Vaterschaftstest

6. Oktober 2003, 15:54
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"Tausche Familie": Beziehungskisten, Rollenverhalten, Konfliktsituationen auf ATVplus: selten so amüsant zu beobachten

"Tausche Familie", die sympathische Dokusoap auf ATV+ (donnerstags, 20.15 Uhr), wurde an dieser Stelle bereits erwähnt. Kurz gesagt geht es darum, dass ein Familienmitglied eine ganze Woche lang sein gewohntes Umfeld verlässt und in ein neues, fremdes Heim zieht. Und umgekehrt. Das sorgt für Spannung und Überraschung. Für den Zuseher ist nicht einschätzbar, wie sich die Dinge entwickeln.

Schon die erste Episode, in der eine überdrehte Bauernfamilie und eine spießige Wiener Kleinfamilie ihre Mütter tauschten, bereitete Vergnügen. Ebenso anregend die aktuelle Konstellation - wenn auch unerbittlicher: Vorarlberger Bürgertum und Wiener Althippies treffen aufeinander. Es fliegen die Fetzen.

"Die verarschen mich. Das lasse ich mir nicht gefallen." So geht's einem Wiener in Vorarlberg. Getauscht wurden die Familienväter, charakterlich ohne jede Berührungspunkte. Der Vorarlberger Jürgen tritt als energischer Machatschek auf, der es gewohnt ist, den Gartengrill zu bedienen, der gleichzeitig aber eine durchaus gestrenge Lebensgefährtin an seiner Seite weiß.

Thomas aus Wien wiederum ist gern allein und liebt es Frauenkleider anzuziehen. Die resche Vorarlbergerin Christine, gebürtige Wienerin, findet das alles gar nicht lustig: "Er sollte die nächsten Tage Abstand von mir halten." Es endet mit einem Rausschmiss. "Für mich ist er ein Seicherl und ein Lulu." Thomas packt die Koffer.

Beziehungskisten, Rollenverhalten, Konfliktsituationen: selten so amüsant zu beobachten. (prie/DER STANDARD; Printausgabe, 10.7.2003)

  • Die resche Vorarlbergerin Christine, gebürtige Wienerin, über Thomas aus Wien: "Für mich ist er ein Seicherl und ein Lulu."
    foto: atvplus

    Die resche Vorarlbergerin Christine, gebürtige Wienerin, über Thomas aus Wien: "Für mich ist er ein Seicherl und ein Lulu."

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