Großes Wahljahr auch für ORF: Gremien und Gebühren Thema

23. Dezember 2012, 18:41
  • Wird 2013 neu gewählt, können Parteien ihre Vertreter im Stiftungsrat vorzeitig tauschen.
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    Wird 2013 neu gewählt, können Parteien ihre Vertreter im Stiftungsrat vorzeitig tauschen.

  • ORF-Stiftungsrat: Zusammensetzung nach Parteinähe
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    ORF-Stiftungsrat: Zusammensetzung nach Parteinähe

Wahlen in Bund und Ländern können Mehrheiten im ORF verändern - Mit der Reform seines Stiftungsrates ist vor der Nationalratswahl kaum zu rechnen - Sehr wohl mit weiterhin Geld für Gebührenbefreiungen - Bis nach der Wahl die TV-Gebühr für alle ansteht

Wien - Frank Stronach im Stiftungsrat des ORF: Schon 2012 sahen manche sein "Team" im wichtigsten ORF-Gremium, als die Mannen des Milliardärs Klubstatus im Parlament bekamen.

Rundfunkrechtler Wolfgang Buchner verneinte: Die Räte sind bis 2014 bestellt. Nur nach Wahlen bei den Entsendern können sie ihre Vertreter im ORF vorzeitig tauschen. 2013 wird viel gewählt. Der Rat bestellt Generäle, Direktoren, Landesdirektoren und beruft sie ab. Er segnet Budgets ab, Bilanzen, Programmschemata, Zukäufe und Verkäufe wie den Wiener Rosenhügel.

Chefs für Töchter

Der Stiftungsrat muss auch Manager von Tochterfirmen abnicken - da stehen 2013 etwa die GIS an (kolportiert: Gerald Grünberger vom Zeitungsverband) und eine Marketingtochter, (Kandidat: Artdirektor Michael Hajek).

Derzeit ist die SPÖ größte Fraktion im (offiziell fraktionsfreien) Stiftungsrat, drei Mandate unter der absoluten Mehrheit. Bei Stimmengleichstand hat die derzeit rote Vorsitzende zwei Stimmen.

Jedes Bundesland hat einen Stiftungsrat. Das spekulationsgebeutelte Salzburg vertritt PR-Mann Wolfgang Wörter, Exsprecher der Landeshauptfrau. Das könnte sich nach der Wahl ändern. Ebenso in Kärnten, das Kinderhotelier Siggi Neuschitzer für die FPK entsante. Niederösterreich dürfte die ÖVP trotz Stronach weiter dominieren, wiewohl die Absolute wackelt. Tirol bleibt wohl bürgerlich.

Sechs Stiftungsräte entsenden die Parteien im Hauptausschuss des Nationalrats, derzeit zwei die SPÖ. Einer davon dürfte nach der Nationalratswahl jedenfalls an das Team Österreich gehen.

Die Bundesregierung sucht neun Räte aus, heute vier ÖVP, vier SPÖ, ein bürgerlicher Unabhängiger. Neue Regierungen wechseln sie rasch farblich passend aus.

Kleinerer Aufsichtsrat

Dem wollten Kanzler Werner Faymann und Medienstaaatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ) mit neuen ORF-Gremien vorbeugen, vermuteten ORFler, als die beiden eine Arbeitsgruppe zur ORF-Reform einberiefen. Deklariertes Ziel: ein kleinerer Aufsichtssrat.

Haken daran: Die neun Bundesländer verzichten nur ungern auf den eigenen Stiftungsrat. Dessen Stimme bei Generalswahlen verleiht ihrem Wunsch nach passendem ORF-Landesdirektor Nachdruck. Ein kleinerer Aufsichtsrat verringert Chancen der Opposition, im Gremium vorzukommen.

Die Arbeitsgruppe kann auch als Beruhigungsversuch für aufmüpfige ORF-Redakteure und andere Kritiker gesehen werden.

Eine kleine Gremienreform freilich stünde 2013 an - oder spätestens 2014. Im März 2014 endet die Funktionsperiode des ORF-Publikumsrats; Der Verfassungsgerichtshof entschied 2011, die Faxwahl von sechs aus 36 Publikumsräten sei verfassungswidrig. Ihre Direktwahl wäre also zu reparieren oder die sechs Mandate abzuschaffen oder anders zu besetzen.

Gebührenabgeltung

Für den ORF drängt eine andere Novelle: Er muss im Herbst für 2014 budgetieren und hofft auf weitere Gebührenabgeltung des Bundes. Sonst droht er, etwa Produktionsgelder drastisch zu kürzen. Auch Zugang zu Social Media positionierte der ORF zuletzt als Kernfrage seiner Zukunft, das dürfte für die Erlaubnis 2013 reichen. Und Werbespots in der TVthek werden sich gewiss auch noch ausgehen.

2013 entscheidet aber auch der Bundeskommunikationssenat, ob das ORF-Fernsehen dem Gesetz entspricht (und so Gebühren verdient). Die Medienbehörde verneinte das.

TV-Gebühr für alle Haushalte hebt sich der ORF für nach der Nationalratswahl auf, vielleicht gar nach der Generalswahl 2016. In Deutschland kommt sie am 1. Jänner - Boulevardriese "Bild" kampagnisiert schon heftig dagegen. (fid, DER STANDARD, 24./25./26.12.2012)

 

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21 Postings
Freie Wahl des Informationsprogramms...

...für freie Bürger! Informationsbeschaffung ist ein Grundrecht in einer Informationsgesellschaft und diese Zwangsgebühreneinhebung ohne Wahlmöglichkeit ist somit eine Grundrechtsverletzung. Ich mein wo kommen wir den hin wenn jeder irgendeinen Sch....ß ins Internet streamt und von allen dafür Zwangsgebühren einheben will? Für mich wären ORF-Gebühren nur gerechtfertigt wenn der ORF keinerlei Werbung und Eigenwerbung mehr senden darf, sprich endlich seinen Bildungsauftrag wahrnimmt was der ORF laut Medienbehörde ja nicht tut. Und selbst dann sollte noch jeder die Wahl haben ob er diese Information konsumieren will...

Blindes Faustpfand

Und besonders niederträchtig finde ich die Tatsache, dass man die Gebührendiskussion (Stichwort Refundierung) als Faustpfand für die Barrierefreiheit (Audiodiskription, Untertitel etc.) einsetzt. Mit großer Unterstützung der Parteivassallen im Stiftungsrat.

orf-steuer

Leiwande idee. Mit einem schlag erwischt man nicht nur die schwarzseher und jene, die nachweislich nicht orf konsumieren, sondern erhöht die einnahmen gleich um ein vielfaches. Anstelle eines haushaltes werden dann alle erwerbstätigen zur kasse gebeten, auch wenn sie im selben haushalt wohnen. Und die regierung/abnickparlament ermöglicht ihnen das. Ein vorbildlicher staat.

Anstatt Zwangs-TV-Gebühr für TV-Verweigerer/innen

Erscheint ein Medienbeitrag sinnvoller und im Sinne der Qualitätsvielfalt und demokratischen Entwicklung nutzenstiftender. Rundfunkgebühren werden auf ALLE österr. Medien (Print, Hörfunk, TV UND Internet) aufgeteilt, die Qualität bieteb und öffentlich-rechtlichen Bildungs- und Informationsauftrag wahrnehmen.

Zwangsgebühren auch von tv-freien Haushalten für ein kulturelles Leitmedium das Schläertypen hypt

Die Konsequenzen lassen sich in der Wiener U-Bahn ablesen.

VÖZ Genersalsekretär als GIS Geschäftsführer

das ist die Verhaberung, die wir brauchen ..... zuerst ordentlich auf den ORF hinhauen und dann chefeintreiber werden ..... hat der mann keine ideale oder was ????????

Der Regimefunk

gehört entsorgt und ein neuer Öffentlicher nach dem Muster von ARTE aufgebaut. Die Finanzierung sollte übers Budget erfolgen, dafür gehört er Werbefrei gemacht. Den schwammigen Begriff des "Bildungsauftrages" gehört gestrichen und an dessen Stelle ein Programm gemacht, das den Namen verdient. Also, "Wetten das", "Schloss am Wörtersee", "Doku Donau", etc. hat dort nichts verloren, das sollte man (inkl. der Finanzierung) den Privaten überlassen.

Wie gesagt, ein Kanal, der aber dann ein tatsächliches Kontrastprogramm zu den anderen Mist darstellt.

"TV-Gebühr für alle Haushalte hebt sich der ORF für nach der Nationalratswahl auf"

Wie ist das zu verstehen?
Die beschließen einfach ihre Gebühren, wann und wie sie wollen?

Ganz einfach:

Rot-schwarz versprechen es ihnen falls sie wiedergewählt werden.
Nachvollziehbar, ist wohl auch die einzige Hoffnung um nicht unter 50% zu sinken.

österreich ist ein staat der zwänge!

weg mit der ORF-zwangsgebühr!
weg mit dem allgemeinen wehrzwang!
weg mit der zwangsmitgliedschaft in AK, WKO usw.
weg mit der zwangsschließung der geschäfte an sonntagen!

weg mit der rot-schwarzen packelei, die diese zwänge aufrecht erhält.

Genau, weg mit allen Zwängen ...

weg mit der Justiz,
weg mit dem Gesetz,
weg mit der Moral,
weg mit allem was mich einem anderen gegenüber in irgendeiner Weise einschränkt!
Genau, und weg mit den Anderen!

Nu, bei Gesetz, Moral und Justiz ist der "Fortschritt" selbst für aussenstehende Laien bereits deutlich ab- und nachlesbar...

dieser freche staatsrundfunk

sollte bei den bundesländer-landesfürsten-anstalten den rotstift ansetzen. dann ist noch zu hinterfragen, ob unser zwergerlstaat wirklich vier fs-sender braucht (in orf1 könnte dem bildungsauftrag genüge geschehen und alle weiteren sender mittels werbung - oder eben nicht - finanziert werden).

hört endlich auf, euch am geldbörserl der sich nicht wehrenden bürger zu bedienen.

Privatisieren den Privilegienstadl !

Wenn schon ein derartig verworrenes System herrscht ...

... verlange ich als Korrektiv:

Mindestens zwei Stiftungsräte für die KPÖ.

Ich weiss, heut ist Weihnachten. Wünsche wird man da wohl äussern dürfen.

Sonst droht er, etwa Produktionsgelder drastisch zu kürzen

JA bitte.

Den Dreck vom Küberg kann man sich eh nicht anschauen.....

pay per view nötig und bei IPTV leicht möglich!

Füre ein RTL-artiges Programm Gebühren zu verlangen ist abartig. pay per view ist die einzig gerechte Methode! Das wäre bei IPTV sofort umsetzbar!

Gute Gelegenheit

Erneut plädiere ich für die Abschaffung des unnötigen Politsender ORF samt Zwangsgebühreneinhebung per sofort.

Leute wehrt euch!

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