yesss! wird A1: Falsch verbunden

Kommentar | Andreas Schnauder
21. Dezember 2012, 18:42

Leiter der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde entpuppte sich als Ankündigungsmeister

Schwer zu sagen, wie oft Theodor Thanner im vergangenen Jahr die Übernahme von Orange durch Hutchison ("3") und den Weiterverkauf der Diskontmarke "Yesss!" torpedierte. Der Leiter der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde warf sich für die Konsumenten in die Schlacht und warnte vor steigenden Preisen. Doch Thanner entpuppte sich - wieder einmal - als Ankündigungsmeister, dessen Worten keine Taten folgen. Das Rückzugsgefecht hatte sich bereits nach der Freigabe des europäischen Teils des Verfahrens abgezeichnet. Letzte Versuche, wenigstens das Internet-Servicepauschale der Anbieter abzuwürgen und damit einen gesichtswahrenden Ausstieg zu erreichen, scheiterten kläglich.

So darf Telekom-Chef Hannes Ametsreiter über den europaweit einzigartigen Ausbau der Marktführerschaft frohlocken. Doch möglicherweise lacht A1 zu früh, denn der Zukauf erfolgt zur Unzeit. Die finanziell arg strapazierte Telekom kann sich die Übernahme eigentlich nicht leisten. Sinn macht das Geschäft nur, wenn im Gleichklang die Handytarife steigen. In dem Fall würde genau Thanners Befürchtung bestätigt, dass die Transaktion zulasten der Konsumenten geht. Gegen diese drohende Entwicklung müsste die Behörde alle Rechtsmittel einlegen, auch wenn die Aussichten (aus ihrer Sicht) nicht allzu groß sind. So setzt Thanner nicht nur das Funktionieren des Marktes, sondern auch die Reputation der Behörde aufs Spiel. (Andreas Schnauder, DER STANDARD, 22./23.12.2012)

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zum thema handytarife österreich

Die Preise für Handys haben sich in Öst. so sehr aneinander angeglichen, dass ein deutlicher Sieger mit großem Kostenvorsp. vor allen anderen Anbietern nicht mehr auszumachen ist. Wenn man die drei günstigsten Tarife über einen Zeitraum von zwei Jahren bei durchschnittlichem Telefon- und Surfverhalten vergleicht http://www.handytarifeösterreich.at, entsteht eine monatliche Differenz zwischen einem Anbieter und dem Nächstplatzierten von lediglich noch 5 Cent, also einer vernachlässigbaren Größe. Die Mobilfunkdiscounter dominieren inzwischen den Markt, der Tarif “supersmart” der Orange-Tochter yesss! verursacht noch 8,80 Euro monatlicher Kosten, wenn keine Dauergespräche geführt werden. Bei Teler. fallen die Kosten nahezu ähnlich günstig aus.

Der Leiter der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde warf sich für die Konsumenten in die Schlacht und warnte vor steigenden Preisen

jedem der sich ein wenig mit der materie beschäftigt ist schon seit langem klar das die preise langfristig wieder steigen mussten/müssen.

durch die starke konkurenz unter den netzanbietern musste jeder, um neue kunden zu gewinnen, den anderen netzanbieter unterbieten. da netzanbieter keine non profit organisationen sind war klar das dies nicht ewig so weitergehen konnte.

da auf grund der dumping telefon tarife kaum noch geld zu machen ist werden bearbeitungsgebühren, servicepauschalen und ein teurerer anschaffungspreis die folge sein.

in österreich sind die kunden einfach sehr verwöhnt, sieht man sich die telefontarife in anderen länder an so muss man sagen wir hier in österreich jammern einmal mehr auf sehr hohem niveau.

Kontoöffnung bei dem fuzzi

Würd mich nicht wundern, wenn der nur auf schmiergeld aus war.
Das gleiche gilt für den dillo alumnia

ich find das argument der steigenden preise durch wegfall eines anbieters falsch. die marktbereinigung hätte sowieso 2013 stattgefunden, wenn orange sang und klanglos in die pleite geschlittert wäre, weil die france telekom den geldhahn abgedreht hat

Je geringer die Zahl der Anbieter, desto geringer der Konkurrenzdruck.

Unter diesem Gesichtspunkt ist es dann leicht, die Tarife anzuheben.

man muss die sache aber schon im ganzen sehen, warum werden es den weniger anbieter?

weil durch den konkurzendruck die preise so dermaßen niedrig wurden das einige einfach nicht mehr mitgehen konnten.

die telekom (eigentlich ja A1) ist nicht umsonst finanziell arg strapaziert (wie im artikel zu lesen), orange wäre ohnehin pleite gegangen, telering wurde sowieso schon von t-mobile "geschluckt" und wenn den deutschen einfällt das sie den geldhahn zudrehen müssten die auch konkurs anmelden und 3 ohne hutchinson im rücken könnte ebenfalls nicht bestehen.

gerade also der extreme konkurrenzdruck ist also daran schuld, dass es immer weniger netzanbieter gibt.

das hab ich schon verstanden, dass ist aber kein argument für oder gegen den verkauf. orange hätte sich nämlich unabhängig vom verkauf selbst ausgeknipst. die haben ja grad noch genug geld für die erhaltung des netzes. vom lte ausbau brauchen wir da gar nicht anfangen.

das einzige was ich absurd finde, sind die extremen auflagen an 3 und, dass a1 gar keine auflagen bekommen hat.

und um die servicepauschale loszuwerden, hat die bwb genug zeit gehabt. sie hätten das ding bei einführung nur kartellrechtlich überprüfen lassen müssen.

If you cannot beat them, eat them.

Exakt dem Eigentümer vom Bob jetzt Yesss zu überlassen...

...spricht Bände über diese "Wettbwerbsbehörden" aller Instanzen.
Mittlerweile hat sich die Frage genau so gedreht wie bei Griechenland; Was müssten die denn (noch) machen um KEIN Geld mehr von Resteuropa zu bekommen, nicht was müssen sie machen um weiter welchen zu bekommen - und welcher Zusammenschluss ist eigentlich in den letzten Jahren bei diesen "Wettbewerbsbehörden" in Europa definitiv nicht gegangen, anstatt ihn mit ein paar wischi-waschi-"Auflagen" über die man als Kunde nur den Kopf schütteln kann wieder mal "gerade noch" durchzuwinken?
Einfach nur mehr lächerlich, besser abschaffen, das wäre ehrlicher, wir wissen aus 100en einseitigen Entscheidungen ohnehin wer dort im Endeffekt das Sagen hat...

Schade,

ab dem Wort Griechenland habe ich aufgehört Ihr Post weiterzulesen - solche Themenverfehlungen sind nämlich echt mühsam.

völlig UNABHÄNGIG vom inhalt...

...und welche meinung man dazu konkret vertritt:

es ist wirklich schade - aber für sie: nämlich dass sie scheinbar nicht ein paar zusamenhängende sätze mit einem darin enthaltenen vergleich zum hauptthema fertiglesen und diesen inhalt gesamthaft aufnehmen können/wollen?...
pisa ist scheinbar näher als wir alle glauben....(daher nochmal zur unterstützung: es ging hier nicht um GR sondern um parallelen bestimmter immer wieder -auch dort - beobachtbarer zurechtgebogener beurteilungsmaßstäbe)

Ändert gar nichts an meinem "Schade", sogar im Gegenteil

Sie verknüpfen zwei für SIE ärgerliche Themen.

IMHO ist das aber kontraproduktiv, wenn man ALLE beim Wettbewerbsthema "Mobilfunk in Österreich" erreichen will.

Über Griechnland diskuitiere ich maximal über die schönen Urlaubsorte, den griechisch entspannten Lebenstil und die sagenhafte Gastfreunschaft der griechischen "Bevökerung" - und sicher nicht über deren betrügerische "Elite" - die oberen 10.000.

Wenn schon, dann NUR über die Unfähigkeit der EU, die Bedürfnisse der Bevölkerung zu berücksichtigen - aber DA wären wir jetzt schon eindeutig bei der Themenverfehlung zu DIESEM Artikel hier.

Daher BITTE, Griechenland HIER und überall wo es um ANDERES geht einfach weglassen.

völlig unabhängig vom inhalt...

Wettbewerb ist Schwachsinn.

Ich gehe jeden Tag an einen Bürohochhaus vorbei.
Da stehen nebeneinander ein Lieferwagen von der Post, von DHL und GLS.
Da sind also gleichzeitig Paketzusteller von drei Firmen zugange.
Das soll effizient und kostengünstug sein ?

schneckerl, ...

... bist du's?

Ist schon ein wahrer Kern dabei...

Grenzenloser Wettbewerb ist jedenfalls ruinös - vor allem wenn er auf Kosten von Umwelt und Mitarbeitern geht.

Man bedenke nur das alljährliche Raunzen im Handel, wenn die Angestellten wenigstens die Inflation bei ihren fahrlässig niedrigen Löhnen ausgeglichen bekommen wollen! - Nur weil wir in Ö alle 100m einen Supermarkt einer anderen Kette haben.

Andererseits die Post als Monopolist hätte a) keinen Anreiz auf mehr/besseres Service und b) günstigere Preise - somit ist das ja auch nicht anzustreben.

Wien hat zB im Unterschied zu den meisten Städten nur einen Flughafen - bei dem viel gemurkst wird und nebenbei sind die Landegebühren vergleichsweise hoch.

Als ein zweiter Flughafen wäre für den Kunden wohl besser, 20 parallel eher nicht.

du vergleichst hier nur staatliche dinge. wenn die post, der flughafen und alle anderen staatsbetriebe vernünftig geführt werden würden, würden sie ihre arbeit vermutlich billiger und besser als jeder privatbetrieb machen.

da sie staatlichen betriebe aber immer für politisch motivierte postenschacher herangezogen werden (pelinka beim orf, wehninger und huber bei der öbb), kann die arbeit eigentlich nicht wirklich gut sein. aber daran ändert konkurrenz auch nix.

Wien hat einen zweiten Flughafen, nämlich in Bratislava.

Und diese Jammerei wegen Skylink und Co ist auch schon mühsam, so schlimm ist der Flughafen auch nicht.

Nach meiner Erfahrung verhindert zuviel Wettbewerb Innovation.

Ein Unternehmen, das nur geringem Wettbewerbsdruck ausgesetzt ist, kann es sich leisten grosse Forschungs- und Entwicklungabteilungen zu unterhalten. Siehe IBM in den 1960er und 1970er Jahren. Oder Microsoft heute.
Gerät ein Unternehmen zunehmend unter Konkurrenzdruck, spart es bei Forschung und Entwicklung.

Stimmt!
Hewlett-Packard kann man auch als Negativ-Beispiel anführen...

Dank des "gestiegenen" Wettbewerbs wird halt nicht mehr in F+E investiert, sondern einziges Ziel ist, wie man kurzfristig den Shareholder-Value bzw die Boni maximiert.
Meist durch Auslagerung der Produktion, Verkauf aller Immo-Aktiva (Sale und Lease back) und natürlich Reduzierung der F+E Ausgaben.

Aber nicht nur Unternehmen, sondern auch der Staat spart bei der Bildung (Schule, Uni).

Solche Sparmaßnahmen haben für die aktuellen Manager\Politiker den Vorteil, dass die negativen Auswirkungen erst Jahre oder Jahrzehnte später sich auswirken.

wichtigmacherei

Das Problem ist dass die EU mit der Liberalisierung und unsere Wettbwerbshüter bei der Kontrolle zu wenig Systemwissen haben um sinnvoll vorzugehen.
Ein vollkommener Wettberb erfordert informierte Kunden und faire Tarife. Nun ist aber die Werbung grenzwertig - erinnern wir uns an die weihnachtliche Werbung für "all -in" Tarife wo Videotelefonie gezeigt wird, die extra kostet- ja das nennen ich Betrugsabsicht! Die Kontrollbehörde soll mal dafür sorgen dass das Mobilfunker-Kartell die Servicepauschale zurücknimmt, die verscheissern die Kunden mit fiktiven Tarifen.

ja!

weil wettbewerb und alle pakete nicht in einen laster passen würden;-)

...ist Schwachsinn...

Ich gehe jeden Tag an einen Einkaufscenter vorbei, da sind sicher 3 Schuhgeschäft drin, durch eine Geschäftsstraße mit 5 Elektronikläden mit praktisch gleichen Sortiment, und kaum bin ich beim Billa vorbei kommt schon ein Spar;
welche Verschwendung an Mieteflächen Arbeitskräften und sonstigen Ressorcen durch diesen unsäglichen Wettbewerb allerorts....
"effizienter und kostengünstiger" wäre nach Ihrer Ansicht sicher wenn wir das alles von einem Monopolisten oder vielleicht gleich vom Staat beziehen würden, da gibt es ja auch so tolle Praxiserfahrungen dazu..
Der Schwachsinn dürfte anderswo verborgen sein, nicht gerade im Wettbewerb, vielleicht im marktfeindlichen, sozialromantisch-illusionistischen Bildungswesen dieses Landes...

Leider geht es anders nicht, wie uns die Vergangenheit gezeigt hat. Natürlich wäre es effizienter, wenn nur ein Anbieter dieses Markt bestmöglich und ohne Gewinn versorgen würde. Aber geht (leider) nicht! Somit ist der vollkommene Wettbewerb die beste Alternative!!!

Für mich bitte drei mal das vollkommen Beste!!!

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