Westteil der Antarktis erwärmt sich doppelt so schnell wie gedacht

25. Dezember 2012, 11:11
  • Der rasante Temperaturanstieg in der Zentralregion der Westantarktis führt in weiterer Folge zueiner Beschleunigung der Gletscherflüsse, Abbrüchen vom Schelfeis und 
verstärktem Schmelzen von Meereis.
    foto: apa/british antarctic survey, chris gilbert

    Der rasante Temperaturanstieg in der Zentralregion der Westantarktis führt in weiterer Folge zueiner Beschleunigung der Gletscherflüsse, Abbrüchen vom Schelfeis und verstärktem Schmelzen von Meereis.

Rekord-Temperaturanstieg von 2,4 Grad seit 1958 - Entwicklung bereitet Sorgen um Stabilität des Meereises an der Küste und des benachbarten Ross-Eisschilds

London  - Der Westteil der Antarktis hat Wissenschafter überrascht: Die Region erwärmt sich viel stärker als bisher angenommen wurde. Mit einem Temperaturanstieg von 2,4 Grad seit 1958 gehöre die Zentralregion der Westantarktis sogar zu den Gebieten auf der Erde, die am schnellsten wärmer werden, berichten Polarforscher in der britischen Fachzeitschrift "Nature Geoscience". Die Temperatur klettert dort demnach dreimal rascher als im globalen Durchschnitt und doppelt so schnell als urspünglich angenommen.

Grundlage der Berechnungen sind Temperaturmessungen der amerikanischen Byrd-Station, die sich auf 1.530 Metern über dem Meeresspiegel mitten auf dem westantarktischen Festlandeis befindet. Diese Daten sind aber lückenhaft, da die Station nur von 1958 bis 1975 ständig besetzt war. Daher galten sie bisher als zu unsicher für längerfristige Trends, wie eine Gruppe um David Bromwich von der Ohio State University in Columbus (USA) berichtet.

Berechnungen schlossen Datenlücken

Von 1980 an gab es nur zum Teil Daten einer automatischen Wetterstation, weil beispielsweise deren Solarzellen im antarktischem Winter keinen Strom lieferten. 2005 wurde die Station ganz geschlossen. Das Bromwich-Team nutzte nun Wetterdaten anderer zumeist über die Küstenregionen der Antarktis verteilter Stationen und berechnete so die mit großer Wahrscheinlichkeit in der Byrd-Region herrschenden Temperaturen. Damit konnte es die Datenlücken schließen und eine langfristige Temperaturkurve für die Inlandregion erstellen.

Da in der hoch gelegenen Byrd-Region auch im Sommer eine mittlere Temperatur von minus zehn Grad herrsche, führe die Erwärmung nicht unmittelbare dazu, dass größerer Eismassen schmelzen, betonte Bromwich. Dies begründe aber Sorgen um die Stabilität des Meereises an der Küste und des benachbarten Ross-Eisschilds, schreiben die Forscher. Schon geringe Erhöhungen der Temperaturen führe dort zu einer Beschleunigung der Gletscherflüsse, Abbrüchen vom Schelfeis und verstärktem Schmelzen von Meereis. Auch Gletscher der angrenzenden Antarktischen Halbinsel schmelzen älteren Studien zufolge rasch. (APA/red, derStandard.at, 25.12.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 43
1 2
"Westteil der Antarktis erwärmt sich doppelt so schnell wie gedacht"

Wenn man noch schneller denkt, dann erwärmt sich die Antarktis vielleicht 3x so schnell.

ahh da ist er ja, der Erderwärmungs-Artikel. Nach den Kälterekord Meldungen aus Russland war es nur eine Frage der Zeit bis der kommt. Schließlich soll man ja nicht vergessen das sich die Erde erwärmt ;)

Das Bromwich-Team nutzte nun Wetterdaten anderer zumeist über die Küstenregionen der Antarktis verteilter Stationen und berechnete so die mit großer Wahrscheinlichkeit in der Byrd-Region herrschenden Temperaturen. Damit konnte es die Datenlücken...

also hier steht was anderes:
http://www.nytimes.com/2012/12/2... html?_r=1&

To try to get to the bottom of the question, David H. Bromwich of Ohio State University pulled together a team that focused on a single temperature record.

It is by far the longest weather record in that region, but it had intermittent gaps and other problems that had made many researchers wary of it. The Bromwich group decided to try to salvage the Byrd record.

They retrieved one of the sensors and recalibrated it at the University of Wisconsin. They discovered a software error that had introduced mistakes into the record and then used computerized analyses of the atmosphere to fill the gaps.

Wenn's Ergebnis nicht paßt, biege es hin. Pardon, aber das ist nicht etwa "paradox", sondern die Carbonatsis betreiben galoppierende Volksverblödung hart an der Grenze zum Kriminellen…

…Die Vorgangsweise bei der Hinbiegung der entsprechenden Daten wurde im Falle der W-australischen Schummelei durch das FS3 bereits entsprechend dokumentiert. "Neukalibrierung", "Homogenisierung" und "statistische Evaluation" sind die Zauberbegriffe dieser Roßtäuscher, die mit ihrer Vorgangsweise die gesamte Naturwissenschaft in Verruf bringen.

REKORDZUWÄCHSE BEIM ANTARKTIK-EIS:
http://www.forbes.com/sites/jam... her-record

CO2-KULT AM GIPFEL DER STUPIDITÄT:
http://stevengoddard.wordpress.com/2013/01/0... -stupidity

prinzipiell is es ja besser

man verwendet wissenschaftliche Arbeiten als Literaturangaben und keine Blogs oder Tageszeitungen. Das Eisvolumen nimmt dort ab wo es wichtig ist und dort zu wo es weniger Auswirkungen hat. Vereinfacht gesagt und auch schon von proteinus anguinus angesprochen. Klimaerwärmung heisst auch nicht dass es überall gleichmässig wärmer wird sondern dass es in verschiedenen Teilen der Erde auch wärmer und manchmal auch kälter werden kann. Da es durch die Erderwärmung mehr Wasserdampf in der Atmosphäre gibt, gibts auch mehr niederschläge und an den Polen kommen die eben als Schnee oder Eisregen runter. Dadurch kanns in den Wintermonaten schon mehr Zuwachs geben aber da ales im Sommer wieder wegschmilzt hab ich dann in der Summe einen Rückgang...

Prinzipiell ist das FS3 ihrer Meinung, vor allem wenn es wachsende Temp.-Unterschiede betrifft (das FS3 hat dies bereits vor 10 Jahren so vorhergesagt), die in Summe eine gemittelte "Erwärmung" ergeben mögen, was aber nichts über deren wahre Ursache…

…aussagt, bzw. die politisch motivierte Agenda vom CO2-KULT ins Reich der wissenschaftl.Roßtäuscherei verbannt.

CO2 folgt der Temp. und forciert Pflanzenwachstum, welches wiederum zur Wasserverdunstung beiträgt, die dann wieder kühlend wirkt. Ein natürlicher Regelkreis, mit dem unsere Erde ihr Biosphärengleichgewicht schützt, egal wie viele Mrd.Menschen od.Kühe existieren.

Zum Antarktis-Eis besteht eher die "Gefahr", daß in 1000 Jahren die GESAMTE ERDE v.Eis bedeckt ist,…
http://tinyurl.com/axrlxo9

;)
…wenn wir ähnlich argumentieren würden, wie die Karbonatsis, od.ein gewisser Sir David King (mutmaßl.Schlangenölverkäufer):
http://tinyurl.com/a2obsxg

Der meinte 2004 glatt, daß die Antarktis "bald der einzige Platz z.Leben" sein würde.

"das FS3 hat dies bereits vor 10 Jahren so vorhergesagt"

Komisch, dass ich es in den 90ern auch schon so gehört habe. Also hat der FS3-Kartonbluzer gar nichts vorhergesagt,

Das Antarktis Eis schmilzt am Land ab dafür bilden sich größere Eisflächen im Antarktischen Gewässer.
Ergibt einen Realverlust an Eis, und was von viel schlimmer ist, einen Realverlust von an Land gebundenem, somit zum anstieg des Meeresspiegels viel stärker beitragendem Eis.
Studie von Ian Joughin et al könnens gern im Science nachlesen, oder weiter die ach so objektiven Berichte der Forbes verbreiten.

"Wenn's Ergebnis nicht paßt, biege es hin"

Besser kann man ein FS3-Posting nicht zusammenfassen.

Immer wenn ich im Sommer ein Stanitzel Eis in der Hand halte, schmilzt das auch doppelt so schnell wie gedacht.

top gear hat eine lösung für ihr problem

ab 3:40

http://www.youtube.com/watch?v=E7kEJ-pHkWA

Bei einer Höchsttemperatur im Sommer von Minus 10 Grad schmilzt erst mal gar nix.

Es sei denn das Eis ist stark alkoholisiert, weil die reichsdeutschen Schnapsbrennereien in Neuschwabenland Absatzprobleme haben und ihren Überschuss einfach in der Botanik der Westantarktis entsorgen.

Zum Wohl.

-10°C in 1500 m Höhe bedeuten +5°C in Meereshöhe, den Rest trägt der Salzgehalt im Meerwasser bei - die Schnapsprodukte finden hier offenbar genug Absatz, ob das bei Sommertemperaturen zu Weihnachten auch so bleibt ist fraglich.

wenn es aber eine inversion gibt,

kann -10°C in 1500 m höhe auch -15°C am boden bedeuten... und die +5°C bekommst du maximal bei rein trockenadiabatischen verhältnissen.

Das Eis schwimmt an diesem Ort nicht auf dem Meer! Es liegt auf Fels auf und ist wahrscheinlich sogar bis unten festgefroren. Die Erdwärme würde das Eis natürlich unten schmelzen, wenn es von Oben nicht gekühlt würde, aber bis sich die Temperaturerhöhung oben bis ans Felsbett auswirkt vergehen schon ein paar tausend Jahre (Wärmeleitung).

Wissen Sie vielleicht etwas über den Einfluss der Temperatur auf die Duktilität von Eis?

im grunde genommen liegt das eis hier auf dem boden aber relativ tief unterwasser:
http://nsidc.org/data/atla... ation.html
und ist bis unten tiefgefroren.
hier die wärmeleitzahl von eis:
http://www.engineeringtoolbox.com/ice-therm... d_576.html
vergleichbar mit glass oder marmor:
http://www.engineeringtoolbox.com/thermal-c... d_429.html

Helfen Sie mir bitte mal weiter: wenn ich ein Minimum von 2.22 W/Km für die Wärmeleitfähigkeit annehme und außerdem 0.063W/m² als Erdwärme annehme, müsste die Durchschnittstemperatur (über Jahrhunderte) an der Oberfläche unter -47°C liegen, damit eine 1500m Eisdecke unten angefroren bleibt.

Wo habe ich mich geirrt? Ist die Erdwärme dort weniger? War die Durchschnittstemperatur in den letzten Jahrtausenden unter -85°C um auch 3000m Eisschichten zu ermöglichen? Hat die Bewegung der Eismassen (von oben nach unten) einen wesentlichen Beitrag zur Wärmeleitung? Ist das blaue Eis durchlässig für Infrarotstrahlung und ermöglicht so einen schnellen Wärmetransport von unten nach oben?

Vielleicht ist diese Erwärmung der Grund dafür, dass das Eis der Antarktis wächst!

Es wächst nur die eisbedeckte Meeresfläche - und die nur minimal. Das Eis an Land aber wird weniger.

die wahrscheinlichkeit dafür ist sogar äusserst gross

höhere atmosphärentemperatur fürhrt zu mehr wasser in der atmosphäre und damit zu höheren niederschlägen; also auch mehr niederschläge in der antarktis ...
heisst aber nicht automatisch, dass die vermehrten niederschläge dort aus dem gloablen wasserkreislauf genommen und quasi trockengelegt sind.
gletscher schieben immer nach, egal, ob tauwetter oder nicht - und rutschen irgendwann genauso ins meer, wie das gönlandeis, nur halt zeitversetzt, weil klimaerwärmung auf nordhalbkugel sehr viel drastischer und schneller als auf südhalbkugel - wegen hohen landflächenanteils.
landflächen, erwärmen sich viel stärker, als wasseroberfläche; wasserfläche kühlt sich selbst durch verdunstung ...
etc ...

Ach so, sie posten die meinung einer karikaturenzeichner als beweis?
Tja, seine meinung in aller ehre, wissenschaftliche papiere sagen was anderes:
"Increased ice loading in the Antarctic Peninsula since the 1850s and its effect on Glacial Isostatic Adjustment"
http://hockeyschtick.blogspot.co.at/2012/09/n... a-has.html
kosher link hier:
http://www.agu.org/pubs/cros... 2559.shtml

Byrd station, darüber gabs schon mal eine diskussion..

"Da in der hoch gelegenen Byrd-Region auch im Sommer eine mittlere Temperatur von minus zehn Grad herrsche, führe die Erwärmung nicht unmittelbare dazu, dass größerer Eismassen schmelzen, "
nein, bei -10°C schmelzen keine "größerer eismassen", sondern überhaupt kein eis.

hier eine analyse über die raw daten von Byrd station:
http://climateaudit.org/2011/02/0... igs-trick/

nicht nur das die station 3 mal übersiedelt wurde, winter-daten nach 2000 fehlen!

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 43
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.