Medienkonzern von Murdoch treibt Aufspaltung voran

Unternehmen reicht bei US-Börsenaufsicht Unterlagen ein

Der umstrittene US-Medienkonzern News Corp. des Milliardärs Rupert Murdoch treibt seine Aufspaltung voran. Das Unternehmen reichte am Freitag Dokumente bei der US-Börsenaufsicht ein, die die Modalitäten der Trennung von Presse- und Verlagswesen auf der einen und Fernseh- und Kinogeschäft auf der anderen Seite beschreibt. News Corp. will die Aufspaltung in zwei unabhängig voneinander agierende Unternehmen bis Ende Juni 2013 abgeschlossen haben. Ein genauer Zeitpunkt dafür wird jedoch auch in den Börsenunterlagen nicht genannt.

Der Medienkonzern hatte Ende Juni die Aufspaltung angekündigt. Die profitablen Film- und Fernsehfirmen einschließlich der Filmstudios 20th Century Fox und des Fernsehsenders Fox News werden so von den teilweise angeschlagenen Zeitungs- und Buchverlagen getrennt. Beide Unternehmensteile sollen den Angaben zufolge an der Börse notiert sein; Murdoch soll beiden Sparten vorstehen.

Der Murdoch-Konzern war im vergangenen Jahr wegen eines Abhörskandals in Großbritannien in die Kritik geraten. In der Folge wurde das Boulevardblatt "News of the World" geschlossen, mehrere leitende News-Corp-Mitarbeiter traten zurück. Im Zuge der Affäre brachten Anteilseigner sogar einen kompletten Verkauf der Zeitungen ins Gespräch. Zu den Printprodukten von News Corp. gehören unter anderem das "Wall Street Journal" und die "Times of London". (APA, 21.12.2012)

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