Finanzminister Schäuble bedauert sein schlechtes Englisch

22. Dezember 2012, 14:00

"Mir tut jeder leid, der mein Englisch ertragen muss"

Berlin - Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) trägt seinen Kampf mit den Tücken des Englischen oft vor großem Publikum aus - und hat trotzdem ein klares Plädoyer für die Sprache des Inselnachbarn abgelegt. Er glaube, dass Englisch die Sprache der europäischen Einigung sein wird, sagte Schäuble der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Mir tut jeder leid, der mein Englisch ertragen muss", fügte der 70-Jährige hinzu. "Aber schlecht gesprochenes Englisch ist schließlich eine der am meisten gesprochenen Sprachen der Welt."

Schäubles Intonation des Englischen ist hörbar vom Tonfall seiner badischen Heimat geprägt. Defizite im Wortschatz traten kürzlich in großer Klarheit zu Tage, als Schäuble mit Blick auf die Lage in Griechenland feststellte: "I think ... there will no ... it will not happen, that there will be a Staatsbankrott in Greece." Der Christdemokrat verwies in dem Interview mit der Sonntagszeitung aber darauf, dass die meisten jungen Menschen in Europa Englisch verstünden. "Und in global agierenden Unternehmen wird auch nur noch Englisch gesprochen", sagte er. (APA, 22.12.2012)

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kann weana failmann zum glück nicht passieren:

die weltgewandte krone von österreich kann nämlich garnicht englisch.

Es kommt auf den Inhalt an

Wenn er gesagt hätte : "Germany will not interfere in foreign affairs because Greece will successfully manage their own affairs." , wäre sein schlechtes Englisch nur Nebensache.

Bei der wenige Arbeit

Während politisch der ganze Tag ausgeruht wird, kann man zwischen die Stunden das eine oder andere lernen.
Es ist also eine billige Entschuldigung.

he is heavy on wire

irgenwie is es mir unverständlich

bei uns in der firma bekommt man nicht einmal einen schlecht bezahlten sachbearbeiterjob ohne halbwegse englischkenntnisse und der finanzminister der größten europäischen wirtschaftsmacht kann so gut wie gar nix.

wie unterhält der sich mit fremssprachigen kollegen ?

Englisch, mehr als nur ein Pflichtfach

In der heutigen Zeit, sollte Englisch nicht nur EIN Fach sein. Es sollte nicht wie Mathe oder Biologie einfach ein Fach sein, das man pro Tag eine Stunde hat und das wars. Der gesamte Unterricht sollte auf Englisch geführt werden. Es ist eine Schande, dass ein so tolles Projekt wie das IB (http://www.ibo.org/) nur 7 mal in Österreich vertreten ist. Das Englisch der Österreicher ist nicht zu vergleichen mit dem der Finnen (18 IB world schools) oder der Schweden (42 IB world schools). Als kleine Version könnte man auch EAA (Englisch als Arbeitsprache (http://www.eaa.ac.at/content/v... lang,en/)) etablieren.

Jeden weiteren Domänenverlust des Deutschen unter allen Umständen vermeiden!

Der Einfluss einer Sprache bestimmt sich neben der Anzahl, globalen Verbreitung und wirtschaftlichen Macht ihrer Muttersprachler u. a. daraus, wie stark sie in möglichst vielen Domänen (Bildung, Forschung, Wirtschaft, Unterhaltung etc.) vertreten ist. Wenn wir nun dazu übergehen, nicht mehr in deutscher, sondern in englischer Sprache zu unterrichten, schwindet der Einfluss des Deutschen, während der des Englischen weiter wächst. (Aus diesem Grund sollten auch weiterhin möglichst viele Filme und Bücher ins Deutsche übersetzt werden.) Im schlimmsten Fall ist eine Sprache, die in Bildung und Forschung nicht mehr verwendet wird, plötzlich nicht mehr in der Lage, die moderne Welt adäquat abzubilden. Sie degeneriert zur bloßen Stammessprache.

Unter dem Problem fehlender Terminologien leiden insbesondere afrikanische Sprachen, aber z. B. auch die Sprachen Indiens. Der Grund ist klar: Man hat es nach der Unabhängigkeit verabsäumt, die eigenen Sprachen gezielt weiterzuentwickeln und in allen gesellschaftlichen Bereichen, v. a. aber in der Bildung von der Vorschule bis zur Universität, durchgängig zu verwenden. Stattdessen räumte man der Sprache der ehemaligen Kolonialmacht einen viel zu starken Status als Amts-, Wirtschafts- und Bildungssprache ein. Der Umstand, dass die meisten Afrikaner den Großteil ihrer Ausbildung in einer Sprache erteilt bekommen, die nicht ihre Muttersprache ist, wird häufig als mitverantwortlich für die wirtschaftliche Misere des Kontinents gesehen.

Zugleich wirkt es mehr als lächerlich, wenn ein Staat die eigene IT-Entwicklung bremst, indem er abweichende und teils absurde Übersetzungen vorschreibt, wie Frankreich etwa.

Zudem hast du anscheinend nicht mitbekommen, dass Sprachen ständig Anleihen von ihren Nachbarn nehmen; dass etwa Worte wie Portmonee oder Couch oder Keks früher ebenso "fremd" waren wie heute Computer und Laptop und so weiter. Sprachen leiden nicht unter fehlenden Worten, sie leihen sich welche aus - von den Nachbarn, die schon Worte dafür haben.

Ist dir klar, dass "Handy" ein deutsches Wort ist, das kein Ànglophoner als "Telefon" verstehen würde?

Und so schön Deutsch sich für Wissenschaft eignet: Englische Texte sind idR leichter verständlich und weltweit nutzbar.

Schon teilweise richtig, aber irgendwann wird Deutsch auch verschwinden und es wird Englisch oder eine andere Sprache in Europa gesprochen.

zwei paar schuhe

die pflege einer sprache ist sicherlich wichtig und soll nicht vernachlässigt werden (siehe finnland). übersetzungen ins deutsche (oder jede andere sprache) sind absolut in ordnung. gleichzeitig sollte man nicht dem irrtum unterliegen, jede sprache hat die gleiche bedeutung. gerade in der wissenschaft bedeutet das ignorieren der tatsache, dass sehr viele zumindest englisch gut verstehen/lesen können, ein verschanzen im elfenbeinturm. wenn man etwas an die öffentlichkeit bringen will, ist es im eigenen interesse es möglichst vielen menschen zugänglich zu machen -> Englisch

Ancien régime

Freut mich, dass es endlich wieder Leute gibt, die den geistigen Irrwegen des Zeitalters der Aufklärung, etwa der Auffassung, dass die Erteilung des Unterrichts in der Muttersprache der Schüler zu besserer Vermittelbarkeit des Lernstoffes beitrüge, Konter bieten.
Bekanntlich war die Unterrichtssprache an der Universität Wien vor 1783 die lateinische Sprache, atque an Gymnasien. Selbstredend waren aktive Lateinkenntnisse damals essentiell. Entsprach also genau ihren Forderungen, nur mit einer anderen, Sprache.

IB-Maturanten stechen an (insb. teuren hiesigen Privat-)Universitäten traditionell durch besonders gutes Englisch hervor. Sätze mit "awesome" und "I/you/she was like" gehen ihnen so leicht wie keinen anderen Studenten von den Lippen.

Man mag von ihm halten was man will

aber diese Aussagen machen ihn doch ein Stück sympathisch!

Ich verfluche meine Schule heute noch, dass ich mich mehrere Jahre mit Latein herumquälen musste, der Englischunterricht aber unter jeder Kritik war. Und dann stellt sich Töchterle hin und verteidigt den Lateinunterricht mit hanebüchenen Argumenten, nur weil Latein sein persönliches Steckenpferd ist! In Tirol hat er es sogar geschafft, Latein in einigen Hauptschulen einzuführen. Die armen Schüler.

Latein ist eine herausragende Grundlage, um JEDE andere (bes. europpäische) Sprache zu erlernen.

Ich wäre dafür, Latein in allen Schulen als Pflichtfach zu führen, Englisch aber zum Wahlfach zu machen und den ORF zu verpflichten, Filme und Kinderfernsehen in Englisch mit UT anzubieten.

für finnisch, ungarisch, tschechisch und slowenisch nutzt mir latein einen schmarrn.

europa besteht aus mehr als italien, frankreich und spanien.

Unsinn! Natürlich folgt auch Slowenisch wie die anderen slawischen Dialekte und Sprachen dem Grundmuster der indoeuropäischen Sprache; Latein zu können, bedeutet, dass du die grammatikalische Basis leichter verstehst.

[Naja, dass die finnisch-ugrischen Sprachen ein Sonderfall sind, ist klar, aber wer lernt sowas freiwillig? Und wozu?]

zu latein geb ich dir recht...zu english: mandatory...period

latein als pflichtfach? vergeudete zeit...

die sprachzukunft in der eu wird lauten:
deutsch, französisch (oder spanisch), englisch, 1 ostsprache (könnte sogar russisch sein) und wer mit asien reden will, wird wohl chinesisch brauchen.
was die leut an latein für jus, med etc. brauchen, können's in einem jahr erlernen...

Jede andere Sprache....

Spanisch, Französisch, Italienisch, Protugisisch und Rumänisch - Ist jetzt nicht die ganze Welt. Auch nicht die Mehrheit der Welt, nicht mal von Europa.

Lernen einer dieser Sprache hilft übrigens genauso viel die anderen zu lernen. Lieber zwei "lebende" romanische Sprachen lernen, als eine "lebende" und eine "tote".

Gegen schlechtes Englisch hingegen hilft nur guter Englischunterricht.

theoretisch ja, aber praktisch müsste man jahre lang intensiv latein erlernen und verstehen, danach müsste man sich mittels eines studiums voll und ganz einer sprache widmen, damit es überhaupt einen sinn macht. die 25-jährigen österreicher bekommen doch nach 12 jahren englisch noch keinen geraden satz heraus!

shut the hell up, that's ridiculous...if one has the basics it migth take him

another 2 years to improve it and to push himself to the limits of his talents or skill to begin with. to improve your skills, it is even better to spend some time in another country where english is an official language. to top it all, it adds hugely to the richness of your life's experience. of course, to adopt a foreign language to the highest possible level it takes more than this. i do agre, however, that unless there is no interest at all in it, it won't work out. so just sit down and get your homework done and you will see..(LOL) shortly, without von delay you will suceed...yes you will indeed

Blödsinn, so wie Latein unterrichtet wird, bringt es genau gar nix. Ich hatte 8 Jahre lang Latein, wenn ich aber heute vor einer Lateinischen Inschrift stehe, versteh ich absolut gar nix mehr. Im Gegensatz dazu spreche ich Englisch, Italienisch, und noch einigermassen Französisch. Weg mit Latein aus den Schulen, braucht kein Mensch!

Filme im Original mit Untertitel wären aber ok!

ich mag Töchterle aus politischen Gründen nicht, und dass Ihr Englischunterricht schlecht war, das finde ich sehr schade.
Nur...den Wert von Latein erkennt man vielleicht erst viel später, es ist die Grundlage von sehr Vielem hier in Europa, egal ob Sprachen, Recht, oder Medizinbegriffe...

Soviel selbstkritik...

...hört man von unseren politikern nicht.

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