Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Wien - Exerzieren statt exzerpieren, salutieren statt studieren: Angesichts der Volksbefragung am 20. Jänner umwirbt Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) nun insbesondere die Burschen im wehrpflichtigen Alter - und will vor allem den Studierwilligen klarmachen, dass sie wegen des Präsenzdienstes gegenüber ihren Kollegen aus dem Ausland, wo die Wehrpflicht längst abgeschafft ist, schlechter gestellt sind. Darabos zum STANDARD: "Junge Männer aus diesen Staaten, die sofort nach der Matura studieren können, haben einen signifikanten Wettbewerbsvorteil gegenüber den Österreichern, die nach der Reifeprüfung zum Wehrdienst oder zum Zivildienst zwangsverpflichtet werden. Denn die männlichen Studenten verlieren damit ein oder sogar zwei Semester."
Damit spielt Berufsheer-Befürworter Darabos vor allem auf die deutschen Studenten an. Im Wintersemester 2011/2012 stammten von den rund 137.000 männlichen Inskribierten an den heimischen Unis 12.800 Studenten aus dem großen Nachbarland, wo die Wehrpflicht seit 1. Juli 2011 ausgesetzt ist. Die zweitgrößte Gruppe ausländischer Studierender sind die etwa 3700 Italiener - das Heer hinterm Brenner rekrutiert sich schon seit 2005 nur mehr aus Freiwilligen. Danach folgen die rund 700 Studenten aus Ungarn - auch dort ist die Wehrpflicht seit 2005 Geschichte.
Angesichts dieser Zahlen beruft sich Darabos auch auf eine OECD-Studie aus dem Jahr 2008, die das Helsinki Center of Economic Research erstellt hat - und gemäß derer Staaten mit Wehrpflicht um zehn Prozent weniger Studenten verzeichnen würden als Länder mit einer Freiwilligenarmee.
Dazu könne das Unterbrechen von Bildungszeiten und ersten Berufserfahrungen den Betroffenen teuer kommen, moniert der Minister, denn: Hierzulande sei den Männern, die vom Staat eingezogen werden, ein um bis zu 70.000 Euro geringeres Lebenseinkommen bescheinigt worden. " Mit der Wehrpflicht sind also auch jene jungen Arbeitnehmer benachteiligt, die ihr Beschäftigungsverhältnis unterbrechen müssen."
Sein anvisiertes Profiheer samt Einführung eines freiwilligen Sozialjahres würden diese Benachteiligungen junger Österreicher jedenfalls beseitigen, meint Darabos, weil: Die Fähigkeiten, die Präsenzdiener derzeit beim Bundesheer erwerben, könnten sie im späteren Arbeitsleben kaum einsetzen. Eine höhere Qualifikation von Soldaten eines Berufsheeres hingegen, würde auch in einigen anderen Berufen, etwa im technischen oder handwerklichen Bereich, später besser eingesetzt werden können - und dies würde sich für die Betreffenden auch finanziell besser rentieren. (Nina Weißensteiner, DER STANDARD, 24.12.2012)
Mit derStandard.at/Mobil sind Sie unterwegs immer top-informiert - mit Liveberichten und Postings!Verteidigungsminister Klug präsentierte Umfrage unter Grundwehrdienern - Auch mehr Schießübungen gewünscht
Zwischen 2016 und 2018 will Verteidigungsminister insgesamt 16 Millionen Euro ausgeben
Freiwilliges Sozialjahr wird für Rettungsdienste geöffnet - Keine generelle Öffnung für Frauen - Hilfsorganisationen zufrieden
Commenda, Oschep, Resch und Sinn wollen Generalstabschef werden
Schluss mit brutalen Ausbildungsmethoden, rüdem Kasernenton, rechtsextremen Umtrieben: Gerald Klug schafft in seinem Ressort ein Zentrum für adäquaten Führungsstil beim Militär
Angebotsfrist für Militärflugbasis mit viel Wald endet am 14. Juni - Mindestkaufpreis 10,5 Millionen Euro
Erste Bilanz des rot-schwarzen Ministerduos zur Wehrdienstreform: Klug und Mikl-Leitner exerzieren vor, wo man auf Rekruten verzichten kann
Papier an Vorsitzenden des Verteidigungsausschuss Fichtenbauer übergeben
Offiziersgesellschaft verlangt mehr Geld für Unteroffiziere, die Rekruten ausbilden
Umfrage unter Grundwehrdienern im Auftrag des neuen Verteidigungsministers
Seit Jahrzehnten bemüht sich der pensionierte Grazer Oberst Manfred Oswald um eine kritische Erinnerungskultur in den Kasernen und um sichtbare Zeichen des Gedenkens an die NS-Verbrechen
Generalstabschef wird am Freitag mit Orden und Feiern verabschiedet
Die Beschwerden über Missstände beim Bundesheer haben im vergangenen Jahr an Zahl und Schwere abgenommen
Innenministerin für Weisung zu Umgang mit Präsenzdienern
Im vergangenen Jahr langten 394 Beschwerden ein - Bundesheer-Kommission empfiehlt Verbesserung der Unterkünfte
Tiroler Initiative sammelte genügend Unterschriften
Heinisch-Hosek zerpflückt Mikl-Leitners Plan, den Zivildienst für Frauen zu öffnen
Generalstabschef verzichtet auf redimensionierte Feier - Stattdessen kleiner Festakt in Rossauerkaserne - Scharfe Kritik von FPÖ an Darabos
Der ÖVP-Plan birgt das Risiko des "Lohndumpings", sagt Klug über die Wehrdienstreform. Erste Resultate erwartet er im April
Politik will Chance auf weitere Exporte wahren
Militärischer Abschied von Edmund Entacher ohne Eurofighter, ohne Panzer, ohne Darabos, der aber dennoch omnipräsent war
Tiroler Initiative hält Fragestellung für verfassungswidrig und sammelt 200 Unterschriften
Darabos-Widersacher Entacher bekommt Orden und Festakt beim Bundespräsident zum Abschied
Keine Eurofighter und Hubschrauber bei Verabschiedung des Generalstabschefs
Bundespräsident Fischer wünscht "alles Gute für schwierige Aufgabe"
Benachteiligung - ich will meine 8 Monate zurück! Aber die 70k als Schmerzensgeld dazu wär auch nicht übel!
Ein öffentliches "Teeren&federn" für so manch einen Ausbilder würde die Sache natürlich noch abrunden, aber ich will mal auf dem Boden bleiben! ;)
(alle Wehrdienstbefürworter dürfen sich dann gerne auch mit aufs Stänglein setzen, da sind noch Plätze frei...)
Hach, die Welt könnte so schön sein...
In Südkorea beträgt die Wehrpflicht 2 Jahre....
Ja, 2 Jahre...
und sind mittlerweile führend in der Elektrotechnik und ich glaub den koreanischen Konzernen geht es auch nicht schlecht.
ich glaub dem Darabos gehen langsam die Argumente aus... finde es auch scheinheilig, dass Darabos den desolaten und ineffizeinten Zustand des Heeres ins Rennen führt obwohl er selbst für die letzten Jahre Verantwortung dafür übernehmen sollte...
Vergleichen Sie gerade ernsthaft die Situation Südkoreas, eines Landes das sich seit 50 Jahren im Kriegszustand mit dem Nachbarland, welches von einem größenwahnsinnigen Fanatiker gelenkt wird, mit der Situation Österreichs, eines Landes das fast auschließlich von verbündeten friedlichen Demokratien umgeben ist?
Das ein Jahr später auf den Arbeitsmarkt zu kommen ohne eine relevante zusätzliche Ausbildung vorweisen zu können eher suboptimal ist, sollte klar sein oder?
Darabos behauptet ja, dass zuviel GWD`ler vorhanden sind und diese so ineffizient arbeiten.
Er hat aber noch nie erklärt, warum er den Grundwehrdienst nicht schon längst reduziert hat den die Basisausbildung 1+2 dauert nur 8-9 Wochen. Danach darf man Fahrer, Koch, Sani oder sonstige Systemerhalterjobs ausüben.
Bei einem effizienten Millizsystem sollte man die Ausbildungszeit so gering und so effizient wie möglich gestallten und die GWD`ler dann wie Leiharbeiter im Zivilleben parken. So verursachen sie nämlich keine Kosten.
Und wer die Ausbildungszeit anzweifelt: die Ausbildung bei der Fremdenlegion dauert nur 15 Wochen. Und darin ist sogar LKW und PKW Führerscheinkurs enthalten.
Naja wenn Sie kurz nachdenken kommen Sie auf die schlagenden Argumente wohl selbst auch drauf:
1) eigenständiges Berufsheer ist in einem Staat durch seine Autonomie immer eine Gefahr (unter poltischer Kontrolle) - siehe 1934, oder hat das anscheinend in Österreich schon jeder wieder vergessen?
2) Welche Gesellschaftsschichten treten einem Berufsheer bei und wer zahlt vor allem deren Pensionen, wenn sie mit 36 zu alt werden?
ad 1) Dann wäre es wohl an der Zeit Parteien zu verbieten, die Dollfuss verehren und ein entsprechendes Wiederbetätigungsverbot für asoziale, bildungsfeindliche, menschenverachtende und wirtschaftsschädliche Organisationen zu erlassen. Ad 2) Leistung soll sich lohnen. Auch für Angehörige des Bundesheeres, so man eines will.
Gerade 1934 war das Heer unter der absoluten Kontrolle der Austrofaschisten unter Dollfuß. Es war also sicher kein "Staat im Staat".
Schlechtes Beispiel.
Besser wäre der ein oder andere erfolgreiche Militärputsch in der Türkei...die hatten aber stets die Wehrpflicht.
ad 1) Aus einem halb verstandenen Fall zu generalisieren ist wenig sinnvoll. Die Welt ist grösser, und es gibt Beispiele in beide Richtungen.
ad 2) Dann werden die Leute eben so wie alle anderen wenig qualifizierten 38-jährigen Job suchen, da sind's ja nicht die einzigen. Ob's nach dem Heer oder nach Jahren als Regalschlichter suchen müssen macht jetzt welchen Unterschied?
Generell ist ein Berufsheer immer eine Gefahr!
Wer das Heer kontrolliert, hat auch Österreich bald in seiner Mangel. In einem Land, wo die Fronten zwischen Rot/Schwarz noch immer so verhärtet sind wie eh und je, ist ein Berufsheer wahnsinn.
Wissen Sie wie ein Putsch funktioniert? Da wirds in einem Land wie Österreich genau 10 Panzer am Ballhausplatz dafür benötigen.
Eine Armee von hirnlosen Killern, das brauchen wir jetzt grad noch.
ganz einfach...
Wettbewerbsnacteil gegenüber Frauen... Frauen bekommen Kinder und sind selbst bei wirklicher fürsorglicher Betreung durch den Vater des Kindes 3/4 Jahr weg vom Fenster.
Ausländische Stundenten... Wo soll der Nachteil liegen?
Zeit ist in diesem Altersbereich kein Kriterium.
ob man 25 oder 26 ist beim Berufseinstieg ist ja wirklich wurscht.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.