"Newsweek" nur noch online und kostenpflichtig

25. Dezember 2012, 10:39

Printausgabe wird nach 80 Jahren eingestellt - Neue Ausgabe soll sich an "hochmobile" Meinungsführer richten

Nach fast 80 Jahren hat das US-Magazin "Newsweek" seine Printausgabe eingestellt. Am Montag erschien die letzte Ausgabe der renommierten Zeitschrift an den Kiosken: Auf dem Titelbild prangte eine alte Luftaufnahme des Verlagshauses in Manhattan, dazu die wie eine Twitter-Nachricht gestaltete Aufschrift #LASTPRINTISSUE - die letzte Printausgabe. Sie erinnert knapp und ironisch daran, dass das Nachrichtenmagazin künftig nur noch digital erscheinen wird. In ihrem Vorwort schrieb Chefredakteurin Tina Brown, "manchmal ist der Wandel nicht einfach nur gut, sondern er ist notwendig".

Durchwegs in den roten Zahlen

"Newsweek" war im Februar 1933 von einem Journalisten des Konkurrenzblattes "Time" gegründet worden; die damalige Titelseite zierte unter anderem ein Foto von Adolf Hitler. In den vergangenen Jahren schrieb das Magazin konstant rote Zahlen. Daran änderte auch die Übernahme durch den kalifornischen Milliardär Sidney Harman im August 2010 nichts, der die Zeitschrift mit der Nachrichten-Webseite "The Daily Beast" verschmolz. Nach Harmans Tod 2011 stellte seine Familie die finanzielle Unterstützung ein.

"Hochmobile" Meinungsführer

Wie andere Zeitungen und Magazine in den USA litt "Newsweek" unter einer schwindenden Leserschaft und der Verlagerung des Anzeigengeschäfts ins Internet. Sein kostenpflichtiger Online-Nachfolger soll den Namen "Newsweek Global" tragen und sich laut Brown an "hochmobile" Meinungsführer richten, die in einem "anspruchsvollen Kontext" über die Ereignisse der Welt informiert werden wollen. Bezeichnenderweise kommentierte die Chefredakteurin das Ende einer Ära über den Internet-Kurzbotschaftendienst: "Bittersüß. Wünscht uns Glück", twitterte sie. (APA, 25.12.2012)

Ich hab die Zeitschrift einige Jahre lang immer wieder mal gelesen. Nachdem während der ersten Wochen des Irakkriegs jedoch fast nur noch darüber berichtet wurde, hab ichs gelassen. Ami-Propaganda ist echt das letzte ...

"hochmobile" Meinungsführer

auf Deutsch übersetzt: "Wer uns nicht kauft, ist blöd"
Ein letzter trauriger Satz vor dem endgültigen Ende.
Erinnert irgendwie an die täglichAlles

Es hilft alles gesudere nichts:
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit

Und wer nur schreibt, was keine Sau interessiert, der wird auch nicht gekauft.

Wie ich diese überall hingew*chsten Hashtags verachte, auch in Facebook schreibt die mittlerweile jeder Trottel...

#M.Ing ist ein Kacknewb

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