Mindestens neun Tote bei Selbstmordanschlag in Pakistan

22. Dezember 2012, 18:43
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Auch Regionalpolitiker unter den Opfern - Taliban bekennen sich zu Tat

Islamabad - Ein Selbstmordattentäter hat in Pakistan mindestens neun Menschen in den Tod gerissen, darunter einen hochrangigen Regionalpolitiker und Taliban-Gegner. Bashir Ahmed Bilur, Minister in der nordwestlichen Provinz Khyber-Pakhtunkhwa, wurde attackiert, als er am Samstag eine Veranstaltung der Awami National-Partei (ANP) in Peshawar verließ, wie die Polizei mitteilte. Die ANP ist eine säkulare Organisation, die sich den Taliban entschieden widersetzt.

Mindestens 17 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Taliban bekannten sich zu dem Attentat: "Die ANP war und ist unser Ziel und wird es bleiben", sagte ein örtlicher Sprecher der Islamisten.

Politiker der in der Provinz regierenden ANP-Partei sind immer wieder Ziel islamistischer Angreifer geworden. Es war bereits der dritte Angriff auf Bilur, der den Ruf hatte, besonders schnell zu Schauplätzen terroristischer Angriffe zu eilen.

Regierungschef Raja Pervez Ashraf würdigte Bilurs Verdienste im staatlichen Fernsehen. Er betonte seine Entschlossenheit im Kampf gegen den Terrorismus. (APA, 22.12.2012)

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