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Tokio/Peking - Nach deutlicher China-Kritik im Wahlkampf will sich Japans designierter Regierungschef Shinzo Abe einem Zeitungsbericht zufolge nun um eine Entspannung in den Beziehungen zur Volksrepublik bemühen. Abe plane, den ehemaligen Außenminister Masahiko Koumura als Sondergesandten nach China zu schicken, berichtete das Wirtschaftsblatt "Nikkei" am Samstag ohne Nennung von Quellen. Der Diplomat solle der Führung in Peking womöglich bereits im Jänner einen Brief Abes überreichen. Ziel sei es, das angespannte Verhältnis zu verbessern.
Die beiden Staaten streiten sich um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer. Abe hatte dazu im Wahlkampf erklärt, eine harte Haltung einzunehmen. Allerdings kann er es sich schon allein aus wirtschaftlichen Gründen nicht erlauben, das Land völlig zu verprellen, denn China ist einer der wichtigsten Absatzmärkte für Japans exportorientierte Industrie. Viele Chinesen boykottierten in den vergangenen Monaten japanische Waren wegen des Inselstreits. Auch war es zu gewaltsamen anti-japanischen Protesten gekommen. Nach dem klaren Sieg von Abes Liberal-Demokraten bei der Parlamentswahl vor einer Woche hatte China prompt vor einer Verschlechterung der Beziehungen der beiden Länder gewarnt. (Reuters, 22.12.2012)
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Wenn er schon im Wahlkampf den Populismus lautstark bedient hat, so muss er wenigstens jetzt die Fakten anerkennen:
an einem Arrangement mit China führt kein Weg vorbei.
manche tragen halt dick auf.
japan kann sich doch gar keine eskalation leisten.
das chines. boykott zum kauf von japan. autos war ja schon ein schuss von dem bug.
in der globalen welt sind wir (fast) alle vernetzt, da muss man sich arrangieren, ob man will oder nicht.
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