Flüchtlinge, die Forderungen stellen

Blog | Irene Brickner
22. Dezember 2012, 13:30
  • Die Forderungen der Refugees stammen von ihnen selbst.
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    foto: apa/herbert pfarrhofer

    Die Forderungen der Refugees stammen von ihnen selbst.

Durch den runden Tisch auf Initiative der Caritas hat das Asylwerber-Protestcamp im Sigmund-Freud-Park Chancen auf Verbesserungen für Flüchtlinge in Österreich eröffnet - wenn sie denn ergriffen werden

Die Protestbewegung von Flüchtlingen aus Traiskirchen hat sich in eine noch vor wenigen Tagen unverhoffte Richtung entwickelt. An einem runden Tisch, initiiert von der Wiener Caritas und ausgerichtet von der Erzdiözese Wien, diskutierten am Freitag Vertreter der wichtigsten Proponenten des österreichischen Asylwesens mit einer Abordnung der Refugees aus dem Zeltlager im Wiener Sigmund-Freud-Park.

Innenministerium (für die ÖVP) und Staatssekretariat Ostermayer (für die SPÖ), Amnesty und UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR, sie alle kamen auf kirchliche Aufforderung hin. Das ist beachtlich, was das Thema angeht (vor allem die Beteiligung des Innenministeriums), österreichisch-traditionell, weil sich darin die Wichtigkeit von Caritas und Erzdiözese bei Flüchtlingsfragen und Herbergssuche in der Vorweihnachtszeit dokumentiert. Und es verdient, präziser durchdacht zu werden.

Wie ist es dazu gekommen? Letztlich ausschlaggebend waren Bemühungen innerkirchlicher Eskalationsvermeidung. Als sich die Refugees entschlossen, eine im Camp angekündigte Pressekonferenz in die Votivkirche zu verlegen und dort zu bleiben - und als der dortige Pfarrer, der den Refugees im Grunde sympathisierend gegenübersteht, überfordert die Polizei rufen wollte - trat für die Caritas deren Wiener Sprecher Klaus Schwertner als Vermittler auf den Plan. Es gelang ihm, abzuwenden, was der katholischen Kirche in der Vorweihnachtszeit wohl einen Imageschaden zugefügt hätte: Wenn Flüchtlinge, also Schutzsuchende, kurz vor dem Weihnachtsfest durch herbeigerufene Exekutive aus einem Gotteshaus entfernt worden wären.

Verzweifelte Menschen

Und Schwertner erkannte, dass es sich bei den protestierenden Asylwerbern (weibliche Flüchtlinge beteiligen sich an dieser Bewegung nur sehr vereinzelt) um verzweifelte Menschen handelte, in einer kurzfristig ebenso wie längerfristig ausweglosen Lage.

Tatsächlich sind die Lebensgeschichten der Refugees düster: Zehn Jahre als Gastarbeiter in Dubai, was nicht lustig ist, keine Existenzperspektiven bei einer Rückkehr in die Heimat, Reise nach Europa, wo er seit nunmehr sechs Jahren von Land zu Land wechselt - überall Asylanträge stellend, die stantepede abgelehnt werden, schildert etwa ein Mann aus Pakistan. Wohl ein so genannter Wirtschaftsflüchtling, aber einer, der inzwischen ums nackte Überleben kämpft - und dem hierzulande (und natürlich auch in diesem Forum) wohl überwiegend die Aufforderungen entgegengehalten wird, gefälligst nach Pakistan zurückzugehen. Aber im Grunde ein Vertreter einer Gruppe international Entwurzelter, für die es beim heutigen Stand der Dinge keine adäquaten Antworten gibt.

Die Motive der protestierenden Flüchtlinge wurden über deren Kreis und jenen ihrer UnterstützerInnen hinaus wochenlang als nicht authentisch gehandelt. Demos und Camp seien von österreichischen - oder gar deutschen - PolitaktivistInnen geplant und umgesetzt worden, die Asylwerber würden von ihnen instrumentalisiert, hieß es: Eine einfache, bequeme „Erklärung", die es sich zu einfach macht.

Wie geht es mit den Forderungen weiter?

Denn: Ja, eine Reihe HelferInnen der Refugees schien seit Beginn der Proteste geradezu besessen von zu erwartender staatlicher Repression, die dann lange nicht eintraf, und stellten dieses Thema in den Mittelpunkt. Aber: Nein, nicht sie haben die Forderungen der Refugees formuliert wie bessere DolmetscherInnen, Stopp unfreiwilliger Verlegungen in die hintersten Winkel Österreichs und das Recht, zu arbeiten, um nicht mehr am Tropf der Grundversorgung hängen zu müssen. Sondern diese stammen von den Refugees selbst.

Wie jetzt mit diesen Forderungen weiter umgegangen wird, ist das Entscheidende. Wird der am runden Tisch gestartete Diskussionsprozess weitergeführt - oder war es das hiermit? Letzteres würde auf das Verstreichenlassen von Chancen hinauslaufen, langangaltende Defizite wie etwa das Arbeitsverbot für AsylwerberInnen zu beseitigen, das entscheidend zum "Schmarotzer"- Image der Schutzsuchenden in Österreich beiträgt.

Insofern haben die Flüchtlingsproteste neue Perspektiven eröffnet. Möglich wurde das unter anderem auch deshalb, weil sich - bisher - die Staatsgewalt im Zaum hielt. Drei Wochen lang wurde im Innenministerium auf das Flüchtlingscamp nur mit dem Hinweis auf die Demonstrationsfreiheit reagiert: Im Vergleich zu den Zeiten unter früheren InnenministerInnen (Prokop, Strasser, Platter, Fekter), liberal (wenn das auch nichts an der Grimmigkeit der Asyl- und Fremdengesetze ändert).

Eskalation gewünscht?

Zuletzt jedoch, am Freitag kurz vor dem runden Tisch, tauchten im Camp PolizistInnen wegen Anzeigen wegen der Wiener Kampierverordnung auf - Anzeigen, die von der Wiener Polizei selbst erhoben worden sind: Ein Vorgehen, das den - nach wie vor aufrechten - Demonstrationsfreiheitszusicherungen aus dem Innenministerium zuwiderläuft.

Aber wem hätte zu diesem Zeitpunkt eine Eskalation genützt? Doch nur Scharfmachern von rechts. (Irene Brickner, derStandard.at, 22.12.2012)

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Sie sind sicher entbehrlicher als jene.

Seh ich auch so.
Ein peinlicher rechter Hetzer.

sinnvolle

blogs lesen?

Es hindert Sie niemand daran! Aber Sie hetzen ja lieber hier im Forum.

Hätte nicht gedacht, dass das Standard

Forum einmal zum Ableger der Alpen-Donau wird. Es ist ja nur noch ekelhaft, was hier geposted wird.

So weit würde ich nicht gehen aber Egoismus ist ...

.. offenbar mittlerweile sehr stark verbreitet. Und Hysterie. Die Frau Brickner schreibt, das es für entwurzelte Wirtschaftsflüchtlinge die hier in Österreich leben, keine adäquate Antworten gibt und die Meute faselt was von ihrer Forderung man solle auch Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen. Wo hat sie das gefordert? Und dann schreibt sie über Polizisten, die entgegen der Anweisungen des Innenministeriums eigenmächtig Anzeigen verteilen. (Offiziell dürfen sie das natürlich auch, selbst das Innenministerium kann nicht von einem Polizisten Rechtsbeugung verlangen.) Hier stellt sich aber die Frage ob es besser ist die Situation blaunen Polizeigewerkschaftern zu überlassen die logischerweise eine Eskalation der Situation wollen.

wer lesen kann, ist klar im vorteil

nicht brickner, die importierten no border alemanen haben diese forderungen gestellt.

also das wirst ja genauso ignorieren, aber ich stelle es rein:

http://no-racism.net/article/4324
... Überprüfung von Asylverfahren und die Anerkennung von sozioökonomischen Fluchtmotiven...
http://no-racism.net/article/4321

punkte 1-6

aber zahlen daten fakten interessieren die hetzer nicht.

da schimpft man alle andere rassisten und steckt das köpferl in den sand....

sie sind heir einer der wenigen die reflektiert schreiben, danke.

bin letzens am lager vorbeigegangen und muss sagen, dass es sich bei den bewohnern hauptsächlich um schwenderl handeln muss weil zusammenräumen und nicht jeglichen müll herumliegen lassen kostet nichts und ist nicht verboten

Bitte Zeitung lesen

Fr. Brickner! Dann wüssten Sie nämlich, was wirklich los ist vor der V-Kirche - nämlich nichts.
Der Standard mutiert leider immer mehr zum linken Schmierblatt ohne Anspruch auf objektive Berichterstattung. Und übrigens: Ich bin bekennender Sozialist der ersten Stunde. Allerdings mit mehr Realitätssinn als Wunschdenken.

weil der sozialismus endet bei der staatsbürgerschaft?

oder hab ich was missverstanden?

Das Wort, dass Sie suchten, ist Solidarität. Und die muss nicht, kann aber mit Fug und Recht da aufhören, ohne dass es jemanden etwas angeht. Schließlich tragen wir, als Staatsbürger, etwas zum Erhalt dieses Landes bei. Jeder nach seinen Fähigkeiten, und Möglichkeiten, sonst gäbe es kein Sozialsystem, und auch vieles andere nicht.

Ich schätze, wenn es das alles nicht gäbe, gäbe es auch solche Party Camp Protestierer nicht, die wären dann nämlich darauf Angewiesen - etwas aus Ihrem Leben zu machen, oder selbst unterzugehen. Würde man also deren Forderungen nachgeben, würde es irgendwann genau darauf hinauslaufen.

Was haben Sie denn schon beigetragen?

Vorwärts,
und nicht vergessen,
worin unsre Stärke besteht.

Ich habe schon Familien aus dem Asylheim hinein in das normale Leben in Österreich begleitet, habe mich engagiert, und bin nun wieder in Sachen Integration tätig.

Worin "Ihre" Stärke liegt, weiß ich nicht, trollen gehört aber mit Sicherheit dazu. :-)

Sie verwechseln da Begriffe . . . .

bewußt ?
unbewußt ?

na, na, nicht "Der Standard" an sich - nur ein paar Schreiber/innen, wobei allerdings Frau Brickner schon sehr hervorsticht bzgl. linksdemagogischen Neigungen

Sagt der Rechtsdemagoge.

wieso muss bei Ihnen jeder"rechts" sein, der nicht Ihrer Meinung ist ?

hamm'S a Problem mit der Meinugsvielfalt, gell ?
Im übrigen verweise ich auf den Link:
http://derstandard.at/plink/135... id29447758

Leider sind heute auch viele angebliche Rote rechts.
Sind ja auch genug zum HC abgewandert.

von wegen "angeblich" . . .

! ! !

Dumm gelaufen.

"Aber wem hätte zu diesem Zeitpunkt eine Eskalation genützt? Doch nur Scharfmachern von rechts. (Irene Brickner, derStandard.at, 22.12.2012)"

Die ganze Aktion nützt leider AUSSCHLIESSLICH Scharfmachern von rechts.

Wer zieht KEINE Nutzen daraus:

1. die Asylwerber insgesamt. Warum: die Sache kommt "unsympathisch" rüber, Campieren im Park, Besetzung einer Kirche, tatsächliche Probleme gehen damit unter.

2. die veranstaltenden NGO und die Akteure. Warum: zuwenig Publizität, um den Spendenfluss wieder ein wenig anzukurbeln. Die Instrumentalisierung der Asylthematik erkennen auch nicht-Insider.

3. Fr. Brickner. Warum: die üblichen Automatismen (siehe "Mohr im Hemd") funktionieren nicht, eigentlich kaum PC Unterstützer mobilisierbar.

dann schlagen sie bitte eine sinnvolle alternative vor.

Seit jahrzehnten tut sich auf dem gebiet kaum etwas.

jedoch sollte begrenztes denken aufgebrochen werden. Dieser Planet, mit all seinen BewohnerInnen geht nun einmal alle etwas an und das unser tolles kapitalistisches system sich gerade selbst ad absurdum führt, kapiert seit der wirtschafts(banken)krise wirklich jeder. also, was können jetzt die so genannten "Wirtschaftsflüchtlinge" wirklich dafür, dass sie kaum noch lebensschancen in ihren ländern vorfinden?

Es ist zeit darauf antworten zu finden und konsequenzen zu fordern.

Abstrakt

betrachtet haben Sie recht wenn Sie "Antworten" und "Konsequenzen" fordern, um die Lebensbedingungen in vielen Ländern zu verbessern. Da wird Ihnen kein vernünftiger Mensch widersprechen.

In der österreichischen Realwelt wird Ihr Wunsch, dass ca. 8 Mio. Österreicherinnen und Österreicher noch mehr als bisher dazu beitragen mögen schlicht keine Mehrheit finden.

Sie werden dafür quer durch alle Schichten und politischen Überzeugungen, aber auch quer durch alle ethnischen Gruppen keine Mehrheit finden. Am Ende des Tages ist auch die Demokratie keine Einbahnstrasse.

Die konkrete Frage die sich daraus auch ableitet ist, weshalb lässt sich immer noch eine Mehrheit finden, wenn es darum geht dieses unsolidarische System weiter zu erhalten. Sie haben völlig Recht, die finanzielle Bringlast kann in dieser Situation nich an der österreichischen Bevölkerung im allgemeinen hängen bleiben. Jedoch sollte endlich von den Nutznießern des kapitalistischen System ein gerechter Anteil eingefordert werden.

Aber wo lassen sich politische Mehrheiten finden? Glauben die Menschen wirklich noch an Chancengleichheit und daran, dass es jeder und jede schaffen kann. Es wird Zeit die Gier abzuschaffen, denn, je gieriger wir agieren, umso wenig bleibt uns generell übrig.

Natürlich funktionieren solche Debatten wie über .

.. die Wörter "Zigeuner" oder "Neger" oder von mir aus auch vom ohnehin nur im kleinen Kreise und selten verwendeten "Mohr im Hemd" zu diskutieren. Sehen sie heute in irgendwelche bedeutenden Publikationen diese Wörter stehen? Eben. Die wirklich davon Betroffenen nehmen die Proteste der Betroffenen Sinti und Roma oder auch Menschen anderer Hautfarbe durchaus wahr. Selbst in den Neuausgaben von Kinderbüchern werden diese Wörter überarbeitet. Klar wird es immer irgendwelche Leute geben die dagegen japsen aber im Grunde ist es ein Erfolg wenn man Dinge durchsetzen kann ohne gleich nach dem Gesetzgeber zu schreien ....

Ist auch ok so.

Es macht keinen Sinn mit gestrigen oder unbedachten Bezeichnungen Mensch zu beleidigen oder vor den Kopf zu stossen.

Schlecht finde ich allerdings selbsternannte Sprachpolizistinnen und political correctness Richterinnen.

Wenn Sie mir einen <t> nennen (bitte setzen Sie für t die derzeit korrekte Bezeichnung für einen Menschen mit dunkler Hautfarbe, bspw. aus Afrika ein), der nicht Teil der hauptberuflichen österreichischen PC Truppe ist und sich trotzdem von "Mohr im Hemd" beleidigt fühlt, dann bin ich bei Ihnen. Dann bin ich ab sofort dafür, diese Speisenbezeichnung zu ändern.

Übrigens kenne ich mehr als einen Rom, der sich durch "Zigeuner" tatsächlich beleidigt fühlt, daher finde ich diese Bezeichnung auch nicht mehr ok.

echt? ne freundin von mir is sinti, und meint immer selbst wenns mich einlädt: "kommst zum zigeuneressen?"

genau das meinte ich

Manche der direkt Angesprochenen finden "Zigeuner" nicht problematisch, andere schon. Wenn ich die Info habe kann ich mich danach richten. Generell fällt einem aber kein Zacken aus der Krone, wenn man auf vorbelastete Bezeichnungen verzichtet. Mir ist es dann erst bei der "Mohr im Hemd" Diskussion zu kindisch geworden.

Die Aktion ist tatsächlich hilfreich weil

a) Die Reflexe unserer politischen Diksussion gezigt werden. Asylanten protestieren - die Linke schreit Sakndal, wie schlecht die behandelt werden - egal ob berechtigt oder nicht
b) das Problem der Differenzierung offenbart wird: Echte politische Flüchtlinge, Wirtschaftsflüchtlinge, sonst Zuwanderer. Für 1 müssen die Bedingungen tatsächlich verbessert werden (Unterbringung, Verfahren, Möglichkeit zu arbeiten). Für 2 und 3 sind USA, Australien und co ein perfektes Vorbild: Jung, top ausgebildet und arbeitswillig- roter Teppich rollt. Ansonsten leider kein Platz.

Über nichs anderes schreibt die Irene Brickner im ..

. Grunde ja auch. Sie macht lediglich auf die Probleme der bereits hier lebenden "Wirtschaftsflüchtlinge" aufmerksam für die es ihrer Meinung nach kein adäquate politische Antwort gibt. Davon das man mehr Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen soll steht in dem Bericht gar nichts. Das ist nur die hysterische Interpretation mancher Mitposter hier. Wir wurden mit westlicher Milliardenhilfe, mit der Arbeit von Zwangsarbeitern und der Enteignung zahlreicher entrechteter Menschen zu einem der reichsten Staaten der Erde und finden kein adäquaten Antworten wie man den Problemen eines entwurzelten (hier lebenden) Wirtschaftsflüchtling begegnen kann? Sorry aber das ist eines der schlimmsten Armutszeugnisse unserer Gesellschaft.

Wenn ich mir so überlege,

was SPÖ,ÖVP und FPÖ in den letzten 12 Jahren Geld und damit die Zukunft unserer Jugend verbrannt haben (NÖ, Linz, Slbg u.v.m) -
Wenn besagte Parteien uns entgültig in den Bankrott getrieben haben, werden wir froh sein, wenn unsere Jugend irgentwo normale Lebensbedingungen vorfindet. Das kann ich aber nur erwarten, wenn ich selber vorher mit gutem Beispiel voran gegangen bin.

Und was genau wollen Sie zu diesem Thema mit Ihrem Beitrag hier sagen?

Das wird NIE passieren!

Oesterreich ist so ein super land mit so klassen leuten. alles brave christen, die zur belohnung von gott in dieses paradies geboren wurden. Und unter gottes schuetzender hand kann es gar nicht so weit kommen dass wir gezwungen sind unser himmelsreich zu verlassen und im ausland hilfe in anspruch nehmen muessen.
und lassens mir die banker in ruhe. das sind engel auf erden die uns und unser gottgegebenes geld schuetzen.

Ich stell mir grad vor, wenn die Amis im 45er Jahr so gedacht hätten.
"Das sind eh lauter Nazis und Verbrecher, wozu brauchen die einen Marshallplan und Carepakete?"
Da gäbe es so einige der hier Herumpöbelnden nicht.

da waren real-politische Gründe ausschlaggebend -Stichwort: kalter Krieg, UdSSR - sonst nix

Dann mach ich mich mal unbeliebt:

Die Besatzungsmächte hatten keinen Grund dies zu glauben...
...die ersten Schritte zur Diktatur wurden in Österreich bereits vor den Nazis gesetzt und die politische Situation in der Zwischenkriegszeit war alles andere als lustig. Genauso war der Anschluss überhaupt nicht allseits beliebt, wie dies heutzutage gerne geglaubt wird.
Die Nazis haben die instabile Situation genutzt und in den unterdrückten Oppositionellen ihre Anhänger gefunden.

Der verhältnismäßig frühzeitige Abzug der Besatzungsmächte war nicht reines Verhandlungsgeschick oder weil Österreich so ein tolles sympathisches Land ist.
Die Besatzungsmächte waren sich einfach einig dass in der Bevölkerung genug Abneigung besteht und es keine Gefahr einer Diktatur mehr gibt.

Das mag schon so sein, obwohl ich nicht der Meinung bin, daß es in der Bevölkerung so viel Abneigung der Naziideologie gegeben hat, wir raufen damit seit 60 Jahren herum, wie man hier schön sehen kann.
Mir ging es aber um ganz was anderes:
Ich wollte damit sagen, daß auch die Amis meinen hätten können, lassen wir jetzt einmal den Teil der Bevölkerung, der es nicht packt, langsam draufgehen, und nur die besten und widerstandsfähigsten und leistungsfähigsten Leute kommen durch.
Sie haben aber allen geholfen, schuldunabhängig.
Und heute sitzen wir in einem der reichsten Länder der Welt und pitzeln an ein paar Asylanten herum, während wir Gänseleber und Kaviar in uns hineinfressen.

Man könnte sich auch fragen, warum die Amerikaner damals funktionierende Infrastrukturen sprengten, große Fabriken in denen Menschen etwas hätten produzieren können.

Auf solche und ähnliche Fragen, liefert die Geschichte klare Antworten, genauso wie mit Care-Paketen. Etwas jüngere Geschichte USA / SK.

Jedenfalls, im Unterschied dazu, gab es dafür Gründe. Im Fall der Geschichte hier, nicht. Denn hier hat weder Österreich noch Deutschland die Länder, über 54 sind es immerhin, ausgebeutet, angegriffen, oder sonstiges.

Also sollten Sie vllt. andere Beispiele wählen, auch wenn sich der Stumpfsinn von 2 Weltkrieg immer anbietet, wenn man keine klare Idee hat, wie man seine Position sinnvoll argumentieren kann.

Was können sich die jungen Tschetschenen, Afghanen und Pakistan demnach in Österreich erwarten? Sind deren Herkunftsländer in der Vergangenheit bei der Aufnahme von Österreichern mit gutem Beispiel vorangegangen?

Schwachsinn

Äh wo wollen denn hin gehen?

Im EU Raum okay. Abe dann? Wo soll es Wirtschaftsmässig besser sein, wo man so leicht reinkommt wie in AT?

Schmarrn

diese talentfreien mitarbeiter aus etwaigen ngo's + konsorten, sollten pragmatisch den flüchtlingen die sachlage erklären, dass österreich nicht der int. sozialdienst ist. vor allem sollte man vor geistesabwesenden aktionen abraten. 

die zahl der obdachlosen hat sich die letzten jahre vedoppelt. wenn man noch zusätzlich zu lesen bekommt, dass beheizte notquartiere unbenutzt bleiben, ist meine geduld gänzlichst erloschen!!! eine frechheit die seinesgleichen sucht! 

MIR, sollte keiner von diesen überheblichen forderungssteller über den weg laufen!!!!!

Und was machen sie, wenn ihnen so ein Forderungs ..

. steller über den Weg läuft? Woher kommen ihre "feuchten" Selbstjustizgedanken? Beim Wehrsport im Walde zuviel an den Bäumen angerannt? Erregt sie etwa der Geruch eines Lederschulterhalfters und der von Waffenöl? Geht ihnen einer ab, wenn sie ihre "Männlichkeit" in Form von Gewaltandrohungen im Standardforum präsentieren dürfen? Sorry aber genau solche Zniachterl wie Sie einer sind, enden als Erstes als psychisches Wrack wenn sie in der Situations eines Wirtschaftsflüchlings oder Asylanten wären.

SIE, sind nicht mal ein 2 zeiler wert!

Er hat offenbar den Nagel auf den Kopf getroffen.

nö...

kein bock auf diskurs mit intellektuellen tiefflieger! alles in bester ordnung, danke der nachfrage

Deutsch ist jedenfalls nicht Ihr Fall.

klassischer kleingeist bürokrat!!! inkl. themenverfehlung

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