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Wien - Neuerdings kommen Pakete in Zeiten wie diesen auch am Sonntag. Geliefert von einem der zahlreichen Paketfahrer, die dafür sorgen, dass die Packerl rechtzeitig zum Fest ankommen. Denn in der Adventzeit werden Millionen an Weihnachtspaketen werden in Österreich verschickt. Der Online-Shopping-Boom sorgte dafür, dass die Paketmengen hierzulande stark anstiegen. Damit die bestellten Weihnachtsgeschenke rechtzeitig unter dem Christbaum landen, müssen Paketzusteller, aber auch Lagerarbeiter unter enormen Druck zusätzliche Extraschichten schieben. Das weltweit größte Onlinekaufhaus Amazon stellte etwa allein für das heurige Weihnachtsgeschäft in Deutschland temporär 10.000 zusätzliche Lagerarbeiter an. Die Beschäftigten müssen dort pro Tag 20 Kilometer und mehr zu Fuß zurücklegen.
Bei der Österreichischen Post verdoppelt sich das tägliche Paketvolumen nach eigenen Angaben in der Weihnachtszeit auf 400.000 Stück. Damit werden voraussichtlich in der Weihnachtszeit rund acht Millionen Pakete ausgeliefert. Auf einer "Weihnachtstour" muss ein Paketausfahrer rund 200 Pakete zustellen, anstatt normalerweise rund 100 bis 120 Stück. Mehr Mitarbeiter stellt die Österreichische Post deswegen nicht an, weil die Einschulungszeit zu lange dauern würde. Um rechtzeitig vor Weihnachten auszuliefern, hat die Post in der Adventzeit auch Pakete am Wochenende in Wien und Graz zugestellt.
Beim Post-Mitbewerber GLS steigen die Paketmengen im November und vor den Feiertagen um bis zu 40 Prozent an. Der deutsche Aufdeckungsjournalist Günter Walraff hatte im Mai die Arbeitsbedingungen bei GLS mit "moderner Sklaverei" verglichen: "Ich habe dort an verschiedenen Standorten mitgearbeitet und recherchiert - und habe Arbeitsbedingungen festgestellt, die körperlich, nervlich und finanziell ruinieren", betonte der Journalist. "Es konnten oft keine Pausen gemacht werden, nachts waren nur vier oder fünf Stunden Schlaf drin. Das Unfallrisiko ist enorm." GLS hatte damals den Beitrag als "einseitige und verkürzte Berichterstattung" zurückgewiesen. "GLS setzt für die Paketabholung und -zustellung selbstständige Transportunternehmer ein, die Fahrer beschäftigen. Das ist ein branchenübliches Vorgehen. GLS Austria schließt dabei Sub-Sub-Verhältnisse explizit vertraglich aus", erklärte das Unternehmen gegenüber der APA. In Österreich gelte der Kollektivvertrag Spedition.
Bisher macht ein Fahrer bei GLS bis zu 80 Stopps am Tag und kämpft mit der Anonymität der Städte: "In Wien nimmt mancher Nachbar aus Prinzip kein Paket an", sagte ein GLS-Manager der deutschen Zeitung "Die Welt". "Wir brauchen Lösungen für die Innenstädte, sonst ersticken wir an den Transporten", betonte ein hochrangiger Post-Manager gegenüber der Zeitung.
Laut der vom ÖGB herausgegebenen Studie "Prekäre Arbeitsbedingungen bei den Paketdiensten" erstellt im Februar 2012 von Bettina Haidinger (Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt Wien) mit Högelsberger "schreitet die Prekarisierung der Arbeitswelt in der Paketzustellung auch in Österreich weiter fort". So erfolge bei Paketzustellern wie GLS, aber auch DPD oder UPS die gesamte Paketauslieferung in Österreich durch Subunternehmen. Bezahlt werde nach dem Kollektivvertrag für das Kleintransportgewerbe -"jedoch werden häufig die kollektivvertraglichen Regelungen nicht eingehalten", heißt es in der Untersuchung. Oft würden Beschäftigte und selber fahrende Paketzusteller kein festes Einkommen beziehen, sondern nur nach zugestellten Paketsendungen bezahlt. "Somit sind sie zu extrem langen Arbeitszeiten gezwungen, um ihre Kosten decken zu können. Die Fahrer sind Auftragnehmer der Subunternehmer, manchmal sogar der Sub-Subunternehmer." Die Gewerkschaft vida rechnet damit, dass ein Drittel bis zu der Hälfte der 30.000 in der Paketbranche in Österreich tätigen Leute von prekären Arbeitsbedingungen betroffen sind.
Bei Amazon und anderen Lagerhäusern von Onlinehändlern gibt die Technik gibt den Takt vor. Eine Software weist den "Pickern", jenen Lagerarbeiter die Waren aus den Regalen picken, den Weg durch die Hallen. Bei Amazon in Deutschland misst jede Halle in etwa 17 Fußballfelder. "Auf den Handscannern der Picker wurde jüngst ein Countdown installiert, der im Sekundentakt herunterzählt, wie viel Zeit sie von einem Pick zum nächsten brauchen", berichtet die deutsche Wochenzeitung "Die Zeit" über die Arbeitsbedingungen bei Amazon. Wenn jemand nicht schnell genug arbeite, werde er zum Gespräch gebeten. Wer dann nicht deutlich schneller arbeite, dem drohe ein Abmahnung. In den USA mussten Amazon-Mitarbeiter bis zu 500 Stück pro Stunde "picken", berichtete die USA-Zeitung "The Morning Call" im vergangenen Jahr in ihrer investigativen Reportage "Inside Amazon's Warehouse".
Neben den "Pickern" gibt es die "Packer", die mit monotonen Bewegungen die Waren versandfertig machen. "Die Arbeitsschritte sind standardisiert und auf Effizienz getrimmt. Wer dem Druck nicht standhält, muss damit rechnen, schneller draußen zu sein, als er reingekommen ist", schreibt die "Zeit". Auch in anderen Warenhäusern von Online-Händlern müssen die Lagerarbeiter unter enormen Zeitdruck arbeiten.
In Österreich betreibt Amazon keine eigenen Lagerhäuser, alle auf amazon.at bestellten Waren werden aus Deutschland oder aus anderen Ländern zugestellt. Bei amazon.de wurden im vergangenen Jahr am Spitzentag, dem 18. Dezember, über 2,8 Millionen Artikel bestellt. (APA, 23.12.2012)
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Dort wo es um größere Versandvolumen geht, liegen die Inlands-Paketpreise bei etwa 2 bis 3 Euro (plus USt), mehr oder weniger egal ob das Paket nun 1 kg oder 30 kg hat.
Kommt das Paket aus dem Ausland (Deutschland) kommen etwa +0,50 bis +1 Euro dazu.
Bei daher 3 bis 4 Euro für ein Auslandspaket ist es ganz einfach nicht möglich dass hier die beteiligten Personen Premiumlöhne kassieren (oder die Zustellqualität außergewöhnlich gut ist).
Der Onlinehandel ist ein EXTREM knapp kalkuliertes Geschäft. Wer zu teuer ist, der kann endgültig einpacken. Denn wenn ein Onlineshop nur gute Beratung hat, wird diese halt in Anspruch genommen, aber gekauft wird trotzdem beim billigsten.
Ich gebe einfach saftiges Trinkgeld - wenn jeder Belieferte auch nur 1 oder 2 € Trinkgeld gäbe - vor allem bei großen, unhandlichen Paketen, wäre den Leute schon sehr geholfen.
Die meisten DHL Fahrer sind ironischerweise sogar freundlicher, als die hiesigen Postler und das bei einer Frechheit an Stundenlohn.
die sache ist aber die, dass es sich (außer in der weihnachtszeit) meistens um B2B-sendungen handelt. und ein angestellter in einem laden/bank/lager/kaufhaus/büro..., der eine sendung entgegen nimmt gibt halt kein trinkgeld. der macht auch nur seinen job...
Paketdienste sind unverlässlich (sage ich aus eigener Erfahrung). Die korrekte Zusellung hat nur in den seltensten Fällen funktioniert. Picken ihre Verständigungszettel irgendwo hin, die gehen dann verloren, Paket kann man sich selber holen (ich hab hin und zurück 30km zu fahren) oder die geben das Packel beim Nachbarn ab.
Und wie hier schon gepostet wird das Personal auch mE unfair behandelt.
Nein. Ich bleib bei der Post. Ist doch noch das geringste Übel.
DHL ist der paketdienst der deutschen post.
DHL ist Teil des weltweit führenden Logistikkonzerns Deutsche Post DHL
http://www.dhl.at/de/ueber_... trait.html
was erwarten sie?
einen chef aus botswana?
warum steht auf den meisten paketen von amazon die aus österreich bestellt werden eigentlich paketzentrum linz drauf? wenn das kein volles logistikzentrum mit lagerhalle ist was ist es dann? weißt das jemand?
Das ist nur eine Alias-Adresse. So ähnlich wie zB das Postfach 555 (ist ein Code dafür, dass ein unzustellbarer Brief nicht zurückgeschickt werden soll, sondern einfach in den Altpapiercontainer kommt).
Die österr. Post wirbt sogar bei ausländ. Versandhändler mit solchen Rücksendeadressen, weil sie damit dem Kunden suggerieren dass er bei einem österr. Händler gekauft hätte (was aber nicht der Fall ist).
Amazon hat in Österreich definitiv KEINE Infrastruktur: Keine Auslieferung, kein Lager, kein gar nichts.
PS: Die Pakete gehen übrigens gar nicht generell nach Linz. Zum Beispiel die Amazon-Retouren im Wiener Paktzentrum gehen meist direkt nach Deutschland (ohne den Umweg über das Linzer Paketzentrum).
dort ist NICHTS. das ist eine imaginäre routingadresse.
"amazon paketzentrum linz" bedeutet einfach: das paket muß auf schnellsten weg zurück zu amazon nach deutschland (es ist dafür nichtmal ein zwischenstopp im linzer paketzentrum der österr. post nötig).
wird es wohl mit den Versandkosten und Bedingungen zu tun haben.
Wenn der ein Produkt in einem Land billiger bekommt als in einem anderen wird das genutzt, selbst wenns nur um geringe Centbeträge pro Stück geht - bei den Mengen schlägt das durch.
Kann sein, dass der einen Briefe International zum Kilotarif im Ausland billiger bekommt als ein Paket im Inland. Wenn er die im Paket inkludierte Versicherung nicht benötigt weil der Warenwert zu gering ist, dann geht das über die Briefpost International statt die Paketpost National.
z.B. Inlandspaket € 4,20 - inkl bis zu €500,- Ersatzleistung.
Briefe Int. zum Kilopreis €0,60 pro Stück + €9,- pro Kilo = je nach Menge ~ € 1,- pro Sendung (zzgl. Einschreiben €2,85 dann bis zu €50,- Ersatz.)
Presseförderung für den Standard pro Jahr: 2.8 Millionen €.
Ausgaben von Bund/Ländern für total sinnfreie Inserate im Standard pro Jahr: 2.5 Millionen €
Sprechen sie nicht von kostenlos, wenn der Steuerzahl jedes Jahr 5 Millioen € ohne jegliche Gegenleistung an den Standard überweist.
Alles, was die Österreicher im Internet bestellen, wird ohnehin aus Deutschland angekarrt?
Na, dann dürft ihr für diese Umweltverschmutzung und Verschwendung auch ordentlich zur Kasse gebeten werden.
Allein schon wegen der armen Paketdienstboten.
wenn es nicht so aberkluge Versandhäuser gäbe die Teilliferungen ausschicken so das zusammengehörige Teile gar nicht mehr vor Weihnachten kommen, so geschehen.
ODer wo die Online Bestllung gleich von Montag bis Freitag nicht bearbeitet wird.
Am besten man bestellt am 2.1 für Weihnachten das geht sich meistens aus!
Der Paketdienst kann da rein gar nix dafür.
das genau an diesem Tag im Angebot war und zwar um 13:00
21:03 -> Bestellung wurde versandt
Samstag um 8 irgendwas steht der Postler vor der Tür ... der war noch nie an einem Samstag hier.
Dabei hätt ichs gar nicht zu Weihnachten gebraucht.
Gehör zu den Menschen denen das dann etwas peinlich ist, dass der da wegen Leuten wie mir Überstunden schieben muss.
Letztendlich müssen die bei Amazon zu Weihnachten wahnsinns Kapazitäten kurzfristig aufbauen, weil normal dauerts bei Amazon schon 1-3 Tage bis sie es verschicken. Am selben Tag versandt hab ich schon ewig nicht mehr gehabt.
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