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Jahr 2012 war für viele europäische Industrien ein schwieriges Jahr. Aber niemand war so hart getroffen wie die großen Autokonzerne, die für den Massenmarkt produzieren. Peugeot/Citroen, Fiat und Opel, aber auch Ford Europa fuhren massive Verluste ein. Nur Volkswagen verdient Geld, nicht nur wegen des Erfolgs seiner Nobelmarken Audi und Porsche, sondern auch im Normal- und Kleinwagensegment.
Das liegt an der schwachen KfZ-Konjunktur in Europa - die Zulassungen sind am tiefsten Stand seit 20 Jahren – und an der wachsenden Konkurrenz aus Ostasien. Das größte Problem der europäischen Autoindustrie aber sind die Überkapazitäten, die nach Expertenschätzungen fast ein Drittel ausmachen.
Um diese zu reduzieren, planen die Konzerne einen massiven Jobabbau und Werksschließungen. Aber all diese Schritte stoßen auf massiven Widerstand von Gewerkschaften und politischen Kräften.
Wenn man die politischen Möglichkeiten und die wirtschaftlichen Notwendigkeiten vergleicht, wird es klar: Diese Strategie wird nicht reichen. Die Massenproduzenten müssten so klein werden, dass ihnen dann die kritische Größe fehlt, um wieder wettbewerbsfähig zu werden.
Damit Europa wieder eine gesunde Autoindustrie erhält, müsste mindestens einer der drei großen Krisenkonzerne komplett zusperren, und möglichweise sogar zwei. Vielleicht lassen sich durch Fusionen noch gewisse Marken erhalten, aber auch dies ist keine ideale Strategie.
Allerdings wäre eine totale Liquidierung für die betroffenen Regionen und Staaten ein so schwerer Schlag, dass sie kaum vorstellbar ist. Italien ohne Fiat, Frankreich ohne Peugeot/Citroen? Am ehesten kann Deutschland auf die GM-Tochter Opel verzichten, aber auch das hätte zumindest lokal massive Auswirkungen und wäre auch für die Regierung Merkel schwer zu verdauen.
Deshalb werden alle Autobauer wohl so wie bisher weitermachen: Arbeitsplätze abbauen, mit Rabatten den Verkauf ankurbeln, auf den nächsten Aufschwung hoffen, außereuropäische Expansionspläne wälzen, die auch nicht den gewünschten Erfolg bringen – und Jahr für Jahr Verluste machen, die dann vom Mutterkonzern (Opel) oder vom Staat abgedeckt werden sollen.
Und am Ende wird Europas Autoindustrie deutlich schwächer dastehen, als sie es bei einer rechtzeitigen radikalen Konsolidierung gewesen wären.
Die Politiker und Industriekapitäne, die den Mut haben, dieser Realität ins Gesicht zu sehen, die fehlen. (Eric Frey, derStandard.at, 23.12.2012)
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Unsere Wirtschaft fordert Wachstum...sagt zwar jeder, stimmt aber nicht ganz. Was sie WIRKLICH braucht ist ein ständiger Geldkreislauf. Solange möglichst Viel Geld Möglichst oft den Besitzer wechselt, ist alles in Ordnung.
Dazu muss es Konsum geben. Und Konsum wird von den Konsumenten getätigt.
Woher kommen die Wirtschaftlichen Mittel des Konsumenten? Von Gehälter aus der Wirtschaft und Leistungen aus der Politik (Staat).
Und jetzt sind wir beim Neoliberalismus, der sich über die Jahre trefflichst bemüht hat, diese zwei Geldflüsse möglichst klein werden zu lassen.
Frage: Wer soll denn, egal wieviele Hersteller es gibt, die Autos kaufen, wenn die Konsumenten kein Geld mehr haben um es auszugeben, hm?
wie Cash for Clunkers daher, Abwrackprämie und dergleichen - um die Krise zu übertauchen, und dann wundert sie sich, dass ein paar Jahre später die Nachfrage nach Neuwägen auf dem Tiefststand ist.
Einen Autokauf tätigt man halt einmal nicht alle paar Monate, wenn deshalb Anreize gegeben werden, dass dieser jetzt erfolgt ist halt für ein paar Jahren Ruhe, oder anders gesagt - man Abwrackprämie und Co. kann man Nachfrage nur vorziehen, man kann sie nicht verdoppeln oder irgendwie "ankurbeln" - wie sich das die Politiker so oft gerne wünschen.
Potz blitz aber auch, wer hätte das gedacht...
Unser kapitalistisches System verlangt aber nun mal stetiges Wachstum.
Wenn früher ein neues Auto nur alle z.B. 10 Jahre angeschafft wurde, so bedeutet es nun mal in einem System, das stetiges exponentielles Wachstum erfordert, dass die Karre z.B. in immer kürzeren Abständen neu gekauft werden muss, damit das Werkl weiterlaufen kann.
Das gilt für den neuen Pullover und alles andere käuflich Erwerbbare ebenso.
Dass sich das auf Dauer nicht ausgehen kann, ist manchen wohl noch immer nicht klar. Mit Abwrackprämien, EFSF, ESM und sonstigen windigen Konstruktionen gewinnt man offenbar Zeit, um das heftig wankende Werkl noch etwas am Leben zu erhalten, aber natürlich sind das alles nur Pflaster und keine nachhaltige Lösungen.
er kann nicht profitabel wirtschaften und muss deshalb von der Bildfläche verschwinden.
Die Franzosen haben die Zeichen der Zeit auf der gesamten Wellenlänge verschlafen. Das rächt sich jetzt bitter und wird nicht ohne Konsequenzen bleiben...
Äpfel und Birnen. VW zeigt nur die Weltweite Situation an und lässt eine regionale Aufschlüsselung auf. Wenn hier Fiat und Ford erwähnt wird, muss man sagen, dass die beiden global auch Gewinne einfahren. Sowohl bei Fiat als auch Ford ist es vor allem das Nordamerikageschäft, das sehr lukrativ ist. Bei den aktuellen VW-Rabatten bezweifle ich, dass die in Europa Geld verdienen (rein Volkswagen, ohne Porsche/Audi)
bitte um Fakten, die mich widerlegen. VW legt operatives Ergebnis nach Marke vor, nicht jedoch nach Region. Da gibt es rein Umsatzerlöse und auch nur für den Gesamtkonzern. Nach Marke pro Region gibt es gar keine Daten.
Bitte also um Daten/Fakten warum man behaupten kann VW verdient in Europa Geld, während es andere nicht schaffen.
aber da steht nur was von Absatz, nicht von Ertrag. Wenn man sich die Nachlässe und Aktionen in DE und AT ansieht (AT: bis 3000 EUR für Lagerfahrzeuge 2000 für Neubestellungen, bis zu EUR 2450 für AWD und das nur auf der VW Startseite), dann bezweifle ich, dass die Marke VW in Europa Geld verdient. Die werden, wie andere auch, die Verluste hier mit Gewinnen woanders ausgleichen. Noch dazu wo lt. Ergebnis der ersten 3 Quartale 50% des operativen Ergebnisses des VW Konzerns von Audi stammen (Quelle: www.volkswagen.de)
... nicht für die gesamte vag-gruppe.
Aber beim, ich glaube inzwischen, 2t. größten Autobauer der welt von "popeliger autoproduktion" zu sprechen zeigt dass sie hier wohl eher weniger sinnvolles zur diskussion beitragen werden.
irrtum - porsche hat den höchsten bruttoertrag pro ausgelieferter kompensationschüssel in der gesamten branche - nennt sich "deppensteuer", und belief sich vor ein paar jahren auf durchschnittlich 30.000 euro pro schleuder....
das hat aber nichts mit der tatsache zu tun, daß kein einziger autohersteller noch vom autobauen lebt - sie leben von ihrer herstellerbank und den finanzierungen, überteuertem spezialwerkzeug, ci-ausrüstung etc., von ihren irren kapitalhäufen und deren kapitalerträgen, oder gleich von völlig branchenfremden dingen, von der grundstücksspekulation bis zur waffenproduktion....
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