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Weihnachten zu Hause in Arzl im Pitztal hat sich Marlies Schild ganz anders vorgestellt. Besinnliche Tage mit ihrem Lebensgefährten Benjamin Raich hätten es werden sollen vor den nächsten Skirennen am Semmering. Den Weltcup einmal Weltcup sein lassen, den Trubel kurz beiseiteschieben, bevor die volle Konzentration der letzten Vorbereitung auf die Heim-WM in Schladming gilt.
Stattdessen wird die 31-jährige Salzburgerin, die in der Steiermark (Admont) zur Welt kam, eine Schiene am rechten Knie daran erinnern, dass es in dieser Saison keine Rennen mehr und auch keine Medaille geben wird. Die Innsbrucker Unfallchirurgen Gernot Sperner und Karl Golser bestätigten nach Schilds Trainingssturz in Aare die schlimmsten Befürchtungen, operierten den Innenbandriss noch am Freitag.
Es war die bereits siebente Knieoperation, der sich die Slalom-Weltmeisterin von Garmisch-Partenkirchen 2011 im Laufe ihrer Ski-Karriere unterziehen musste. Gut, dass bei so viel Unbill der Werbevertrag von Schild und Raich mit einer Versicherung am Anfang der Saison bis 2014 verlängert wurde. Erstmals lag sie im Alter von 15 Jahren mit einem Kreuzbandriss unterm Messer. Das hinderte Schild aber nicht daran, ihren Traum weiterzuverfolgen. Ihre Eltern Rosi und Josef, die eine Landwirtschaft in Saalfelden betreiben und als staatlich geprüfte Skilehrer die Skischule Schild Skiracing gründeten, unterstützten sie tatkräftig.
Das hatten die Eltern zuvor auch schon für Josef (32) getan, der ältere Bruder von Marlies fuhr bis 2005 im Europacup und leitet heute die Rennschule. Und das taten sie danach auch für Bernadette (22) und für Lukas (20), die ebenfalls Skirennläufer sind.
Um Marlies nach den vielen Verletzungen den Sprung zurück zu ermöglichen, wurde mit Stefan Bürgler schon 1995 ein Privattrainer engagiert. Er begleitet sie bis heute, ist seit 2002 Trainer im Skiverband ÖSV - und stand Schild auch bei, als ihr im Oktober 2008 nach einem Trümmerbruch im linken Schien- und Wadenbein und einem Bruch des Schienbeinkopfes das Karriereende drohte.
Schild hält in ihrer Spezialdisziplin Slalom bei 33 Weltcupsiegen, insgesamt fuhr sie 35 Erfolge ein. Als Ansporn für eine neuerliche, beschwerliche Rehabilitation könnten die Winterspiele 2014 in Sotschi dienen. Dass sie den Willen dazu hat, bewies sie nicht erst einmal. Und olympisches Gold fehlt ihr noch. (David Krutzler, DER STANDARD, 22./23.12.2012)
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Ja, ja wenn die Werbeverträge wichtiger werden, als das sportliche Tun, geht's meistens bergab.
Nun hat es auch das "Traumpaar" im Skilauf erwischt. Marlies ist verletzt, Benni nicht in Form. Es kann aber auch sein, dass sich das Judastum bei der Ski-Material-Umstellung als Bumerang erweist...
Marlies, du musst nochmal zurückkommen! Du brauchst schließlich noch eine Olympia-Goldene und natürlich auch den Vreni Schneider Rekord, denn du bist einfach die beste Slalomfahrerin aller Zeiten :)
Dagegen, was du schon alles mitgemacht hast, ist ja das jetzt ein Lercherlschas ;)
Also - Kopf hoch & gute Besserung!
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