Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Susanne Brandsteidl erhofft sich "mehr Quereinsteiger und engagierte Mitarbeiter" vom Projekt.
STANDARD: Warum haben Sie Teach for Austria in Wien zugestimmt?
Brandsteidl: Zum einen ist es ein international erfolgreiches Projekt. Zum anderen haben wir akuten Lehrermangel, und das sind junge, engagierte Leute. Ich habe mir die Zentrale in London angesehen: Das ist ein sehr großer Betrieb geworden, der eigene qualitätssichernde Maßnahmen eingeführt hat. Davon sind wir in Österreich noch weit entfernt, aber als Ergänzung zum traditionellen System ist es sinnvoll.
STANDARD: Wieso dürfen die Fellows ohne Lehramt unterrichten?
Brandsteidl: Wir können nur bei Lehrermangel Absolventen ohne Lehramtsstudium an die Schulen holen - sonst müssen wir die Geprüften vorziehen. In Wien werden wir auch in 20 Jahren Bedarf dafür haben.
STANDARD: Was erhoffen Sie sich von diesem Projekt ?
Brandsteidl: Mehr Quereinsteiger und engagierte Mitarbeiter. Ich glaube, dass die Fellows von außen eine neue Sicht mitbringen in den Schulbetrieb. Sie sind ja bewusst an Schulen eingesetzt, bei denen die Ausgangssituation nicht so einfach ist.
STANDARD: Warum ist Bildung in Österreich so stark abhängig von Einkommen und Status der Eltern?
Brandsteidl: Es sind drei bekannte Faktoren: Sozialstatus, Migrationshintergrund und Bildungsabschluss der Eltern. Wir haben ein sehr traditionelles Bildungssystem ohne Ganztagsschule, das gibt es in Europa kaum mehr in dieser Form. Kinder, die am Nachmittag nicht gefördert werden, sind sich selbst überlassen. International gesehen haben wir sehr wenig und sehr kurz Schule.
STANDARD: Inwiefern kann Teach for Austria an den Bildungschancen etwas verändern?
Brandsteidl: Die Fellows stellen eine Brücke zum Leben dar. Sie zeigen andere Karrierewege auf, und sie geben Hoffnung.
STANDARD: Wie ist das Feedback aus den teilnehmenden Schulen?
Brandsteidl: Es gibt keine Schule, die sich nicht darüber freut, diese zusätzlichen Lehrer zu haben.
STANDARD: Sehen Sie Gefahren?
Brandsteidl: Keine. Fellows sind ganz normal ins System integriert, es gibt einen Schulaufsichtsbeamten, der für sie zuständig ist - sie arbeiten wie alle anderen Lehrer.
STANDARD: Soll das Projekt in Wien weiter ausgebaut werden?
Brandsteidl: Wir nehmen jede zusätzliche Lehrkraft. Mit Zusatzausbildung wird es möglich sein, auch länger im System zu bleiben.
STANDARD: Es ist immer die Rede von "Brennpunktschulen" - was ist damit gemeint?
Brandsteidl: Probleme bei uns sind etwa Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache oder Armut. Aber an der Schule in England, die ich besucht habe, wurde der Direktor erschossen - das kann man nicht vergleichen. (Julia Herrnböck, DER STANDARD, 27.12.2012)
SUSANNE BRANDSTEIDL (49) ist seit 2001 amtsführende Präsidentin des Wiener Stadtschulrats.
Die Meta-Meta-Studie des neuseeländische Bildungswissenschafter John Hattie erscheint auf Deutsch
Aber Antrag auf Schulversuch ab Herbst
Für den deutschen Migrationsexperten Mark Terkessidis spiegeln die Klassenzimmer die gesellschaftliche Realität wider
Unterrichtsministerin Claudia Schmied will Turnunterricht reformieren - Lehrpläne werden überarbeitet
Wie programmiere ich einen Roboter? An der TU Wien geben Studierende ihr Wissen an Schüler weiter
Über 50 Prozent will besser informiert werden - Auch Lehrer beurteilen Unterrichtsmaterialien nur mit der Schulnote 3
Elternhaus, Feriendauer und kleinere Schulklassen haben wenig Einfluss auf die Leistung, Feedback der Schüler an den Lehrer, Lernziele und die Selbsteinschätzung der Schüler hingegen viel
Stadt investiert 700 Millionen Euro - Kindergarten und Schule an einem Ort
Schülerzahl sank seit 2002 um mehr als 20 Prozent
Laut Homepage gelte zwar Gruppentarif, in der Praxis werde aber nur ein Euro verlangt
Internationales Symposium an der KPH Wien - Quantenphysiker Zeilinger: Lehrer muss Schüler begeistern können
Horst Tschaikner soll Rat geben, wenn Schüler stangeln
Am 27. Februar Tests für Schüler der vierten Klasse Volksschule, tags darauf für Schüler der vierten Klasse AHS, Hauptschule und Neue Mittelschule
Wien hat einen Schulschwänz-Beauftragten, der Stangeln "uncool" machen soll - Haben Sie in Ihrer Schulzeit die Schule geschwänzt?
21. Februar ist "Tag der Muttersprache" - Die meisten Teilnehmer lernen Türkisch
Horst Tschaikner wurde als neuer Verantwortlicher präsentiert - Opposition: "Schall und Rauch"
Elternvertreter werfen Schmied Untätigkeit vor und kämpfen weiter gegen Unterrichtsmaterialien
Studie: Es zählt nicht, wie intelligent die Schüler sind, sondern wie und wieviel sie lernen
VP-Gemeinderätin Isabella Leeb attestiert Stadtregierung "klassenkämpferische Uraltansichten"
Ruth Wodak über Fehler in Maturaarbeiten und die Abgrenzung von Deutschland
Individuelles Anti-Chaos-Training und Leseförderung werden in Wien-Josefstadt angeboten
Österreich hinkt bei politischer Bildung im internationalen Vergleich hinterher, sagt Thomas Hellmuth von der Uni Salzburg
Zehn Prozent der Schüler besuchen eine Privatschule - Eltern erklären, warum sie sich gegen eine öffentliche Schule entschieden haben
Der Wiener Schulschwänzbeauftragte stellte sich den Fragen der UserInnen
Endlich wird einmal wenigstens zugegeben, dass es in Wien zuwenig Lehrer gibt. Im AHS-Bereich steht jetzt schon die Hälfte der Lehrer noch in der Ausbildung. Und das wird sich weiter verschärfen, und je unattraktiver der Beruf gestaltet wird - und das ist der Fall (siehe neues Lehrerdienstrecht und das Bashing vom Ministerium aus -, desto schlimmer wird die Lage.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.