UEFA beruft gegen eigene Sanktionen

26. Dezember 2012, 16:13
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Härtere Strafen für das skandalöse Verhalten rund um das U21-Spiel Serbien gegen England gefordert

Nyon - Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat am Mittwoch mitgeteilt, dass sie gegen die durch ihren eigenen Kontroll- und Disziplinarausschuss verhängten Sanktionen gegen die Verbände von Serbien (FSS) und England (FA) Berufung einlegen werde. Der FSS war am 13. Dezember wegen der heftigen Ausschreitungen beim U21-Match gegen England (0:1) zu einem U21-Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit sowie einer Geldstrafe von 80.000 Euro verurteilt worden. Diese Sanktionen sollen durch den Einspruch nun noch verstärkt werden.

Kurz vor Ende und nach dem Schlusspfiff der Partie am 16. Oktober in Belgrad war es zu Randalen auf den Rängen sowie handgreiflichen Auseinandersetzungen auf dem Rasen gekommen. Die englischen Spieler beklagten dabei, auch rassistisch beleidigt worden zu sein. Die UEFA sperrte den serbischen Assistenztrainer Predrag Katic für eineinhalb Jahre sowie drei Jahre auf Bewährung, den Fitnesscoach Andreja Milunovic für ein Jahr sowie drei Jahre auf Bewährung. Vier serbische Spieler wurden für zwei bis vier Matches suspendiert. Daneben wurden auch die englischen Profis Thomas Ince und Steven Caulker für ein bzw. zwei Spiele gesperrt.

Der englische Verband hatte die UEFA nach dieser Urteilsbekanntgabe dafür kritisiert, keine "genügend starke Botschaft" im Kampf gegen den Rassismus im Fußball ausgesprochen zu haben. (APA, 26.12.2012)

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