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Pasadena - Zum ersten Mal wurde auf einem anderem Himmelskörper ein Flussystem entdeckt, das in seinen Ausmaßen irdischen Flüssen gleichkommt. Und es sieht einem davon sogar verblüffend ähnlich: Was sich da über 400 Kilometer in Nord-Südrichtung erstreckt und im Norden in einem dunklen Delta ins Ligeia Mare, einen großen See, mündet, erinnert an den Nil.
Titan, obwohl nur ein Mond, gilt als einer der Himmelskörper im Sonnensystem, die der Erde am meisten ähneln. Er hat zwar kaum den halben Durchmesser der Erde, verfügt aber - anders als etwa der Mars - über eine dichte Atmosphäre und einen Flüssigkeitszyklus, der dem irdischen Wasserzyklus entspricht. Wasser kann es bei einer Oberflächentemperatur von 94 Kelvin allerdings höchstens als Eis geben. Die Flüssigkeiten, die auf dem Titan zirkulieren, sind Kohlenwasserstoffe wie Ethan und Methan.
Diese beiden Verbindungen dürften es auch sein, die im "Nil" des Titan nordwärts strömen und ihm seine dunkle Farbe verleihen. Erspäht wurde der Fluss von der "Cassini"-Sonde der NASA. Thomas Farr vom Jet Propulsion Laboratory der NASA erklärte, dass die Kohlenwasserstoffe vermutlich über dem Hochland des Südens abgeregnet sind und sich dann über Bäche und Flüsse schließlich zu dem neuentdeckten Strom vereinigt haben - ganz wie es bei Flussystemen der Erde geschieht. Farr dazu: "Wir betrachten hier eine völlig fremde Welt, und sie sieht genauso aus wie die Erde. Es ist kaum zu glauben."
Der Illustrator Ron Miller hat dazu einige Bilder angefertigt, wie die Flusslandschaft auf dem Titan aus der Nähe betrachtet aussehen könnte. Die Bilder finden Sie hier. (red, derStandard.at, 29. 12. 2012)
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weshalb ein anderer Planet oder Mond (diese Unterscheidung ist ohnehin Steinzeit-Geozentrismus) so anders gestaltet sein soll als die Erde. Abgesehen von den Gaskörpern haben alle dieselbe Form und gehorchen denselben physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Womöglich findet man auf Titan auch Gebirgszüge, die unseren ähnlich sind. Es ähneln sich auch die Falten in den Gesichtern der Menschen. Ähnliche Ausgangslage bringt ähnliche Ergebnisse.
woher wollen Sie wissen, wie groß der mond auf diesen Bildern aussehen würde?
es gibt auf so einem bild keine "echte" größe eines fernen himmelskörpers - das hängt von der entfernung des betrachters zu den objekten im vordergrund ab. Sie können das selbst ausprobieren: wenn Sie in einem kilometer entfernung durch ein fernrohr Ihr haus fotographieren, hinter dem der mond aufgeht, sieht das haus klein aus, der mond genauso groß wie immer (gemessen am mond-abstand ist ein kilometer egal) - er ist daher viel größer als das haus. direkt vor dem haus ist er vergleichsweise winzig.
deshalb "stimmt" die saturn-größe immer, egal welche größe der graphiker gewählt hat. niemand hat gesagt, welche brennweite für das hypothetische foto verwendet wurde
Tja, nachdem ich Widerworte gewälzt habe, die "Liquidität" von Methan, Ethan bedacht habe ("might be slightly viscous like oil), wegen des "Wasser"-Falls, die Krümmung des Horizonts bei einem 10mal größeren Saturn und halb so großen Titan im Vergleich zur Erde berücksichtigt habe, komme ich zum Schluß, ...
dass mir nicht bewußt war, wie klein der Mond auf unserem Himmel eigentlich ist! Nur einen halben Winkelgrad, ich glaub', ich muss zum Augenspengler!
die andromeda galaxie ist von der ausdehnung 6 mal so gross wie der vollmond... ;-)
http://de.wikipedia.org/wiki/Andr... edagalaxie
und btw auch die einzige grössere struktur am nachthimmel, die abseits des mondes mit dem freien auge auszumachen ist - eine klare nacht und frei von lichtverschmutzung vorausgesetzt...
...verläuft wohl eher von Südosten nach Nordwesten
;)
http://planetarynames.wr.usgs.gov/images/NP... daries.pdf
(pdf-file mit ~1,2MB; das Flußsystem das beim "T" von 'Towada Lacus' vorbeizieht und in den See 'Ligeia Mare' mündet)
Warum?
Kohlenstoff kommt im Sonnensystem und auch außerhalb oft vor. Auch Methan, eine sehr simple Kohlenstoffverbindung, CH4. Auf Titan gibt es vor allem Methan und Ethan, mit 2 C-Atomen, auch sehr simpel.
Auf der Erde ist es in einen chemischen und biologischen Kreislauf eingebunden. Im Zuge dessen wird es - zum Glück - teilweise in komplexen Verbindungen (Erdöl) in unterirdischen Speichern versenkt. So haben wir es in der Schule gelernt. Die wir jetzt leider wieder aufmachen. Es liegt also der Kohlenstoff auf der Erde in verschiedensten Verbindungen, im Baum, in der DNA, in der Luft als CO2, als sonstwas vor, als Bestandteil der großen Kreisläufe.
Auf der Titan bleibt er in seinen simplen Daseinsformen unverändert.
beide flüsse fließen von süden nach norden (oder wenigstens von unten nach oben, wobei bei cassinis aufnahme offen ist, wo oben ist)
aber sonst? das eine ist eine trichtermündung, das andere eine deltamündung.
einzig: das auf titan ist offensichtlich ein aktiver fluss, etwas was bislang außerhalb der erde garnicht entdeckt wurde (aktiv, weil auf Io gibt es wohl auch flüssiges, passiv is eh der mars bekannt)
also was soll der vergleich mit dem nil?
nur eine mediale Vorbereitung - die Sonde setzt arabischen Frühling und Finanzprodukte auf Titan ab.
das politische System ist ohnehin nach dem Auftauschen der Sonde instabil: bisher galt Titan als Zentrum des Universums und die einheimischen als die Krönung der Schöpfung.
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