Klimawandel könnte dazu führen, dass Weiße Haie häufiger angreifen

24. Dezember 2012, 20:50
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Hohe Meerestemperaturen treiben die Raubfische offenbar immer öfter in Küstennähe, wo das Wasser kühler ist

Sydney - Ungewohnt hohe Meerestemperaturen zwischen 2010 und 2011 könnten für einen Anstieg von Angriffen durch Weiße Haie auf Menschen an australischen Stränden verantwortlich sein. Zu dieser Einschätzung kommen zumindest Experten der Fischereibehörde im Bundesstaat Westaustralien. In den vergangenen zwei Jahren seien immer mehr Weiße Haie und Tigerhaie in Küstennähe gesehen worden, schrieb die Zeitung "West Australian" am Sonntag unter Berufung auf die Behörde. Auch die Zahl der Angriffe habe sich in diesem Zeitraum erhöht. Insgesamt seien fünf Menschen getötet worden. In den vergangenen dreißig Jahren kam es pro Jahr im Schnitt zu einem Hai-Angriff. Nicht immer endeten die Attacken tödlich.

Kühleres Wasser in Küstennähe

In den vergangenen zwei Jahren seien nun die Wassertemperaturen teilweise um rund fünf Grad auf bis zu 30 Grad Celsius gestiegen. In den betroffenen Gebieten seien die Fischbestände nahezu ausgelöscht. Aufgrund der Strömungen ist das Wasser an den Küsten kühler, wie der Generaldirektor der Fischereibehörde, Stuart Smith, erläuterte. "Es könnte sein, dass die Haie mit dem kälteren Wasser kommen oder, dass die Tiere, von denen sie sich ernähren, mit dem kälteren Wasser kommen und die Haie ihnen einfach folgen."

Während die Forscher anfangs noch lokale Abweichungen für den Temperaturanstieg verantwortlich machten, gehen sie nun davon aus, dass er eine Folge allgemeiner Umweltveränderungen ist. (APA/red, derStandard.at, 24.12.2012)

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    Höhere Meerestemperaturen locken Weiße Hai möglicherweise vermehrt in die Nähe der Küsten, wo sich durch Strömungen Bereiche mit kühlerem Wasser halten können.

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