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Gregor Schlierenzauer ist auf bestem Weg der Beste zu werden.
Oberstdorf - Gregor Schlierenzauer ist gelassener geworden. "Ich habe doch keinen Druck mehr", sagt der Tiroler. Kein Wunder: Mit nur 22 Jahren hat der Skispringer eine Vita wie ein alter Hase. Und trotzdem hat der ÖSV-Adler noch Träume. Einen kann er sich schon bei der Vierschanzentournee erfüllen und den Finnen Matti Nykänen als erfolgreichsten Weltcupspringer einholen. Den Tournee-Gesamtsieg gäbe es wohl obendrauf.
46 Mal triumphierte die skandinavische Skandalnudel, "Schlieri" steht vor der Tournee bei 43 Siegen. "Na klar, ich will den Rekord haben", sagt der Führende im Gesamtweltcup: "43 Siege sind schon unglaublich, aber ich denke, dass da noch mehr geht." Eigentlich ist es sowieso nur eine Frage der Zeit, wann sich das Ausnahmetalent auch diese Bestmarke sichert.
Olympiasieger ist Schlierenzauer schon, Weltmeister sowieso, und auch den Gesamtweltcup hat er geholt. Im vergangenen Winter gab es zudem erstmals den Tourneesieg, den er nun wiederholen will. "Ich freue mich auf eine geile Tournee", sagt der Favorit: "Bei mir gibt es noch Luft nach oben. Das ist zwar Nörgeln auf höchstem Niveau, aber in der Weltspitze ist alles so eng beisammen, da wird jeder kleinste Fehler bestraft."
Vor dem Auftaktspringen am Sonntag in Oberstdorf hat er noch vor den Feiertagen die Generalprobe in Engelberg gewonnen. Danach ging es in die Heimat. Beim Gänseessen unterm Weihnachtsbaum stärkte er sich für das zu erwartende Duell mit seinem Landsmann Andreas Kofler. Doch auch die deutschen Springer um Severin Freund und Andreas Wellinger hat der schlacksige Schlierenzauer auf seinem Zettel: "Hoffentlich sind sie stark, das ist gut für unseren Sport."
Schlierenzauer wirkt gereifter, nachdem er sich im Vorjahr seinen Kindheitstraum erfüllte. "Ich weiß, dass ich eine gute Basis habe", sagt er. Doch bis es so weit war, hat Schlierenzauer Zeit gebraucht. "Der Gregor hat früher Ecken und Kanten gezeigt und sich damit selbst oft das Leben schwer gemacht", sagt Österreichs Cheftrainer Alexander Pointner. Erst eine Knieverletzung im vorletzten Winter und die Erfolge seines Rivalen Thomas Morgenstern bewirkten ein Umdenken. "Heute denkt er nicht mehr nur an sich, sondern lässt auch Leute um sich herum leben", sagt Pointner.
Mit neun Jahren ging Schlierenzauer erstmals über einen Schanzentisch. Mit elf sah er vor Ort, wie Sven Hannwald seinen legendären Grand Slam holte - und begab sich auf die Spuren seines deutschen Idols. "Von vier Siegen möchte ich vor der Tournee aber nicht reden, das wäre Wahnsinn", sagt Schlierenzauer, der mit 16 Jahren seinen ersten Weltcup gewann, bescheiden.
Dabei gibt es wenige Gründe für Bescheidenheit. Den Gesamtweltcup 2008/09 gewann Schlierenzauer mit 2083 Punkten aus 27 Springen, bis heute Rekord. "Ich will einmal der beste Skispringer der Welt werden", sagt er. Er ist auf dem besten Weg dahin, doch einen Titel kann er frühestens 2014 holen: den Olympiasieg im Einzel. Seine Goldmedaille in Vancouver gab es "nur" im Team. "Ich bin doch noch jung und habe keinen Zeitdruck", sagt Schlierenzauer. Und bleibt weiter gelassen. (SID, 26.12.2012)
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So liebe ich es mir. Die Deutschen aufgansln und Hoffnungen machen, und am Ende sich an ihren enttäuschten Gesichtern ergötzen.
Das wird noch schöner als unangefochtene Dominanz, die die Deutschen zur Flucht in den Rodelsport treibt.
Naja so gut wie jeder sportart (wenn man die grossen ballsportarten wegnimmt) ist Randsportart.
Nur bei uns fällt dieses wort immer nur wenns um ski und schnee geht. Bei der leichatlethik (hammerwerfen, 800 meter, weitsprung) etc. hörrt man das nie...
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