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vergrößern 900x506227 Tage lang am Pazifik, da geschehen schon wundersame Dinge: Der schiffbrüchige Pi (Suraj Sharma) mit leuchtenden Quallen in Ang Lees Literaturverfilmung "Life of Pi".
Wien - Eine Geschichte, die einem den Glauben an Gott geben wird, hört man nicht jeden Tag. Piscine Molitor Patel, der nach einem Pariser Schwimmbad benannte Protagonist aus Ang Lees Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger verhält sich ein wenig so wie der Philosoph Blaise Pascal mit seiner berühmten Wette über die Existenz Gottes. Pascal argumentierte, es sei in jedem Fall besser, an Gott zu glauben, weil man damit am Ende des Tages weniger zu verlieren habe.
Piscine hat zwei Geschichten parat, in denen er seinem Zuhörer (in einer Rahmenhandlung des Films) von seinem erstaunlichen Überleben auf hoher See berichtet: Die eine handelt von ihm und einem Tiger namens Richard Parker, mit dem er 227 Tage in einem kleinen Rettungsboot im Pazifik verbrachte (die anderen Passagiere, ein Orang-Utan, eine Hyäne und ein Zebra, werden zum Opfer ihres niedrigeren Ranges in der Nahrungskette); die zweite Variante erzählt von Menschen, die in Extremsituationen zu allem fähig sind. Wenn man beide Geschichten kennt, werden die allermeisten Menschen die erstere vorziehen - jene, in der das Unwahrscheinliche sich mit Edlem eint.
Der 1954 in Taiwan geborene Filmemacher Ang Lee hat im Lauf seiner Karriere immer wieder auch selbst gezeigt, dass er eine gute Hand für Geschichten hat. Mit der Verfilmung von Yann Martels Bestseller hat sich Lee nun wieder auf ein neues Wagnis eingelassen, handelt es sich doch um einen Roman, dessen Fantastik nur mit Computeranimationen realisierbar ist. "Drehe niemals mit Kindern, Tieren und Gewässern", sagte der sonst gern tief stapelnde Regisseur bei der Premiere des Films beim New York Filmfestival. "Ich habe mich an nichts davon gehalten."
Einen ersten Vorgeschmack, auf welch zwingende Weise er mit den Möglichkeiten der Technologie verfährt, gibt bereits die Eröffnungssequenz, in der die Tiere eines Zoos scheinbar ohne Käfige und Zäune alle dasselbe Terrain bevölkern - natürlich in 3-D. Life of Pi beginnt mit einem Intro in der südindischen Stadt Pondicherry, die den Zuschauer noch von der Attraktion der Odyssee im Meer fernhält. Der skurril-naive Tonfall, der den ersten Teil des Films charakterisiert, funktioniert wie eine Finte, da er erlaubt, viel Unwahrscheinliches in die Waagschale zu legen.
Pi (Ayush Tandon, später Suraj Sharma) wird aufgrund seines Vornamens - " Piscine" klingt wie "pissing" - von seinen Mitschülern gehänselt. Doch er erweist sich bereits früh als Überlebenskünstler: Er beschließt, seinen Namen in die mathematische Zahl Pi zu verändern, und wiederholt diese solange, bis ihn niemand mehr anders nennen will. Wer seine Geschichte durchsetzen will, muss hartnäckig bleiben.
Zur Kunst des Fabulierens kommt der eigentümliche Synkretismus des Helden. Pi, als Hindu geboren, entwickelt einen besonderen Hunger nach Weltreligionen, sodass er am Christentum genauso wie am Islam Gefallen findet - es gibt für ihn einfach viele Wege zu Gott. Die Aufgeschlossenheit lässt den Jungen auch furchtlos den Tieren gegenübertreten, die zum Zoo seines Vaters gehören. In Richard Parker, dem Tiger, sieht er zuerst die Seele, dann erst das Biest.
Globales Fairtrade-Kino
Der Film entspricht diesem Weltbild in ästhetischer Hinsicht durch seine Vermischung stilistischer Einflüsse. Das Indien mit französischem Kolonialanstrich wirkt wie ein imaginärer Ort, in dem die Familienszenen wie 3-D-Passepartouts arrangiert sind, nicht ohne Nostalgie für eine Zeit vor ethnisch-religiösen Zerwürfnissen. Life of Pi ist globales Kino mit Fairtrade-Gütesiegel. Seine Zuschauer wird der Film sicher nicht nur in einem spirituell ausgehungerten Westen finden, sondern auch in asiatischen Ländern.
Die eigentliche Prüfung steht Pi noch bevor. Wie viele Helden von Ang-Lee-Filmen steht er an einer Schwelle. Die Familie muss Indien verlassen, auf dem Weg ins gelobte Land, Amerika, sinkt der Ozeandampfer mitsamt den Zoo-Tieren wie ein Stein ins Meer. Spätestens an dieser Stelle kann Ang Lee sein großes Talent für das richtige Augenmaß beweisen. Die Katastrophe markiert den Übergang in einen visuell ungleich beeindruckenderen Film, der 3-D so inspiriert nutzt wie bisher wohl nur James Camerons Avatar.
Der Ozean wird zur Blue Box der Fantasie. Sie macht es möglich, das Dasein mit wilden Tieren auf engstem Terrain realistisch zu veranschaulichen - und das bedeutet hier zuallererst, den Tieren ihre Animalität zu belassen. Von den funkelnden Augen über grazile Bewegungen bis zur Beschaffenheit des Fells - stets hat man den Eindruck, es mit einem richtigen bengalischen Tiger zu tun zu haben. Das Tierische an Richard Parker setzt auch erst die Grenze fest, an der sich Pis Humanität, in Abgrenzung und Duldung eines anderen, bewähren muss.
Das Faszinierende an Überlebensdramen ist, dass es immer kleine, strategische Manöver sind, die im Vordergrund stehen. Wie klärt man auf Dauer die Platzverhältnisse im Boot? Wie beschafft man sich und dem Tiger Nahrung (zumal man sonst selbst an der Reihe wäre)? Wie hält man die Moral in einer solchen ausweglosen Situation aufrecht? Lee findet für diese "Robinson Crusoe"-Variante zur See eine Reihe von höchst bemerkenswerten Szenen, die das Überlebensdrama in einem größeren, kosmischen Ganzen verorten.
Die Verfärbungen des Himmels, die unterschiedlichen Witterungslagen, an die sich der Zustand des Wassers anpasst, der Sternenhimmel in der Nacht, der sich im Meer spiegelt - in Landschaftsbildern wie diesen hat Ang Lee schon immer einen Angelpunkt für das emotionale Gewicht seiner Filme gefunden.
In Life of Pi, dieser Metafiktion übers Geschichtenerzählen, kommt hinzu, dass der Freiheit der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Einmal starren Pi und Parker wie hypnotisiert in die Tiefe des Ozeans, der sich wie ein Palimpsest zu immer anderen Formen und Gestalten öffnet, die den beiden auf ihrer Reise begegnet sind.
Der Film gleicht selbst einer solchen Wunderkammer, in der sich ein Widerhall von universell gültigen Konzepten von Liebe, Güte und Frömmigkeit findet. Sie bleiben alle ein bisschen zu vage, um einen nachhaltig zu beschäftigen. Am Ende ist es vielleicht doch nur eine Lüge, ein virtueller Schutzschild, der den harten Widersprüchen der Welt nicht lange standhalten wird. (Dominik Kamalzadeh, DER STANDARD, 24./25./26.12.2012)
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Mit "Der Fall Wilhelm Reich" widmet der österreichische Filmemacher Antonin Svoboda dem ebenso heftig verehrten wie verfolgten Grenzgänger Reich nun auch einen Spielfilm. Klaus Maria Brandauer verkörpert den Titelhelden
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Der zweite Teil von Ulrich Seidls filmischer Trilogie über weibliche Glückssuchende und weitere Filmstarts der Woche
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Manuel von Stürlers Dokumentarfilm und weitere Filmstarts der Woche
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Ken Loachs erbaulich-simple Whisky-Komödie "The Angel's Share" wurde in Cannes mit dem Jury-Preis ausgezeichnet
Harald Friedls Dokumentarfilm "What Happiness Is" führt nach Bhutan
Das US-Cop-Drama "End of Watch" begleitet Jake Gyllenhaal und Michael Peña auf Streife durch das berüchtigte South Central L.A.
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Der Dokumentarfilm "Trains of Thoughts" von Timo Novotny sieht und hört sich in sechs Metropolen in der U-Bahn um. Musik: Sofa Surfers
Die Kunst und die Stadt aus dem Blickwinkel einer neugierigen Flaneurin: US-Independent-Regisseur Jem Cohen hat einen schönen Film über (Wien-)Bilder gedreht, die über das Museum hinaus wirksam sind
Eine neue schwarze Komödie von Barbara Gräftner - und die weiteren Filmstarts der Woche
Peter Jackson hat nach "Herr der Ringe" die nächste Tolkien-Adaption in Angriff genommen
US-Schauspieler Paul Dano ist eines der ungewöhnlichsten Gesichter seiner Generation. In "Ruby Sparks" spielt er nun einen Schriftsteller, der sich in eine von ihm erfundene Frau verliebt. Porträt eines Mannes, der weiß, was er will
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Mehr als nur opulentes Ausstattungskino: "Anna Karenina" von Joe Wright gibt Tolstois russischem Liebesdrama eine surreale Dimension, die das Innerste gnadenlos an die Öffentlichkeit zerrt
Im neuen, klugen Film des Franzosen François Ozon, "In ihrem Haus", entspinnt sich ein raffiniertes Spiel des Fabulierens
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Die deutsche Antwort auf "Das Fest" von Thomas Vinterberg: "Was bleibt", der neue Film von Hans-Christian Schmid, setzt nicht auf die auffällige Geste, sondern auf die Kleinigkeiten, in denen sich für moderne Menschen das Schicksal erfüllt
Andrew Dominiks ins Jahr 2008 verlegte Adaption eines George-V. -Higgins-Thrillers und weitere Filmstarts der Woche
Hüseyin Tabaks sehenswerter Kinderfilm "Das Pferd auf dem Balkon" nach einem von Milan Dor geschriebenen Drehbuch
Holprig: Stefan Ruzowitzkys US-Thriller "Cold Blood" / "Deadfall"
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Vier Jahre nach seinem Leinwanddebüt geht das von Millionen Teenagern verehrte neuromantische Traumpaar Bella Swan und Edward Cullen mit "Breaking Dawn - Bis(s) zum Morgengrauen (Teil 2)" ins Finale
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Der österreichische Regisseur Florian Flicker stellt mit "Grenzgänger" seinen neuen Kinofilm vor: eine Dreiecksgeschichte nach klassischem Vorbild
Tom Tykwer hat "Cloud Atlas" mit den Geschwistern Wachowski ("Matrix") inszeniert. Der deutsche Filmemacher übers Regieführen zu dritt im 24. Jahrhundert
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Dietrich Brüggemanns Twentysomethings-Berlin-Komödie "3 Zimmer/ Küche/ Bad" und die weiteren Filmsstarts der Woche
Schauspiel-Star Ben Affleck hat mit "Argo" einen höchst unterhaltsamen Politthriller realisiert, der von einer ungewöhnlichen Verschränkung zwischen Hollywood und Weltpolitik erzählt
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Gustav, Clara Luzia, Luise Pop und Teresa Rotschopf machen Musik: Mirjam Ungers "Oh Yeah, She Performs!" ist eine energetische Hommage an vier alternative Stars
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"Robot & Frank", das Spielfilmdebüt des US-Regisseurs Jake Schreier, erzählt die etwas konstruierte, letztlich aber gefühlvolle Geschichte eines demenzkranken alten Mannes und seines elektronischen Helfers
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"Knistern der Zeit", Sibylle Dahrendorfs Dokumentarfilm über Christoph Schlingensiefs Operndorf-Projekt
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Mit "Prometheus" kehrt Ridley Scott zum Anfang der "Alien"-Saga zurück und fragt nach dem Ursprung der Menschheit
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Das Regiedebüt der französischen Schauspielerin Julie Delpy ist eine flotte (Liebes-)Komödie über kulturelle Missverständnisse zwischen Amerikanern und Franzosen
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"28 Days Later" - ein apokalyptischer Horrorfilm des Briten Danny Boyle
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Habe das Buch nicht gelesen, der Film war jedoch wunderschön bebildert, die Szene mit den fliegenden Fischen fast komischer als die mit Gerard D.
Hollywood"größen" fehlen hier zum Glück völlig, man kann sich unbelastet auf den Film einlassen.
Ich finde, es war eine gute Unterhaltung. Leider hat man schon gewusst, dass der Hauptdarsteller unversehrt, mit allen Gliedmaßen intakt, überlebt. Die belanglose Rahmenhandlung raubt der Geschichte ziemlich viel Spannung. Dass sich im Forum so viele über Religiöses alterieren, wundert mich. Es doch darum, dass es egal ist, welcher Religion man anhängt.
Habe weder das Buch noch Filmkritiken gelesen. Am besten haben mir die fantasievollen Wasserspiegelungen und Wellengestaltungen gefallen. Die 3D-Bilder waren beeindruckend, bis auf die 3D-Vögel, die einem offenbar immer ab und zu ins Gesicht flattern müssen, um die höheren 3D-Eintrittspreise zu rechtfertigen.
Dass es bei der Geschichte angeblich um den Glauben geht, hat mich als Gottlosen nicht weiter gestört. Mich haben die Entscheidungen interessiert, die Pi fürs Überleben getroffen hat. Leider bin ich eingedöst, als die Insel erreicht wurde, daher fehlt mir das Ende und der Film bekommt keine Höchstbewertung.
"...Die Arbeit des Kritikers ist in vieler Hinsicht eine Leichte. Wir riskieren sehr wenig und erfreuen uns dennoch eine Überlegenheit gegenüber Jene, die ihr Werk und sich selbst unserem Urteil überantworten. Am dankbarsten sind negative Kritiken, da sie amüsant zu schreiben und auch zu lesen sind. Aber wir Kritiker müssen uns der bitteren Wahrheit stellen, dass im Großen und Ganzen betrachtet das gewöhnliche Durchschnittsprodukt wohl immer noch bedeutungsvoller ist, als unsere Kritik, die es als solches bezeichnet. Doch es gibt auch Zeiten, da ein Kritiker tatsächlich etwas riskiert, wenn es um die Entdeckung und Verteidigung von Neuem geht. Die Welt reagiert oft ungnädig auf neue Talente, neue Kreationen; das Neue braucht Freunde."
Ich habe den Film schon vor ein paar Wochen gesehen (in Taiwan). Die Rezension auf orf.at ist zutreffend (ich habe das Buch nicht gelesen, bin mir aber sicher, dass es um einiges besser als der Film ist). Ich war sehr entaeuscht, vorallem nachdem ich die guten Kritiken der US-Presse gelesen haben. Aber so ein Kitsch mit religioesen Touch gefaellt wahrscheinlich den Amerikanern. Leider der mit Abstand schlechteste Film von Ang Lee...
ich habs erst gestern gesehen (fragenS mich nicht wo) und dachte die Orf.at Frau war im falschen Film. vielleicht hab ich aber auch nicht so sehr auf die religiösen Obertöne gehört. andererseits wenn das möglich ist, dann können die auch nicht so laut gewesen sein. die spannendere Frage war ohnehin welche Geschichte die richtige war und welche Andeutungen im Film Hinweise darauf liefern. visuell und erzählerisch fand ich es jedenfalls sehr gelungen und sollte der Film zumindest für den Tiger einen Oskar kriegen, wär es sicher kein Fehler.
hat jemand die rezension auf orf.at gelesen? http://www.orf.at/stories/2... 6/2157080/
wenn ja, glaubt ihr, dass die autorin das buch jemals auch nur angefasst hat? :D
Sie bespricht ja auch nicht das Buch, sondern den Film.
Da stellt sich die Frage: Kann der Film nicht für sich allein stehen? Muss man das Buch gelesen haben, um den Film beurteilen zu können?
Würden Sie meinen, man könnte sagen: "Na gut, der Film gefällt dir nicht. Aber wenn du erst das Buch kenntest, wärst du begeistert von der Kunst Ang Lees, dass der Film nicht noch schlechter ist."
... schauspielerische Leistung, sondern für seinen Charakter, seine Sprache oder sein Aussehen kritisieren.
Sie führt als einen der Hauptgründe für ihr Missfallen den "erhobenen Zeigefinger" an, den sie als Stilmittel Ang Lees bezeichnet. Dabei war das sicherlich nicht das eigens gewählte Stilmittel des Regisseurs, das ergibt sich aus dem Buch; sie deutet das dann um.
Oder: "Als er sich dann auch noch weinend bei einem gefangenen Fisch dafür entschuldigt, ihn getötet zu haben, wird der Druck auf die Tränendrüse mit dem Holzhammer beinahe unerträglich." Als ob das die kitschige Art des Regisseurs ist. Diese Szene ergibt sich ganz einfach aus dem strikten Vegetarismus Pis.
der "österreichischen Seele".
Da wird gesudert und kritisiert und das Werk eines Anderen gedanklich zerstört, von Individuen, die wahrscheinlich in ihrem gesamten Leben noch keinen einzigen kreativen Akzent gesetzt haben.
Widerlich.
Es steht jedem frei das Buch zu lesen, den Film anzusehen, oder nicht. Vor allem steht es aber jedem frei, seinen eigenen kreative Akzent zu setzen anstatt zu diffamieren!
werde ich wohl auch hier eher enttäuscht aus dem Kino gehen. Weshalb?
Die eigenen Bilder, die beim Lesen im Kopf entstehen, konnte bisher kein Film (z.B. Der Sturm, Herr der Ringe,...)
Also werde ich eher daheim bleiben und ein Buch lesen. ;)
Und lernen tu ma nix draus? ;o)
Oder glaubst du ernsthaft immer noch, dass einmal ein Regisseur präzise die Bilder deines Kopfkinos erwischen wird?
Es ist sehr einfach: du wirst aus *jedem* Film nach einem dir zuvor bekannten Buch enttäuscht rausgehen, wenn dich stört dass dessen Bilder ganz zwangsläufig nicht mit den deinen übereinstimmen - also nicht hingehen, wenns für dich wichtig ist.
Ich erlebe dasselbe, aber anstatt dass ich "enttäuscht" bin sehe ich es als Bereicherung zu sehen wie andere (etwa Regisseure) die Romanvorlage in ihren Köpfen lebendig werden haben lassen.
Sie sind auch herzlich eingeladen Ihre Visionen filmisch umzusetzen!
es gefällt mir besonders, dass Herr Kamalzadeh auf das Thema des Geschichtenerzählens eingegangen ist, das in diesem Buch auf sehr komplexe Art behandelt wird - schön zu hören, dass das anscheinend auch im Film gut herausgearbeitet ist. Etwas störend finde ich, dass gleich am Anfang des Artikels eine der Endpointen ein wenig vorweg genommen wird - es haben ja nicht alle das Buch gelesen.
An diejenigen, die das Buch als "substanzlos" bezeichnen: ja, es war ein Bestseller, aber das heißt nicht automatisch, dass es schlecht war ;) Es ist eine vielschichtige Erzählung mit performativer Kraft, wie man so schön sagt :)
welches das schiff repräsentiert > http://www.juedische-allgemeine.de/article/v... w/id/14761
zu erkennen, war den Rezensenten wohl zu schwör > http://www.juedische-allgemeine.de/article/v... w/id/14761
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