Universität Graz und Medizin-Uni Innsbruck mit neuen Rektoren

8. August 2003, 11:15
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Graz: Wahlen wurden wiederholt, Gutschelhofer bestellt - Innsbruck: Monatelanges Suchen hat ein Ende

Graz /Innsbruck - An der Universität Graz ist das Rektorbestellungsverfahren nun doch abgeschlossen: Alfred Gutschelhofer (43), Unternehmensberater und bisher Vorstand am Institut für Unternehmensgründung und -entwicklung an der Universität Linz, wurde Mittwochabend vom Universitätsrat zum Rektor der größten steirischen Universität gewählt. Der ursprüngliche vorgesehene Rektor, Lothar Zechlin, war wieder abgesprungen und wurde zum Rektor der deutschen Uni Duisburg-Essen bestellt.

Gutschelhofer war in der vorausgegangenen Rektorswahl im Mai der zweitgereihte Kandidat für Rektorsposten gewesen. Damals lag der gebürtige Grazer, der eine Stiftungsprofessur an der Uni Linz inne hat, nur eine Stimme hinter Zechlin. Mittwochnachmittag musste sich Gutschelhofer abermals dem aus neun Personen bestehenden Universitätsrat einem Hearing stellen: Die Entscheidung fiel am späten Abend: "Der Universitätsrat hat sich nach reiflicher Überlegung für Gutschelhofer entschieden", so Wielinger - über die Stimmenverhältnisse im Unirat wollte man keine Auskunft geben.

Innsbrucker Medizin-Uni hat nach monatelanger Suche einen Rektor

Nach monatelanger Suche hat die neue Medizinische Universität Innsbruck einen Rektor. Der Universitätsrat wählte am Donnerstag den Berliner Wissenschaftler Univ.-Prof. Robert Nitsch in die Funktion. Er wird mit 1. Oktober das Amt übernehmen.

Die Entscheidung fiel einstimmig bei einer Stimmenthaltung aus, teilte der Vorsitzende der Universitätsrates, Helmut Marsoner, der APA mit. Das Gremium hatte damit gegen den Vorschlag des Gründungskonventes gestimmt. Dieser hatte zuletzt wiederholt auf den Dekan der Medizinischen Fakultät, Univ.-Prof. Hans Grunicke, als einzigen Kandidaten beharrt. "Nitsch ist die bessere Wahl", begründete Marsoner die Wahl des Universitätsrates.

Bereits zwei Mal hatte sich der Universitätsrat in den vergangenen Wochen für den Berliner ausgesprochen. Der Gründungskonvent hingegen hatte ausschließlich Grunicke favorisiert. Dieser Einer-Vorschlag war vom Universitätsrat stets abgelehnt worden.

Nachdem die Frist für die Bestellung des Rektors Ende Juni abgelaufen war und sich die beiden Gremien nicht einigen konnten, ging die Entscheidungskompetenz zunächst auf Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) über. Sie hatte daraufhin eine Liste mit den zwei verbliebenen Bewerbern erstellt, die die gesetzlichen Voraussetzungen für den Posten erfüllen. Die Wahl des künftigen Rektors überließ Gehrer dem Universitätsrat. (APA)

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