen 10 und 15 Mio €) angeführt.
Dies ist von allen ÖVP- Regierungsmitgliedern und Abgeordneten mitbeschlossen worden. Und jetzt wollen von allem nichts gewußt haben.
!!!!! Heuchler!!!!!!!
Weder die beiden Eisls noch Frau Rathgeber oder Herr Rathgeber sind SPÖ-Parteimitglieder.
LR Brenner und Herr Paulus wurden von Frau Rathgeber "hinters Licht geführt", so HR Paulus, Protokolle wurden nachträglich verändert, mutmaßlich gefälscht, um die verlustbringenden Vorgänge zu kaschieren.
der haslauer hat doch alles gewusst! angefangen hat ja alles unter der führung der övp! und jetzt spielt er das unschuldslamm!
die von der österreichischen verbrecher partei sind doch an allen schuld! unter schüssel wurde doch erst alles möglich!
1. Zur SPÖ gebe es kein Vertrauensverhältnis mehr, weil LHStv. Brenner die ÖVP über die Aktivitäten der Frau R. (um Tage) angeblich zu spät infomiert habe. Es gibt ausreichend Indizien dafür, dass die ÖVP sehr wohl (auch durch "ihre" Beamten) schon früher informiert war als möglicherweise die SPÖ.
2. Was, wenn folgendes eintritt: Die ÖVP gewinnt zwar die Wahl knapp vor der SPÖ, aber FPÖ, BZÖ, Grüne und evt. Stronach bringen (zumindest als jeweils einzelne Partei) nicht genug Stimmen für eine einfache Mehrheit auf die Waage (in Sbg. gibt es keine "Konzentrationsregierung" mehr). Gibt´s dann eine ÖVP/FPÖ/BZÖ- oder eine ÖVP/Stroanch/Grüne- oder..Varianten-bitte-einsetzen-Koalition?
Bei Schnellschüssen kann man sich auch ins Knie schießen.
Sie würde als Sesselkleberpartei beschimpft und ihre fehlende Bereitschaft gälte zudem als Beweis für ihre Skandalverstrickung.
Verglichen damit steht die ÖVP hervorragend da!
Die SPÖ hingegen hat personelle Probleme und ihre Glaubwürdigkeit total verspielt. Mangels anderer Themen, basiert ihr Wahlkampf auf "dirty campaining" und den damit einhergehenden Schlammschlacht-Parolen.
Solchen mag vielleicht in Wien Erfolg beschieden sein, in Salzburg aber werden Schutzkübel eher nicht geschätzt.
Somit kann die SPÖ die ÖVP zwar etwas mit hinabziehen, jedoch nur um den Preis eines total vergifteten Klimas. Weitere Zusammenarbeit also unmöglich.
Das macht Schwarz-Grün am wahrscheinlichsten! Mit Signalwirkung auf die NR-Wahlen, hoffe ich.
Laut Umfragen sehen 67 % berechtigterweise die Schuld gemeinsam bei SPÖ und ÖVP. Aber in der Wählergunst verliert die SPÖ 6 %, während die ÖVP stagniert (!).
Wieso darf diese Partei - ohne großartig abgestraft zu werden - sich bundesweit so viel zu Schulden kommen lassen, Politik gegen die Interessen des Großteils der Bevölkerung betreiben und das parteipolitische Taktieren in den Vordergrund stellen wie keine andere?
Ist den ÖVP-Wählern, wie den schwarzen Politikern, einfach alles wurscht, so lange die Partei an die Macht kommt? Anders kann ich es mir nicht mehr erklären.
schauen sie sich einmal nö an.
man könnte meinen, die nö hackler sind alle grenzdebil, da hat die övp seit wk2 das monopol auf den lh, die sp die arbeiterverräter, halten der vp stets das pferd beim aufsteigen.
das problem ist leicht erklärt.
ein nicht geringer teil glaubt, dass wenn man diese lumpen nimma wählt, geht die welt unter.
in nö mag das schon stimmen, wo ganze familienclans sich gegenseitig die posten zuschanzen.
rot macht es nicht anders.
da kommt schon ein wenig angst auf, bei einem politischen erdbeben am misthaufen zu landen, dass es einem die gummistiefel auszieht.
und alleine schon deshalb, kpö!
Den meisten Wählern ist das ziemlich wurscht, betrifft ja kaum jemanden persönlich. Von mir aus müsste man nicht vorzeitig wählen.
Ich finde es ist eine gute Situation, dass dies den Leuten egal ist. Endlich ist angekommen dass die Politiker ohnehin nicht viel zu sagen haben. In Salzburg schon gar nicht.
Eine Unschuldige wird zum Sündenbock erklärt und alle wollen sich abputzen. Die Arbeitnehmerpartei geht schändlich mit gute Mitarbeitern um, und die ÖVP macht mit. Diese Parteien vertreten das Volk nicht mehr. Die SPÖ hat Monika R. sofort wieder zu rehablilitieren und sie wieder als Referatsleiterin einzusetzen.
schon wahr, es ist schändlich, wie sich burgstaller verhält.
aber was für eine "rote" beamtin ist das, die solche geschäfte macht?
hat das auch nur irgend etwas mit sozial und demokratisch zu tun?
darum, die beamtin ist nicht besser als ihre chefin.
daher hält sich mein mitleid in grenzen.
und ganz nebenbei, hat nicht die sp brav mitgestimmt, als die vp vor langer zeit unbedingt mit steuergeldern zocken wollte?
hat die sp, als sie an die macht kam, nicht munter weitergezockt?
dem lohnabhängigen bürger bleibt nur mehr die kpö.
da besteht wenigstens ein funken hoffnung, dass sich was ändert.
die spö ist nicht erst seit burgstaller tot.
sie ist es seit vranitzky.
Die ÖVP ist zwar mindestens genauso viel schuld am Skandal wie die SPÖ, aber rein strategisch kann sie sich immer wieder Neuwahlen erlauben, solange die SPÖ keinen anderen Koalitionspartner hat- denn auch wenn sie verlieren sollte, bleibt danach alles beim Alten und das ist der eigentliche Skandal.
Das hat auch Schüssel gewußt, als er 1994 Neuwahlen vom Zaun brach- solange weder die FPÖ zu stark wird noch sich rot-grün ausgeht, ist das für die ÖVP eine risikolose Chance.
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