"Mobile Weihnacht" unterstreicht Probleme der PC-Branche

26. Dezember 2012, 10:55
  • Die PC-Branche ist derzeit im Umbruch, bei den KonsumentInnen können zunehmend vor allem mobile Endgeräte reüssieren.
    grafik: lenovo

    Die PC-Branche ist derzeit im Umbruch, bei den KonsumentInnen können zunehmend vor allem mobile Endgeräte reüssieren.

Der langjährige Weltmarktführer Hewlett-Packard ist gerade dabei, die Spitzenposition an den chinesischen Konkurrenten Lenovo zu verlieren

Jahrelang kannten die PC-Hersteller nur den Weg nach oben. Doch das steigende Interesse der Kunden an Smartphones und Tablets mischt die Karten in der Branche neu. Das kommende Jahr könnte die Computer-Industrie umpflügen.

Harte Fakten

Fast 40 Prozent der Deutschen wünschten sich zum Weihnachtsfest ein Smartphone oder wollten es sich selbst gönnen, wie eine Umfrage des deutschen Branchenverbandes Bitkom ergab. Die Zahl ist eine perfekte Illustration für die Nöte der PC-Branche - ihre Notebooks und Desktops lösen keine solche Begeisterung aus. 2012 war ein mieses Jahr für viele Computer-Hersteller. Und 2013 könnte zum Schicksalsjahr werden: "Die Branche kann sich ein zweites verlorenes Jahr nicht erlauben", sagt Analyst Ranjit Atwal vom Marktforscher Gartner.

Ein Bild davon, wie genau es um den klassischen Personal Computer steht, werden in wenigen Wochen die Zahlen zum vierten Quartal liefern. Das Geschäft im dritten Vierteljahr lief miserabel. Weltweit gab es einen Absatzrückgang von mehr als acht Prozent, in Deutschland brachen die Verkäufe um fast ein Fünftel ein. In dem Quartal gab es noch eine plausible Rechtfertigung für den scharfen Abfall: Kurz vor dem Start des neuen Windows-Betriebssystems Windows 8 hielten sich die Käufer zurück und die großen Handelsketten ließen sich Zeit, die Regale aufzufüllen.

Hybrid

Für das Schlussquartal wird diese Ausrede nicht mehr gelten. Windows 8, der große Hoffnungsträger der PC-Industrie, ist mit ersten Geräten auf dem Markt. Die Software ist so konzipiert, dass sie nicht nur auf PCs, sondern auch auf Tablet-Computern läuft. Damit werden Hybrid-Geräte aus beiden Produktklassen mit klappbaren oder drehbaren Bildschirmen möglich. Das soll den PC in den Augen der Verbraucher wieder attraktiv machen.

Absatzzahlen zu Windows 8 gibt es noch nicht. Einige Marktexperten sprachen von einem zaghaften Start. So ermittelte die Marktforschungsfirma NPD Group, dass im November in den USA sogar weniger Windows-Computer als vor einem Jahr verkauft worden seien. Microsoft zeigte sich in ersten Reaktionen zufrieden. Eine zentrale Frage dürfte das Verhalten der Unternehmen werden: Mit ihren großen Geräteparks trugen sie stets einen großen Teil der Branche auf ihren Schultern. Doch mit der wirtschaftlichen Unsicherheit und dem Trend, die Mitarbeiter ihre Geräte auch am Arbeitsplatz nutzen zu lassen, schwächelt dieser Stützpfeiler der PC-Industrie.

Abwarten

Die Branche fährt auf Sicht in die Zukunft: Selbst bei Gartner haben Experten zum Teil völlig verschiedene Meinungen, ob die neuen Hybrid-Geräte das Interesse der Kunden wieder anfeuern können. Die neuen "Convertibles" seien ein "attraktives Angebot", sagt Analystin Meike Escherich. Ihr Kollege Atwal hingegen geht nicht davon aus, dass die Hybrid-Modelle - ebenso wie die schon seit einem Jahr als Heilsbringer beschworenen dünnen Ultrabooks - eine Wende herbeiführen können. "Der Preis der Geräte ist immer noch zu hoch und müsste radikal sinken, damit die Verbraucher zum Kaufen zu animiert werden", argumentiert er. Außerdem seien Kombi-Modelle immer ein Kompromiss und schnitten in der Regel schlechter ab als die Einzelgeräte in ihren Einsatzbereichen.

Mit dem Wandel der Branche verschieben sich auch die Gewichte zwischen den einzelnen Unternehmen. Der langjährige Weltmarktführer Hewlett-Packard ist gerade dabei, die Spitzenposition an den chinesischen Konkurrenten Lenovo zu verlieren. Dem Käufer der PC-Sparte von IBM hilft unter anderem die starke Position im weiterhin wachsenden chinesischen Heimatmarkt. Aber selbst in Europa konnte Lenovo punkten, während HP seine Kunden mit dem Zickzack-Kurs im PC-Geschäft verunsicherte: Erst sollte die Sparte abgetrennt werden, dann blieb sie doch im Konzern.

Klare Verhältnisse

Zählt man in der neuen Computerwelt klassische Personal Computer, Smartphones und Tablets zusammen, gibt es zwei klare Champions: Samsung und Apple. Der Marktforscher IDC erstellte für das dritte Quartal erstmals ein solches Ranking. Dank der mit Abstand führenden Position bei Computer-Handys landete Samsung klar auf dem ersten Platz mit insgesamt 66,1 Millionen verkauften Geräten und einem Marktanteil von 21,8 Prozent. Zum Vergleich: Alle Hersteller zusammen verkauften in dieser Zeit weltweit knapp 88 Millionen PCs.

Der iPhone- und iPad-Hersteller Apple kam in dem auf den zweiten Rang mit 45,8 Millionen Geräten und 15,1 Prozent Marktanteil. Im Weihnachtsquartal dürfte der US-Konzern mit dem iPhone 5 noch etwas aufgeholt haben. (APA, 26.12.12)

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NERDS

PC-Spiele ziehen nicht an, Windwos wurde viel schneller

Naja man kann es auch so sehen: wozu einen neuen PC kaufen? Die PC-Spiele ziehen nicht mehr so an wie früher (liegt auch daran, dass die HD-Konsolen die PC-Spiele "hemmen") und Windows 7 bzw. Windows 8 wurde so verbessert, dass diese selbst auf nicht mehr so akutellen Rechnen flüssig und sehr gut laufen. Also wozu dann ein neuer PC? Eben.

Ich würde da jetzt nicht sagen, dass die Leute weniger am PC arbeiten oder Zeit verbringen - man hat es halt nur nicht wirklich nötig, sich ein neues Gerät zu kaufen - eher einen neuen TFT. Natürlich fingert man heute zusäztlich noch gerne am Tablet oder Phone herum - das kommt hinzu. Noch dazu finden viele Notebooks praktischer als PCs ...

Schlecht recherchiert

Gut die Zahlen sind eine Interpretationsebene. Der PC hat kein Problem, nur das man mittlerweile mit einem diesjährig gekauften Computer ungefähr 2-3Jahre wunschlos glücklich ist selbst bei aktuellen Titel, da die Konsolen die Entwicklung und damit den Bedarf an neuer Hardware stark reduziert. Mein alter PC hielt 5 Jahre, das einzige was ich austauschte war die Grafikkarte.+ größere HDD

Smartphones bzw. der mobile Sektor sind Geräte von vor 4-5 Jahren mit den neuen Modellen schwer vergleichbar war Geschwindigkeit und Features angeht von dem her ist es klar warum ein Markt der noch viel Innovation bzw mehr Power jedes Jahr bietet, sowie noch nicht gesättigt ist bessere Wachstumszahlen hat.

Meine Kiste ist auch schon in die Jahre gekommen

Reicht aber immer noch locker um aktuelle Games zu zocken. Die meisten Programme und Tools sind auf einem 1-2 Jahre alten PC nicht merklich langsamer, als auf einem neuem Rechner. Eine SSD macht vielleicht einiges aus. Aber die kann man auch in einen alten Rechner stecken.

Einen PC kann man so wies zur Zeit ist, 3-5 Jahre ohne merkliche Einbußen verwenden. Früher war man mehr oder weniger gezwungen. Sich alle 1,5-2 Jahre eine neue Grafikkarte zu legen. Und ab und zu mal das System komplett auf den aktuellen Stand zu bringen. Es waren dann Welten zwischen dem alten Rechner und dem neuen. Jetzt ist's Erbsen zählen.

Ich denke das ist der Hauptgrund für die geringen Absatzzahlen.

mit klappbaren oder drehbaren Bildschirmen möglich

das wären Killer-Argumente, so ein Ding NICHT zu kaufen - lauter Sollbruchstellen.

Hab schon bei den Schiebe-Handies die schlechtesten Erfahrungen mit beweglichen Teilen gemacht ...

Harte Fakten

Ja. ich haette gerne auf meinem notebook mehr aufloesung als auf meinem handy ... leider bietet das derzeit nur Apple. worauf die branche (lenovo/sony/hp) wartet weiss keiner.

i7, 32GB, SSD, retina - warum kann das nur Apple?

D.

und ich hätte gern auf einem 30" monitor eine höhere auflösung als auf einem tablet-pc.

das schafft apple nicht, die anderen schon gar nicht und die 4k-displays von nec und eizo sind prohibitiv teuer.

Ich such etwas, was qualitativ in der Liga von MCBookPro spielt. Was Auflösung, Gehäuse, Größe und haptische Qualität angeht. Aber unter 2000 Euro. So viel gibt's da nicht.

warum kaufst du dann kein macbook pro?

Wie gesagt: < 2000 Euro.
In der Spezifikation würde ich bei > 2500 Euro landen.
http://tinyurl.com/cme2slw

du hast ursprünglich nur MB Pro geschrieben

und die gibts unter 2.000.

retina und SSD kostet deutlich mehr; aber sieh dir einmal die preise für eine schnelle 512gb SSD an.

rüstest du selbst hoch, kommst du auf einen ähnlichen preis ohne retina display und etwas schwerer.

allerdings ist das retina nicht bei allen anwendungen so toll wie angepriesen.

nimm das 15ner retina mit 2,3 ghz; von der performance ist nicht viel unterschied; für unterwegs sollten 256gb reichen und du kannst ja dann externe platten über "Thunderbolt" anschliessen.

damit bist du zwar 10% über deinem budget, was es aber wert wäre.

ich habe mich nach längerem überlegen und herumrechnen mit alternativen für das 2,6ghz mit 512 SSD und 16 GB entschieden und bereue es nicht :-)

Um 2.500 Euro ein Notebook zu kaufen, bei dem der Speicher verlötet, der Massenspeicher auf einem proprietären Board steckt und der Akku verklebt ist, halte ich auch für ziemlichen Blödsinn.

Ich werde mir wahrscheinlich auch ein neues Macbook Pro holen, aber die kleinste Ausführung mit 15 Zoll und mattem Screen. Die kann ich später immer noch aufrüsten, von 4 auf 16GB RAM und von 500GB Festplatte auf ne 512GB SSD, wenn die Dinger noch günstiger sind, als sie es eh schon sind.

Das spiegelnde Retina Display ist das einfach nicht wert.

Blah

notebook mit 4GB ram? :) aha. keine SSD? suess.

D.

Ich bezahle doch nicht 100 Euro für ein RAM-Upgrade von 4 auf 8GB, wenn ich um das gleiche Geld beim DiTech 16GB kaufen kann, der Einbau ist bei den "normalen" Pros ja kein Hexenwerk.

Und was den Massenspeicher betrifft: Ja, die SSD im Retina-Macbook wäre deutlich schneller. Nur wiederum: Ich zahle beim normalen Macbook Pro 15 Zoll über 900 Euro für eine 512GB SSD, eine Samsung 840 mit 512GB kostet etwa 400 Euro. Nur will ich das Macbook als Desktop-Replacement einsetzen und da reichen die relativ mageren 256GB leider ned aus im Retina Macbook.

Davon abgesehen: Das Ding kostet mindestens 2000 Euro und ich darf noch einen Adapter für Ethernet mitbestellen. Danke, aber nein danke.

externe platte über thunderbolt

ist sicher eine gute alternative zu 512 intern.

Ist aber, wenn wir uns ehrlich sind, auch kacke.

Weil dann hab ich mein dünnes, leichtes Notebook und in der Tasche befindet sich:

Adapter für Ethernet
Adapter für einen Displayausgang meiner Wahl
Festplattenkabel (kosten die mit Thunderbolt nicht alleine 50€ oder so? Da bekomm ich eine Festplatte + Gehäuse drum mit USB)
Festplatte (und die muss dann immernoch dran stecken)

Ins normale Macbook Pro kann ich mir für relativ wenig Geld, eventuell sogar gratis, das SuperDrive rausschmeißen und eine zweite Festplatte oder eben SSD einbauen, der Adapter kostet 60 Dollar auf iFixit und wenn man das SuperDrive weiterverkauft, hat man das locker drinnen. Dann hat man im Notebook eine schnelle SSD und einen Datenbunker.

ein pro gerät darf ach so viel kosten. das ist ja kein spielzeug.

das tot reden des PC nervt allmählich!

Notebook/Stand PCs sind heute um nichts unattraktiver als früher, und ein Smartphone wird niemals einen PC ersetzen! Lediglich der "Leistungssprung" nach oben hat naturgemäß nachgelassen. Beispiel: eine Freundin v mir arbeitet mit einem (midi Tower) PackardBell dualCore, 2GB RAM, 160GB Platte; auf der Kiste läuft ein gut "eingefahrenes" Win7, Office, Alltagsarbeitssoftware und ein paar einfache Spiele, VoIP Zeug, ein VPN und a bissl Krimskrams. Das Arbeiten geht gefühlt flott von der Hand, und das ist bei einem state-of-the-art PC eben nicht wesentlich anders. Alle 2-3 J muss man also keinen neuen PC kaufen. Aber weder tablets noch smartphones sind Konkurrenten zu PC/Notebook/ultrabooks! Eher Ergänzungen. Den BüroPC wird's noch lange geben!

Bin mir ganz sicher, dass in den 1970ern ähnliches gedacht wurde.
"Ein Microcomputer ist ein nettes Spielzeug, wird aber niemals einen echten Mainframe oder Minicomputer ersetzen können."
Haben sie auch nicht, Microcomputer haben aber völlig neue Märkte ermöglicht.
Und Großrechner gibt es immer noch.

von IBM ist ja auch das Beispiel bekannt.

Große "Lust" hatte das Unternehmen nicht gerade, den PC(xt) auf den Markt zu bringen. :-) Dennoch denke ich dass hier ein Unterschied ist. Zumindest für die Arbeit des Einzelnen ("persönlicher Computer") was es ein sehr ersichtlicher Fortschritt bsplsw. vom 3270-Terminal mit den teuren Mainframes hin zum Computer auf'n Schreibtisch. Die heutige Diskussion ist deshalb etwas anders weil IMHO ein Tablet und v.a. ein Smartphone ggüber dem PC gravierende Leistungseinschränkungen (logischerweise) aufweist als ein Notebook/PC. Aber gut, wenn die Cloud-Anwendungen so zunehmen, haben wir bald auch wieder 3270-Terminals ;-) (und das Office läuft dann auf'n Server; gibt's ja schon)

Ich stimme ihnen in weiten teilen zu, aber Tablets und Co SIND direkte konkurenten zum notebook/PC.

Zum einen darf man nicht vergessen, dass es sehr oft um den Hype und ums dabei sein geht. Es gab genug leute, die sich nenn pc/notebook gekauft haben, weil alle anderen auch sowas haben (zB. meine Eltern). Das fällt jetzt eher in richtung tablet.

Was aber noch wichtiger ist: Die Leute, die nur Facebook und E-Mail benutzen sowie ein bisserl surfen und fotos schaun (und das sind gar nicht so wenige), dennen reicht ein Tablet.

Nicht falsch verstehen, Arbeiten kann man damit nicht. Aber die wenigsten privatpersonen arbeiten mit dem PC.

Außerdem verdrängen teilweise mittlerweile auch TV's den Medienpc/Notebook im Wohnzimmer.

> tablets und Co SIND direkte konkurenten zum
> notebook/PC

definitiv nicht - wenn ich nicht mit 10 Fingern tippen kann, ist das Gerät definitiv kein direkter "Konkurrent" zum PC.

... abgesehen davon, daß es sich vorm großen Schirm mit Maus in der Hand immer noch angenehmer surft, als mit einem Tablet od. Handy.

Definitiv schon, sonst würden die Verkaufszahlen anders aussehen. Das sind harte Fakten und entgegen Ihren Posts keine persönliche Meinung.

Nocheinmal: Für mich ist ein Tablet auch nur eine Ergänzung zum PC und zum Notebook. Fürs arbeiten nutze ich eben diese. Aber in gewissen Situationen reicht ein Tablet vollkommen und da mach ich mir nicht die Mühe im Arbeitszimmer den PC auf zu drehen oder das Notebook auszupacken.

Auch wenn Sie es nicht glauben werden, aber es gibt mehr als genug Menschen, die müssen nicht mit dem PC arbeiten. Und die schreiben auch keine langen Mails/Briefe, sondern surfen nur ein bisserl rum. Und für das ist ein Tablet mehr als ausreichend. Daher bitte nicht von sich selbst immer auf ALLE anderen schließen.

hm ... dennoch schwierig zu verstehen.

Mit "arbeiten" meine ich ja nicht einmal ausschl. erwerbsmäßig. Sondern alle anfallenden (Alltags)Arbeiten und Aufgaben lassen sich mit einem durchschnittl. einigermaßen modernen PC + Drucker + lokales Netz gut erledigen. Vom Brief_schreiben/Behördenzeug verwalten bis zum kleinen VPN. Der PC samt keybpard/mouse ist immer noch sehr robust und langlebig und kann 24/7 laufen (was eben ein Tablet nicht sehr gut kann) und so viele Anwendungen die übers Surfen hinausgehen, brauchen eben "Rechenpower". Videoschnitt, Audiobearb, Archivieren usw. Aber natürlich: für eMails und z Surfen taugen tablets auch, wenngleich ich die Bedienung immer umständlicher finde ... aber ist vielleicht Geschmacksache. Mal sehen, wie's in 5 Jahren aussieht ...

Smartphones als reine Mobiltelefone mit ein bisserl Software mit PCs auf eine Rechnung setzen :) .

Wenn wir jetzt noch die kontextbezogeneren Leberkässemmeln dazunehmen, ist der Radatz Weltmarktführer bei den Leberkässemmel-PCs ;) .

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